Manuskripte

SWR3 Worte

Als ich vor 7 Jahren obdachlos wurde, sagte mir meine Arbeitsvermittlerin: Keine Angst, wir kriegen Sie schon in Arbeit!
Doch außer Gelegenheitsjobs passierte gar nichts…
Und so ist es noch heute… spätestens, wenn rauskommt, dass ich ofW bin, also ohne festen Wohnsitz, ist Schluss. An einem Tag habe ich mal sieben Absagen bekommen, das ist mein Rekord…
Ich versuche jetzt, das Beste aus meiner Lage zu machen… Ich übernachte mit drei, vier anderen Männern oft am Hauptbahnhof, da komm t zwar immer wieder die Polizei, aber es geht schon irgendwie. Ich bleibe optimistisch, auch wenn ich mich natürlich daran erinnere, was schon alles schief gelaufen ist in meinem Leben.

Wolfgang K. 51 Jahre, obdachlos
Arme habt ihr allezeit- vom Leben obdachloser Menschen in einem wohlhabenden Land, hrsg. Von der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V., Andreas Pitz, edition chrismon 2006 https://www.kirche-im-swr.de/?m=49
Ich habe 1991 zum ersten mal auf der Straße übernachtet, in Ulm.
Ich hatte meinen Job im Altersheim verloren, und weil ich dort auch gewohnt hatte, stand ich auf der Straße. Ich hatte nichts dabei. Ein Berber hat mir dann mit einem Schlafsack ausgeholfen. Das war nett, weil er sich deswegen mit einem anderen den Schlafsack teilen musste.
Elke, 37 Jahre alt, obdachlos
Arme habt ihr allezeit- vom Leben obdachloser Menschen in einem wohlhabenden Land, hrsg. Von der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V., Andreas Pitz, edition chrismon 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=47
Der Dichter Rainer Maria Rilke in einem Brief an einen jungen Dichter:
Ich möchte Sie bitten….Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen. Und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sein nicht leben könnten… Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken… in die Antwort hinein. Nehmen Sie das, was kommt, in großem Vertrauen in …und hassen Sie nichts.
Rainer Maria Rilke, Hiersein ist herrlich, Insel Verlag 2001
https://www.kirche-im-swr.de/?m=45
Unser Wertegefüge wird von islamistischen Ideologen systematisch herausgefordert.
Wir sollten dem weder aggressiv noch kriecherisch begegnen, sondern mit ernstem Stolz und dem Selbstbewusstsein einer reifen Kultur, die nach so vielen inneren Tragödien um den Wert der Freiheit weiß. Dem Dialog der Kulturen muss eine Mobilisierung der eigenen Kultur vorausgehen.
Wolfram Weimer, Chefredakteur der Zeitschrift „Cicero“ Credo, DVA München 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44
In dem Buch „Wie Frauen ticken“ antworten Frauen auf typische Männerfragen, wie zum Beispiel die:
Wonach sucht sie ihren Partner aus?
Zunächst muss er gepflegt aussehen und auf sein Äußeres achten… Schön muss ein Mann aber nicht sein. Wichtiger ist seine Ausstrahlung. Er soll Charisma haben und selbstbewusst wirken…
Wer eine Frau zum Lachen bringen kann, ist schon in der engeren Wahl. Der Mann mit Ecken und Kanten ist bei Frauen viel begehrter als der feminine Alles- Versteher. Sie will sich an ihm reiben können. Und, jawohl, sie möchte auch etwas zum Um- Erziehen haben. Deshalb kann man Männern nur dringend raten: Behaltet eure Identität. Geht zum Fußball, trefft eure Kumpels. Zum Frauenversteher wird man nicht, indem man seine männliche Identität aufgibt. Sondern- indem man die unverwechselbare Identität der Frau akzeptiert und sie ihr lässt. Tja, und wenn er dann noch ein wenig Anerkennung für ihre Leistung im Alltag zeigt und ihr das Leben hin und wieder ein bisschen erleichtert- dann hat er fast schon gewonnen.
Wie Frauen ticken, , Hauke Brost und Marie Theres Kroetz- -relin, Schwarzkopf und Schwarzkopf 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43
In dem Buch „Wie Frauen ticken“ antworten Frauen auf typische Männerfragen, wie zum Beispiel die:
Wie müsste ein optimaler Partner sein, bei dem sie ein Leben lang Liebe empfindet?
Erstens kann sie ganz viel mit ihm reden, zweitens kann sie ganz viel mit ihm reden und drittens…auch. Aber sonst?
Er sagt ihr möglichst oft, wie wunderbar er sie findet.
Er stärkt ihr bei jeder Gelegenheit ihr Selbstbewusstsein.
Erfreut sich, wenn sie sich weiterentwickelt und würde sie niemals bremsen. Was sie alles schafft den lieben langen Tag, empfindet er nicht als selbstverständlich.
Er gibt ihr auch nach vielen Jahren noch das Gefühl eine echte Prinzessin zu sein. Er überrascht sie oft mit kleinen Liebesbeweisen- nur nicht am Muttertag.
Wie Frauen ticken, Hauke Brost und Marie Theres Kroetz-Relin, Schwarzkopf und Schwarzkopf 2006 https://www.kirche-im-swr.de/?m=42
Glücklich sind die Frau, der Mann,
die nicht nach den Machenschaften der Mächtigen gehen,
nicht auf dem Weg der Gottlosen stehen
noch zwischen Gewissenlosen sitzen,
sondern ihre Lust haben an der Weisung Gottes,
diese Weisung murmeln Tag und Nacht.
Wie Bäume werden sie sein- gepflanzt an Wasserläufen,
die ihre Frucht bringen zu ihrer Zeit und ihr Laub welkt nicht.
Was immer sie anfangen führt zum Ziel.
Nicht so die Machtgierigen:
Wie Spreu sind sie, die ein Wind verweht.
Darum bestehen Machtgierige nicht im Gericht,
Gottlose nicht in der Gemeinde der Gerechten.
Ja, auf den Weg der Gerechten gibt Gott Acht,
der Weg der Machtgierigen aber verliert sich.

Altes Testament, Psalm 1
Die Bibel in gerechter Sprache, Hrsg. Von Ulrike Bail et al. Gütersloh 2006
https://www.kirche-im-swr.de/?m=41