Manuskripte

SWR3 Worte

Ein Text des Theologen und Dichters Albrecht Gralle. Er schreibt über Freunde:

Freunden kann mal der Kragen platzen, wenn sie mit dir reden, aber nur, weil ihr Herz für dich bis zum Halse schlägt.
Freunde stört es nicht, bei dir fernzusehen, auch wenn du schon längst ins Bett gegangen bist.
Freunde kämpfen für dich nächtelang im Gebet und sagen dir: „Ich hab neulich an dich gedacht!“ (…)
Freunde können es sich leisten bei einem Witz, den du erzählst, nach der Pointe zu fragen
(…)
Freunde reden manchmal blödes Zeug, weil sie wissen, dass du keine Goldwaage im Keller hast.
Freunde kennen sich nicht in deiner Brieftasche aus, dafür aber in deinem Kühlschrank.
Freunde geben dir im Winter ihr letztes Hemd und behaupten, sie wollten sich sowieso gerade sonnen.
Freunde machen es so ähnlich wie Gott: Sie mögen dich so wie du bist, trauen dir aber zu, dass du dich verändern kannst.

Albrecht Gralle: Freunde, in: Andere Zeiten e.V.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24469

Das „Lied eines blinden Kindes“:

Wer sagt, dass ich nicht sehen kann?
Ich höre doppelt gut
und seh´ mit meinen Ohren dann
was sich so alles tut.

Ich höre das, was du nicht hörst
und seh´ es dann vor mir,
ich seh´ die Vögel, die du störst,
und manches andre Tier.

Ich seh´so viel, was du nicht siehst,
und das ist bunt und schön,
seh´ wie sich eine Blume schließt,
du hast es nicht geseh´n.

Du hast das Fühlen ganz verlernt,
nur weil du sehen kannst,
du siehst die Dinge weit entfernt,
doch nicht den Wind, der tanzt.

Ich frage mich, wer ist hier blind?
Bin ich´s oder gar du?
Und willst du wissen, wie wir sind,
mach mal die Augen zu.

Broschüre der Deutschen Blindenanstalt: Sehen/Sehbehinderung/Blindheit, Marburg/Lahn.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24468

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