Manuskripte

SWR3 Worte

Heute wird Barack Obama auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin sprechen. Warum gerade er? Der Journalist und Redakteur Andreas Öhler sagt dazu:

„Obama suchte in der Bibel um Rat, als er regierte. In der schwarzen Kirche entdeckte er eine Hoffnungsquelle für den Kampf für sozialen Wandel, Freiheit und Menschenrechte. Den Rassismus bezeichnet er noch heute als "Erbsünde der Nation". […]

Der Kirchentag findet in einem Land statt, in dem Hass gegen Fremde wieder vermehrt vorkommt. Die Kirchen kämpfen gemeinsam dagegen an. Da tut es gut, einen Mitstreiter an seiner Seite zu haben.“

Andreas Öhler, Wird der übers Wasser gehen?
http://www.zeit.de/2017/17/barack-obama-evangelischer-kirchentag-berlin

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24257

Heute beginnt in Berlin der Evangelischen Kirchentag. 500 Jahre Reformation, das ist ein Thema, das dort auch diskutiert wird. Die 26jährige Studentin Chris Patricia Hänsel sagt:

„Reformation war für mich lange nur etwas, womit mich meine Geschichtslehrerin […] fast ein halbes Schuljahr lang beschäftigt hat. Geschichtsdaten hätte ich im Schlaf abrufen können, aber ein Verständnis für die beeindruckenden Veränderungen?

Heute bin ich von der Reformation fasziniert, weil sie viel verändert hat:

Die Grundgedanken der Reformation […] sind noch heute wichtige Grundpfeiler eines demokratischen Zusammenlebens. Das sogenannte ‚Priestertum aller Gläubigen‘ [zum Beispiel, also der Gedanke, dass jeder Gläubige ein Priester ist, und damit auf einer Ebene mit allen Pfarrern, Priestern und sogar dem Papst steht], dieser Gedanke prägte Kirche von unten […] und brachte eine grundlegende Veränderung des Menschenbildes.“

Chris Patricia Hänsel, Reformation für junge Menschen. Junge Menschen für Reformation.
https://r2017.org/fileadmin/downloads/r2017_magazin_zweite_auflage.pdf

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24256

Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, also ab in die Tonne? Nicht bei uns - sagen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die sich auf dem morgen beginnenden evangelischen Kirchentag in Berlin engagieren. Sonja Rahtkens, die Bundesratsvorsitzende vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, erzählt:

„In Deutschland werden jährlich ca. 11 Millionen Tonnen an genießbaren Lebensmittel weggeworfen. Um ein Zeichen gegen diese Verschwendung zu setzen, […] werden wir in Berlin Lebensmittel vor der Tonne retten. Wir werden daraus verschiedene Gerichte kreieren und so erfahrbar machen, wie gut Lebensmittelrettung schmecken kann. […]

Wir freuen uns, wenn ihr uns auf dem Kirchentag besuchen werdet und vielleicht schon heute Abend zögert, den gerade erst abgelaufenen Joghurt zu entsorgen.“

Sonja Rahtkens, Verschwenden beenden – auch auf dem Kirchentag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24255

Reden hilft! Das weiß die 18-jährige Paula. Sie engagiert sich bei der bundesweiten „Nummer gegen Kummer“ 116 111. Dort hat sie ein offenes Ohr für Kinder und andere Jugendliche, die jemanden zum Reden brauchen. Paula erzählt:

„Manchmal ist da keiner, bei dem man sich ausweinen kann. Mit der besten Freundin hat man sich gestritten, die Eltern sind irgendwie nicht die Richtigen zum Reden. Dann ist ein Anruf bei uns ein ganz guter Weg. […]

Denn es gelingt oft, im persönlichen Gespräch den Kummer zu fassen zu kriegen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Und manchmal sagen dann die Anrufer am Ende des Gesprächs: Ich hatte mich da in ein Problem verrannt und den einfachsten Weg heraus nicht mehr gesehen. Danke fürs Da-Sein.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24254

Der Schauspieler Ulrich Tukur, bekannt aus dem Wiesbadener Tatort, hat sich mit der Person Jesus von Nazareth beschäftigt und meint:  

„Jesus ist für mich eine absolute Lichtgestalt. Denn in einer Zeit, die wirklich durchdrungen war von Kriegen […] und Morden, einen Pazifismus zu predigen und zu sagen: „Wenn du mich schlägst, dann halte ich dir auch noch die andere Backe hin“, – das finde ich unglaublich.

Er verstand, wie das Leben wirklich funktioniert: […] Man darf keinen Menschen in seinem Leben beschädigen. Man läuft nur gut und glücklich und richtig durchs Leben, wenn man tolerant ist, wenn man das Leben respektiert.“

Ulrich Tukur, Wie sehen Sie die Person Jesus Christus?
ttp://www.gerwintrifft.de/de/interview.php?id=38

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24253

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