Manuskripte

SWR3 Worte

Wir können uns entscheiden, diesen Tag so zu leben,
dass er uns entspricht,
dass er ein guter Tag wird,
dass wir uns an ihm freuen,
dass sich andere an ihm freuen,
dass er eine Perle wird in der Reihe der Tage,
die uns geschenkt sind.

Max Feigenwinter
Lass dir Zeit. Eine Einladung zum Verweilen. Eschbach 42003
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Douglas Coupland, dessen Debütroman "Generation X" zum Kultbuch wurde, über das Geheimnis seines Lebens:

Und nun – hier ist mein Geheimnis:
Ich verrate es euch mit einer Offenherzigkeit, die ich wohl nie mehr erreiche. […]
Mein Geheimnis ist, dass ich Gott brauche – dass ich krank bin und es allein nicht mehr schaffe.
Ich brauche Gott als Hilfe, damit ich geben kann, weil ich zum Geben nicht mehr fähig scheine;
Um freundlich zu sein, weil ich zur Freundlichkeit nicht mehr fähig scheine;
Und um zu lieben, weil ich zu lieben nicht mehr in der Lage zu sein scheine.

Douglas Coupland
Life after God. Die Geschichten der Generation X. Berlin 1997

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Deutschland muss kinderfreundlicher werden – es ist nicht schwer dafür Zustimmung zu bekommen. Doch gleichzeitig werden die Interessen von Kindern bei den Entscheidungen in Politik und Verwaltungen wenig berücksichtigt. In einer Gesellschaft, in der auf ein Kind 4,4 Erwachsene kommen, sind Kinder eine Minderheit, die leicht übergangen wird. Es ist an der Zeit, dass Staat und Gesellschaft ein Signal setzen, dass sie das Wohlergehen der Kinder als Kernaufgabe ansehen. Deshalb gehören die Kinderrechte in das Grundgesetz.

Heide Simonis, ehemalige Ministerpräsidentin in Schleswig-Holstein

Heide Simonis
Kinderrechte ins Grundgesetz. Ich bin dafür, Unicef-Nachrichten, Nr.4, 2007

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Peter Hahne, Redakteur und Moderator, über Nachrichten:

Die meisten Katastrophen, über die wir zu berichten haben, sind Dinge, die wir nicht Gott in die Schuhe schieben können, bis hin zu Naturkatastrophen. Also wenn wir die Wälder alle abholzen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass irgendwelche Schlammlawinen […] in ein Tal rollen und Hunderte von Menschen unter sich begraben.
Wenn […] wir uns nach den Maßstäben Gottes verhalten würden, […] gäbe es die Nachrichten, die ich oft zu melden habe, in dieser Dimension nicht.

Peter Hahne
Vergessen ist auch vergeben, in: Hanno Gerwin: Was Deutschlands Prominente glauben. Gütersloh 2005

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Peter Modler, Unternehmensberater, über das Gebet:

Beten bringt Träume zurück.[…] Im Beten kann man einen Atem spüren, der mehr Sauerstoff hat als der eigene.
Im Gebet lerne ich Offenheit für das, was mir entgegenkommt, und zumindest ein bisschen Neugier auf das, was wie eine Störung meiner Pläne aussieht – aber womöglich viel mehr ist.
Beten erhebt mich über den Wald meiner Probleme und rückt sie auf eine Ebene, auf die sie gehören. Gott ist größer als meine Mikrowelt.

Peter Modler
Für Wanderer und Krieger. Männergebete. Freiburg im Breisgau 2004

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Heribert Prantl, Leiter der innenpolitischen Redaktion der Süddeutschen Zeitung, unterstützt die Initiative der Kirchen zum Schutz des Sonntages:

Bei dem Vorhaben, den Sonntag zu retten, geht es nicht nur um Tradition; es geht nicht nur um Religion, nicht nur um den "Tag des Herrn". Es geht um einen zentralen Wert von Kultur und Gemeinschaft. Der Sonntag, der für die Kirchen ein Tag der religiösen Erhebung und für die Gewerkschaften eine soziale Einrichtung ist, dieser Sonntag ist auch ein Tag der Synchronisation der Gesellschaft. Ein Sonntag ist also etwas ganz anderes, als der freie Tag für einen Einzelnen. Es gilt, den Sonntag als den gemeinsamen Ruhe-, Erholungs- oder Erbauungstag der Gesellschaft zu sichern: Wenn aus dem Sonntag ein individuell gleitender Tag wird, ist jeder Tag Werktag. Dann verschwindet der Fixpunkt der Woche.

Heribert Prantl
http://www.ekd.de/sonntagsruhe

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