Manuskripte

SWR3 Worte

Der Physik- Nobelpreisträger Theodor Hänsch meint:

Man muss natürlich nicht alles wissen, um erfolgreich Wissenschaft zu betreiben. Man muss nur etwas wissen, was sonst niemand weiß.

Und es ist wichtig zu träumen: also nicht ein Ziel zu fixieren und mit Gewalt darauf losgehen, sondern der Neugier zu folgen und zu versuchen, Dinge zu verstehen, von denn man noch gar nicht weiß, wozu sie am Ende gut sind.

Theodor Hänsch, Die Zeit, Nr. 52 vom 21. 12. 05
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„Vielleicht bildet man sich aber auch nur ein, man sei der große Macher seines Lebens.

Aber dann ist man in Ruanda und sieht, wie Familien ausgelöscht werden, wie Menschen flüchten und wie sie versuchen, ihr Leben später neu zu organisieren – wenn sie Glück gehabt haben. 800.000 Menschen hatten es nicht.

Natürlich kann man sich einbilden, dass man der große Steuermann ist. Aber ehrlich gesagt: Ich glaube, der sitzt woanders.“

Der Schauspieler Dominique Horwitz
Auf der Straße werden wir das Glück nicht finden , Galore, Volume 28. S. 60

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Ganz viele Eltern regen ihre Kinder nicht dazu an, über die Welt, ihre Rolle darin oder über Gerechtigkeit … nachzudenken, sondern treiben sie eher zum Gegenteil. Gerade durchlaufen, zur Bundeswehr gehen, Karriere machen. Hast du die ersten zwölf Jahre deines Lebens mit stumpfen Leuten zu tun, sind deine Chancen gering- obwohl in meinem Freundeskreis auch schon grandiose Pflanzen aus einem Zementhaufen gewachsen sind.

Rocko Schamoni, Musiker, Schriftsteller und Ex-Punker
Ich habe Angst vor dem Dorf, Galore 27, S. 86

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Wie kann man sich nach dem Verlust des Partners wieder verlieben?

Herbert Grönemeyer:

Es ist zum Glück so: wenn man sich verliebt, dann verliebt man sich. Ganz einfach und egal, was vorher geschehen ist. Wunderbarerweise ist das Leben so gestrickt, dass das mit der Liebe plötzlich einfach passiert. Das hat sich der liebe Gott gut ausgedacht. Was solltest du sonst auch einem Teenager erzählen, der denkt, nach der ersten großen Trennung bräche die Welt zusammen? Die Chance einer neuen Liebe kommt immer wieder.

Herbert Grönemeyer, Ich ordne Dinge gerne ein, Galore 27, S. 32
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Im vorigen Jahrhundert tagte irgendwo in Amerika ein Parlament. Da trat eine Sonnenfinsternis ein. Eine Panik drohte auszubrechen, weil man den Weltuntergang befürchtete. Daraufhin sagte ein Abgeordneter: „Meine Herren, es gibt jetzt nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Herr kommt – dann soll er uns bei der Arbeit finden. Oder er kommt nicht – dann besteht kein Grund, unsere Arbeit zu unterbrechen.

Haltbar, Jugendgottesdienst Material 2004, S. 136
Evang. Landesjugendpfarramt, Stuttgart

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Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, dann wachen die Wächter vergeblich.
Ihr steht frohmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst! Denn Gott gibt denen, die ihn lieben, alles Nötige im Schlaf.

Die Bibel, Ps 127; Hoffnung für alle, Brunnenverlag
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