Manuskripte

SWR3 Worte

In jenen Tagen aber erließ Kaiser Augustus den Befehl
Dass sich der ganze Erdkreis registrieren lassen sollte.
Diese Eintragung war die erste und sie geschah, als Quirinius Statthalter in Syrien war.
Alle machten sich in ihre Heimatstadt auf,
um sich eintragen zu lassen.
Auch Josef ging von Nazaret in Galiläa
hinauf nach Bethlehem in Judäa,
in die Stadt Davids,
weil er aus dem Haus und dem Geschlecht Davids war,
um sich mit Maria, seiner Verlobten,
eintragen zu lassen.
Sie war schwanger,
und als sie dort waren,
erfüllte sich die Zeit ihrer ersten Schwangerschaft,
so dass sie gebären sollte..

aus Lukas 2
Die Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh, München 2006https://www.kirche-im-swr.de/?m=371
Die Geburt des Messias Jesus geschah so:
Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt.
Ehe sie zusammenlebten,
zeigte sich
dass sie von der heiligen Geistkraft schwanger war.
Josef, ihr Mann, war ein gerechter Mensch.
Er wollte nicht, dass sie einem öffentlichen Verfahren
unterzogen wurde.
Deshalb nahm er sich vor
Sich stillschweigend von ihr zu trennen.
Als er dies bei sich erwog,
da erschien ihm ein Engel Gottes im Traum und sprach:
Josef, Nachkomme Davids, scheue dich nicht,
deine Frau Maria zu dir zu nehmen.
Das kind mit dem sie schwanger ist,
kommt von der heiligen Geistkraft.
Sie wird einen Sohn gebären,
und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
Denn er wird sein Volk von seinen Übertretungen
der Gebote Gottes retten...
Da stand Josef aus seinem Schlaf auf
und tat, was ihm der Engel Gottes aufgetragen hatte.
Er nahm seine Frau zu sich.
Und er schlief nicht mit ihr
Bis sie ein Kind geboren hatte.
Und er gab ihm den Namen Jesus.

aus Matthäus 1
Die Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh, München 2006https://www.kirche-im-swr.de/?m=370
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von
Gott in einen Ort gesandt, der Nazareth hieß, zu einer jungen Frau.
Diese war verlobt mit einem Mann namens Josef,
aus dem Hause Davids.
Der Name der jungen Frau war Maria.
Als er zu ihr hineinkam, sagte er:
„Freue dich! Du bist mit Gnade beschenkt,
denn die Lebendige ist mit dir!“
Sie aber erschrak bei diesem Wort,
und sie fragte sich,
was es mit diesem Gruß auf sich habe.
Der Engel sprach zu ihr Folgendes:
„Fürchte dich nicht, Maria,
du hast Gnade gefunden bei Gott.
Und siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn gebären
und du wirst ihm den Namen Jesus geben.
Dieser wird groß sein und Kind des Höchsten genannt werden...
und er wird König sein über das Haus Jakobs in alle Ewigkeiten
und seine Herrschaft wird kein Ende nehmen.
Maria aber sagte zum Engel
„Wie soll dies geschehen, da ich von keinem Manne weiß?“
Der Engel antwortete:
Die heilige Geistkraft wird auf dich herabkommen
und die Kraft des Höchsten wird dich in ihren Schatten hüllen.

aus Lukas 1
Die Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh, München 2006https://www.kirche-im-swr.de/?m=369
Ein Engel hat immer für dich Zeit
das ist der Engel der Langsamkeit.
Der Hüter der Hühner, Beschützer der Schnecken,
hilft beim Verstehen und beim Entdecken,
schenkt die Geduld, die Achtsamkeit,
das Warten können, das Lang und Breit.
Er sitzt in den Ästen von uralten Bäumen,
lehrt uns den Wolken nachzuträumen,
erzählt vom Anbeginn der Zeit,
von Sommer, von Winter, von Ewigkeit.
Und sind wir müde und atemlos,
nimmt er unsern Kopf in seinen Schoß.
Er wiegt uns, er redet von Muscheln und Sand,
von Meeren, von Möwen und vom Land.
Ein Engel hat immer für dich Zeit
das ist der Engel der Langsamkeit.
Der Hüter der Hühner, Beschützer der Schnecken,
hilft beim Verstehen und beim Entdecken,
schenkt die Geduld, die Achtsamkeit,
das Warten können, das Lang und Breit.

Jutta Richter
Der andere Adventskalender 16.12., Verlag andere zeiten e.V., Hamburg 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=368
Liebe Schwestern,
vergesst nicht,
neben…,
dem Arbeiten und Kämpfen,
…das Billardspielen zu lernen.
Oder greift zur Gitarre, Laute, Flöte,
lernt das Kochen neu,
nicht als Pflicht sondern als schmatzigen, schmausigen Spaß.
Denkt euch Witze aus,
lernt erneut den Himmel sehen,
das Jauchzen beim Tanzen,
das laute Rufen,
das Miteinander;
übt euch im Lieben.
Nur so werden wir,
altersschwer und grau dann,
sagen können:
Ich bin lebenssatt.

Anna Thüne
Der andere Adventskalender 16.12., Verlag andere zeiten e.V., Hamburg 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=367
Es gibt einen „Weltatlas der Lichtverschmutzung“,
italienische und amerikanische Forscher
haben ihn veröffentlicht.
Das Ergebnis: Die meisten Menschen in Westeuropa
sehen keinen klaren Sternenhimmel,
Kunstlicht verhindert den freien Blick.
Weltweit erkennt jeder fünfte Mensch die Milchstraße nicht.
Auf tiefschwarze Umnachtung müssen sich die Augen vieler Menschen
gar nicht einstellen,
es gibt sie nicht mehr.
Aber das Licht braucht die Dunkelheit,
für wen soll es sonst leuchten.
Wenn mir in der Weihnachtszeit die Stadt zu viel wird –
dann verlasse ich sie einfach.
Fahre ins Umland.
Suche Stille.
Und Dunkelheit.
Genieße es in den Himmel zu gucken und Sterne zu sehen.
Bis ich weiß:
Wir können ihn noch erkennen, den Stern von Bethlehem.

Iris Schlemmer
Der andere Adventskalender 8.12., Verlag andere zeiten e.V., Hamburg 2006https://www.kirche-im-swr.de/?m=366
Der Lobgesang der Maria
in der Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache


aus Lukas 1

Meine Seele lobt die Lebendige,
und mein Geist jubelt über Gott, die mich gerettet hat.
Sie hat auf die Erniedrigung ihrer Sklavin geschaut.
Seht, von nun an werden mich alle Generationen glücklich preisen,
denn großes hat die göttliche Macht an mir getan,
und heilig ist ihr Name.
Ihr Erbarmen schenkt sie von Generation zu Generation
denen, die Ehrfurcht vor ihr haben.
Sie hat Gewaltiges bewirkt.
mit ihrem Arm hat sie die auseinander getrieben,
die ihr Herz darauf gerichtet haben,
sich über andere zu erheben.
Sie hat Mächtige von den Thronen gestürzt
und Erniedrigte erhöht,
Hungernde hat sie mit Gutem gefüllt
und Reiche leer weggeschickt.
Sie hat sich Israels ihres Kindes angenommen
und sich an ihre Barmherzigkeit erinnert,
wie sie es unseren Vorfahren zugesagt hatte...

Die Bibel in gerechter Sprache Gütersloh, München 2006https://www.kirche-im-swr.de/?m=365