Manuskripte

SWR3 Worte

Die Schauspielerin Penélope Cruz sagt:
„Ich kenne den Tod.
Im letzten Jahr wäre ich beinahe mit dem Flugzeug abgestürzt.
Aber in diesem Moment dachte ich weniger an mich selbst,
sondern an meine Angehörigen und Freunde.
Ich fragte mich, wie sie damit umgehen würden
und ob ich ihnen gegenüber immer ehrlich war.
Für mich selbst dagegen hatte ich keine Angst.
Ich sehe im Tod nur eine andere Stufe unseres Daseins.“

Penélope Cruz im Gespräch mit Rüdiger Sturm
Schöne Pendlerin; in: Treffpunkt Kino 8/2006, S. 27
Verlag und Erscheinungsjahr: Entertainment Media Verlag, Dornach 2006
Herausgeber: Ulrich Scheele

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Die Sorge oder Angst,
nach dem Tod könnte alles aus sein,
ist so ähnlich wie die Annahme,
dass ein Schlafender annähme,
es gäbe bloß Träume.

Arthur Schopenhauer, Gelassenheit, um 1820
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Ich werde also eines Tages sterben!
Wie? Ich werde sterben?
Ich, der spricht? Ich, der sich jetzt selber fühlt?
Ich kann sterben?
Es bereitet mir einige Mühe, das zu glauben.
Denn normaler ist es, dass andere sterben.
man sieht und hört es alle Tage,
und man gewöhnt sich daran.
Aber selber sterben? Persönlich sterben?
Das ist ein ziemlich starkes Stück.

Xavier de Maistre
Reise um mein Zimmer, 1795


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Tara Connor wurde letztes Jahr als „Miss USA“
zur schönsten Frau Amerikas gewählt;
auf die Frage nach ihrer Drogen- und Alkoholkrankheit sagt sie:
„Je mehr ich zugebe,
desto besser fühle ich mich.“
Ja, das klingt komisch, aber das ist wirklich so:
„Je mehr ich zugebe,
desto besser fühle ich mich.“

Tara Connor
Zitiert nach einem NBC-Interview im März 2007
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2572
Wichtig für die Wirklichkeit sind drei Dinge:
erstens die göttliche Weisheit,
zweitens der menschliche Wahnsinn
und drittens der Humor.
Weil wir die Weisheit und den Wahnsinn nicht verstehen können,
müssen wir uns auf den Humor konzentrieren.

eine altindische Weisheit
Aus dem altindischen Epos Ramayana

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Hinter Fröhlichkeit und Lachen
kann ein grober und gemeiner Charakter stehen.
Aber hinter dem Leid steht immer nur das Leid.
Der Schmerz trägt keine Maske, anders als die Freude.
Es gibt sogar Zeiten, da mir das Leid die einzige Wahrheit zu sein scheint.
Vielleicht ist das Leiden sogar das Geheimnis des Lebens.
Denn es steht hinter allem.

Oscar Wilde
De profundis, Brief aus dem Gefängnis, 1897

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In Süd-Tirol gibt es eine
christlich-islamisch-jüdisch-buddhistische Lebensgemeinschaft
mit folgenden Grundsätzen:

„Das ist der Rat für jene,
die Gutes tun und den Weg des Friedens gehen:
Niemand soll Böses wünschen und den anderen mit Hass betrachten.
Niemand soll andere ausnützen oder unterdrücken.
Niemand soll die anderen betrügen oder verachten.
Sondern nimm teil an der Freude und an den Leiden der anderen,
als ob sie deine eigenen Freuden und Leiden wären.
Pflege die Leidenschaft für das Gute und Wahre.
Versuche immer, ein reines Herz zu haben
und sei gerecht vor Gott und den Menschen.
Denn das Leben entspringt aus der Wahrheit
und mündet in die Wahrheit.“

Gelesen auf einer Informationstafel in Meran
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