Manuskripte

SWR3 Worte

Heute ist
die Haut der Erde
zart
das Messer schläft
das Feuer schläft

Am Scheitel der Mutter
der Friedensengel
bewacht das Haus

Weißbrot und Wein
Gast
unser König

Wir singen den siebenten Tag
wir rühmen die Ruh

Rose Ausländer

Ausländer,
Wieder ein Tag aus Glut und Wind,
Gedichte 1980 – 1982

https://www.kirche-im-swr.de/?m=2392
Wir leben in einem neuen Zeitalter.
Man könnte es als Zeitalter der Harmonie der Religionen bezeichnen.
Die Welt schrumpft zu einem globalen Dorf zusammen,
in dem fast jeder jeden kennt...
Religionen die Jahrhunderte lang als ferne
oder fremde Wirklichkeiten
und deswegen als unbedeutend empfunden worden waren,
rücken näher zusammen.
Bis in die innerfamiliären Beziehungen hinein
prägt die Vielfalt der Religionen die Menschen.
Der religiöse Mensch der Zukunft
wird ein interreligiöser Mensch sein...
er wird tief im eigenen Glauben verwurzelt
seine Zweige zu den anderen ausbreiten,
um von ihnen bereichert zu werden.

Sebastian Painadath,
Jesuit aus Indien


Lebendig und kräftig und schärfer.
Perspektiven für Mensch, Gemeinschaft und Welt,
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, S. 117
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2391
„Die Vielfalt der Relgionen ist keine Katastrophe
sondern eine Verheißung;
kein Unglück, sondern eine Gnade,
keine Verirrung des menschlichen Geistes,
sondern ein Reichtum der Gott-Mensch-Beziehung....
Ich bin in einem Land aufgewachsen,
das seit vielen Generationen von der lebendigen Vielfalt
der Kulturen, Sprachen und Religionen gekennzeichnet ist.
Ich habe immer die Vielfalt als Schönheit empfunden
und die Begegnung der Religionen als Lebensqualität erfahren...

Sebastian Painadath ist Jesuit
Direktor des Centre for Indian Spirituality


Lebendig und kräftig und schärfer.
Perspektiven für Mensch, Gemeinschaft und Welt,
Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, S. 116
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2390
Er sagt: Liebling weißt du noch,
wie wir vor vier Jahren in Tunesien waren.
Sie: Schatz du irrst, es war vor fünf Jahren.
Er: Vor vier Jahren, So steht es in meinem Kalender.
Sie: Man sieht dass du alt wirst, du verwechselst alles...

Nicht Recht haben müssen,
das ist das Zeichen einer großen Freiheit...
Der Mensch ist mehr als sein Augenblick.
Er ist auch sein Gestern,
als seine Liebe noch groß war.
Er ist auch die Hoffnung auf sein Morgen,
wo sie wieder wachsen wird...
Man kommt weit miteinander, wenn man weiß,
dass man nicht ans Ziel kommen muss.
Man hat viel voneinander, wenn man weiß,
dass man nicht alles voneinander voneinander haben muss.

Fulbert Steffensky

Löse die Fesseln der Ungerechtigkeit.
Predigten. Sölle/Steffensky
Stuttgart 2004

https://www.kirche-im-swr.de/?m=2389
Der den ich liebe
Hat mir gesagt
Dass er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Dass er mich erschlagen könnte.

Bertolt Brecht


Werke.
Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe,
Band 14, Gedichte 4,
Frankfurt am Main 1993
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2388
Ich bin
vergnügt
erlöst befreit
Gott nahm in seine Hände
Meine Zeit
Mein fühlen Denken
Hören Sagen
Mein Triumphieren und Verzagen
Das Elend
Und die Zärtlichkeit
Was macht dass ich so fröhlich bin
In meinem kleinen Reich
Ich sing und tanze her und hin
Vom Kindbett bis zur Leich
Was macht dass ich so furchtlos bin
An vielen dunklen Tagen
Es kommt ein Geist in meinen Sinn
Will mich durchs Leben tragen
Was macht dass ich so unbeschwert
Und mich kein Trübsal hält
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
Wohl über alle Welt

Hanns Dieter Hüsch


Ich stehe unter Gottes Schutz.
Psalmen für Alletage,
Düsseldorf 1990 S. 140
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2387
Heiteres Licht von herrlichen Glanze
deines unsterblichen, heiligen
sel’gen himmlischen Vaters: Jesus Christus.
Dich verherrlichen alle Geschöpfe,
Siehe wir kommen beim Aufgehn’ der Sonne,
grüßen das freundliche Licht des Morgens,
singen in Hymnen Gott, dem Vater,
singen dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Würdig bist du dass wir dich feiern
zu allen Zeiten mit heiligen Liedern,
Christus, Sohn Gottes, Bringer des Lebens:
Dich lobpreise die ganze Erde.

Hymnus aus den frühen Tagen der Christenheit

Evangelisches Tagzeitenbuch, Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach
https://www.kirche-im-swr.de/?m=2462
Heiteres Licht von herrlichen Glanze
deines unsterblichen, heiligen
sel’gen himmlischen Vaters: Jesus Christus.
Dich verherrlichen alle Geschöpfe,
Siehe wir kommen beim Aufgehn’ der Sonne,
grüßen das freundliche Licht des Morgens,
singen in Hymnen Gott, dem Vater,
singen dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Würdig bist du dass wir dich feiern
zu allen Zeiten mit heiligen Liedern,
Christus, Sohn Gottes, Bringer des Lebens:
Dich lobpreise die ganze Erde.


Evangelisches Tagzeitenbuch,
Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach

https://www.kirche-im-swr.de/?m=2386