Manuskripte

SWR3 Worte

Mareike ist 15 Jahre alt und meint:

Ich glaube,
dass Gott uns in seiner Hand hält,
weil wir seine Kinder sind,
und Gott mit uns wächst,
wenn wir erwachsen werden.
Er hält uns wie mit eine Bungee-
jumping-Seil, das uns sicher hält
und trotzdem frei sein lässt.
Ich glaube, dass Jesus Christus
mit uns leidet, liebt und lacht.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
der Gott und Menschen verbindet,
der uns an Gott erinnert
und uns den Weg mit Gott zeigt
wie auf einer langen Straße
mit vielen Seitenstraßen.

aus: "Wo geht's hier zum Leben?", Was Gott mit deinem Alltag zu tun hat. Thomas Erne und Sabine Jocher, Thienemann Verlag, stuttgart, S. 125
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Der Automobil-Pionier Walter Chrysler soll seine täglichen Sorgen aufgeschrieben und in einer kleinen Schachtel auf seinem Schreibtisch abgelegt haben.
Wenn er diese Sorgenschachtel nach einigen Wochen wieder öffnete, konnte er die meisten seiner Sorgenzettel in den Papierkorb werfen: Sie hatte sich von selbst erledigt oder waren längst vergessen.
Diese handfeste Entsorgung kann natürlich nicht bei allen Problemen klappen, aber die Halbwertzeit der meisten Sorgen ist doch erfreulich gering.
Das wusste offenbar auch Jesus, als er sagte: "Macht euch keine Sorgen um den morgigen Tag, er wird schon für sich selbst sorgen. Es ist genug, wenn jeder Tag seine eigene Last hat."

Der Theologe Hinrich Westphal

Aus: Der andere Advent, 2007 zum 7. Dezember. Verlag Andere Zeiten

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Wer spirituell sagt, meint häufig: Nicht von dieser Welt.
In den fortschrittlichen Teilen der Wirtschaft wird inzwischen allerdings vermutet,
Spiritualität sei gut fürs Geschäft,
und so versuchen sich Jungmanager zwischen Meetings auch mal an einer Fünf-Minuten-Meditation oder lesen in der Lounge Hermann Hesse.
Nur steht dahinter leider ein fatales Missverständnis:
Spiritualität und die ihr zugesprochenen Attribute wie Einsicht, Gelassenheit oder die Kraft der Ruhe sind keine zu erlernenden Fähigkeiten,
die das Leben verändern und die Quartalsberichte polieren können – sondern:
die Folge einer sinnvollen Lebensführung.

Peter Lau: Die Erleuchtung ist überschätzt, Brandeins, Nov 2007 S. 180
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Dave Grohl, früher Schlagzeuger bei Nirvana, jetzt Sänger bei den Foo Fighters meint:

Die meisten Leute halten ihr Leben halt für selbstverständlich.
Man übersieht und vergisst vieles. Deshalb sollte man öfter bewusst eine Pause einlegen,
sich fragen, was gerade passiert und eine Art Inventur vornehmen.
Dann wird man mit etwas Glück feststellen, dass man etwas zu essen hat,
einen Schlafplatz und vielleicht sogar einen Partner. Man sollte dafür dankbar sein.

Galore, Volume, 33, November 2007 S. 96
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Ihr sagt heute oder morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Dort werden wir ein Jahr lang Geschäfte machen und viel Geld verdienen."
"Woher wisst ihr denn, was morgen sein wird? Was ist euer Leben? Es gleicht einem Dampfwölkchen, das aufsteigt und sich sogleich wieder auflöst. Sagt lieber: "Wenn der Herr es will, werden wir noch leben und dieses und jenes tun."

Aus dem Brief des Jakobus im Neuen Testament der Bibel

Gute Nachricht, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
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35 Wer kann uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Entbehrung oder Gefahr oder Schwert?
In all dem überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.
38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Der Apostel Paulus in einem Brief an die Gemeinde von Rom

Aus: Röm 8, Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
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Selig die Menschen,
Die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die Ernsten gelassen zu betrachten; sie werden im Leben weit kommen.

Selig die Menschen, die über sich selbst lachen können;
Sie werden viel zu lachen haben.

Selig die Menschen, die einen Maulwurfshügel von einem Berg unterscheiden können;
Sie werden sich viel Ärger ersparen.

Selig die Menschen, die sich ausruhen und schlafen können, ohne Entschuldigung zu suchen;
Sie werden Weitblick bewahren.

Selig die Menschen, die schweigen und zuhören können,
Sie werden viel Neues lernen.

Selig die Menschen, die schweigen und lächeln können,
Wenn man ihnen das Wort abschneidet und auf die Zehen tritt,
Sie sind dem Geist des Evangeliums sehr nahe.

Aus Frankreich
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