Manuskripte

SWR3 Worte

14JUL2020
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Matome Sadiki, in Südafrika geboren, schwäbischer Pfarrer und schwarz, war auf den Black Lives matter Demos. Er sagt auch warum:

Ich bin Vater von zwei kleinen Mädels und ich stand mitten in der Black Lives Matter Demo in Stuttgart. Ich habe Parolen wie: NO JUSTICE NO PEACE geschrien. […] Ich habe mitgeschrien für meine Kinder. Ich will, dass meine Kinder in einer Welt leben, in der sie ihre Existenz in dieser Gesellschaft nicht rechtfertigen müssen. In einer Welt, in der sie einfach dazu gehören und ihr Menschsein nicht in Frage gestellt wird. Ich habe geschrien für Gerechtigkeit, weil ich in Deutschland selber schon dreimal mit dem N-Wort gerufen wurde und die Haare meiner Kinder von Wildfremden begrapscht werden. Stell dir vor, was das mit deinem eigenen Menschenbild macht. Dein Menschsein wird dir immer wieder abgesprochen, ohne vorherige Provokation dein Dasein in Frage gestellt.

https://www.evangelisch.de/blogs/spiritus/171926/29-06-2020?fbclid=IwAR2shfXgmTGukBlKeRNtW-wDuf3QFPUbKEB0o53Z4lwKqDZw5SvXaAD2CSQ

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31287
13JUL2020
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Was braucht man, um sich im Beruf weiterentwickeln zu können? Der Synchronsprecher Christian Brückner arbeitet viel mit seiner Ehefrau und weiß dieses Modell „altes Ehepaar“ sehr zu schätzen. Er meint:

„Es ist konfliktreich. Vielleicht bringt es dadurch [aber] auch andere Ergebnisse als die Arbeit mit anderen Regisseuren. Da höre ich dann häufig: „Wunderbar, liebe Brückner! Das war ja wieder großartig. „Klar das freut einen ja auch.[…] Aber doch ist es nicht das, was dich weiterbringt. In der Ehrlichkeit oder sagen wir Unverblümtheit, die zwischen einem alten Ehepaar herrscht, hast du mehr von der Zusammenarbeit – auch wenn zwischendurch jeder für sich durch die Decke geht.

Galore Interviews Nr 37, 11/2019

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31286
12JUL2020
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Der Prediger Martin Becker hat das Vaterunser für unsere Zeit umgeschrieben:

[Vaterunser]

Langsam in den Himmeln
Geheiligt werde deine Geduld
Dein sanftes Schweben komme zu uns
Dein abwartender Wille geschehe
Wie im Himmel
So auf Erden
Unsere Tägliche Gelassenheit gib uns heute
Und vergib uns unsere Unruhe
Wie auch wir vergeben unseren Treibern
Und führe uns nicht in die Geschwindigkeit
Sondern erlöse uns von dem Lärm
Denn dein ist das Schweigen
Und der lange Atem
Und das Aufbrechen
In Ewigkeit

AMEN

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31285