Manuskripte

SWR3 Worte

Seit alters her lädt der Wonnemonat Mai dazu ein, die Natur und die Schöpfung zu genießen. Die Lyrikerin Rose Ausländer empfindet es so:

„Mit Maiglöckchen läutet das junge Jahr seinen Duft.
[…] Bäume erfinden wieder ihr Laub […]

Wolken umarmen die Erde mit silbernem Wasser,
da wächst alles besser.

Schön ists im Heu zu träumen
Dem Glück der Vögel zu lauschen.

Es ist an der Zeit sich zu freuen
An atmenden Farben
zu trauen dem blühenden Wunder

Ja, es ist Zeit sich zu öffnen,
allen ein Freund zu sein,
das Leben zu rühmen.“

Rose Ausländer, Mai II. In: Frühlingsgedichte, ausgewählt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell.

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Pfingsten feiern die Christen den Heiligen Geist. Die Schriftstellerin Christina Brudereck vergleicht seine Wirkmacht mit Pippi Langstrumpf und erzählt:

„Ich persönlich stelle mir die Heilige Geistkraft am liebsten vor als eine Pippi Langstrumpf. Wenn ich verzagt bin, allzu angepasst oder mich klein fühle, schickt sie diesen „Annika-Seiten“ in mir Besuch von nebenan vorbei.
Sie ist die Nachbarin aus der Villa Kunterbunt, die mich in eine andere Welt lockt. Sie ist die Stimme, die mich ermutigt, meine Stimme zu nutzen. Die mich auffordert, beherzt zu sein. Die mich mitreißt, die Welt zu verändern, zu beschenken und neu zu sehen. […] Sie ist die Kraft, die ich nie beweisen könnte, die mich aber trägt. Und sie singt: Das Leben ist zum Glück- und Seligsein. Brüderlein, Schwesterlein, komm, tanz mit mir.[…] Unter meinen roten Zöpfen hab ich einen Heiligenschein. Komm, ich küss Dein Herz gesund.“

Christina Brudereck,  Hoffnung für müde Herzen. In: Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26509

Paulus Terwitte, Vorsteher des Frankfurter Kapuzinerklosters, liebt das Pfingstfest. Er erzählt:

„Weihnachten denken wir an das Jesuskind, Ostern an den auferstandenen Jesus. Aber Pfingsten?
Kein Bild von Gott. Wie sympathisch. Denn Pfingsten bewegt: ein mitfühlender Geist; Kraft, die im Innersten wirkt. […] Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen […] und entzünde […] das Feuer Deiner Liebe – so beten Christen seit Jahrtausenden.

Dieser Ruf ist bitternötig. Denn das innere Feuer […] erlischt leicht. Es droht zu ersticken in den Strukturen des Alltags, in den Regeln und Abmachungen, die wir Menschen wohl brauchen. […]
Pfingsten bringt eine Kraft, die den inneren Antrieb steuert und zur Tat antreibt. Deshalb liebe ich dieses Fest.“

Paul Terwitte, Vom Geist Gottes beatmet. In: Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26508

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