Manuskripte

SWR3 Worte

28MAI2020
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Der Nationalspieler Leon Goretzka positioniert sich immer wieder gegen Rechtspopulismus und findet es auch 75 Jahre nach dem Kriegsende wichtig, die Erinnerung wach zu halten. In einem Interview sagte er: 

„Ich habe mir viele Dokus angeschaut und Interviews mit Betroffenen gelesen. Da bekomme ich jedes Mal nach kürzester Zeit eine Gänsehaut und ein ganz anderes Gefühl dafür, wie das damals gewesen sein muss. Mit zwölf oder 13 Jahren war ich mit meinem Vater und der Familie eines Freundes im Konzentrationslager Dachau. Auf einmal war alles real. Ich habe Bilder an den Wänden gesehen und bin dann in den Hof gelaufen, wo ich gewisse Orte von den Bildern wiedererkannt habe. In dem Moment habe ich angefangen zu weinen, weil mich alles überkommen hat. Der Besuch eines Konzentrationslagers sollte für jeden eine Pflichtveranstaltung sein.“

 

Quelle:https://www.goal.com/de/meldungen/fc-bayern-leon-goretzka-itw-rassismus-nationalsozialismus-kz/1xnjaiivg9gjo136r10f5oo5q7, Ausdruck vom 19.05.2020, 11:13 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30978
27MAI2020
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Moderator Willi Weitzel, bekannt aus der Sendung „Willi will´s wissen“ macht sich um die Ärmsten der Armen in der aktuellen weltweiten Pandemie große Sorgen. Er wünscht sich:

„Von meinen vielen Reisen, die ich regelmäßig für die Sternsinger vor allem in die ärmsten Länder der Welt unternehme, weiss ich, dass gerade jetzt ein wichtiger Zeitpunkt gekommen ist, um […] Solidarität und Zusammenhalt zu zeigen.[…] Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor einer Hungersnot in zahlreichen Ländern Südasiens und Afrikas - eine Folge von Corona. Deswegen lasst uns den Menschen in den Slums der großen Metropolen der Welt und in den viel zu vielen Flüchtlingslagern die Hände reichen […] Allein die Tatsache, dass wir alle einen Wasserhahn zu Hause haben, den wir aufdrehen können, wann wir wollen, macht uns schon um so vieles reicher als so so viele Menschen.“

 

Quelle: www.wir-gegen-rassismus.deJugendaktion im bistum Trier, Ausdruck vom 20.05.2020, 11:32 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30977
26MAI2020
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Der Benediktinermönch Anselm Grün hat in der Coronakrise ein neues Buch veröffentlicht. Es heißt: „Quarantäne – eine Gebrauchsanweisung:“ Darin hat er besonders die einsamen Menschen im Blick:

„ […] Die Einsamkeit schleicht sich in die Häuser, besonders die Alten und Kranken, die am meisten betroffen sind von der Isolation, haben niemanden außer […] der Angst und den Zweifeln. Nutzen wir die großartigen digitalen Möglichkeiten, um selbst in Zeiten der Isolation zusammenzuleben. […] Gottesdienst ist Menschendienst, gerade jetzt.“

 

Quelle: Anselm Grün: Quarantäne.Eine Gebrauchsanweisung. So gelingt friedliches Zusammenleben zu Hause. Herder, Freiburg im Breisgau 2020, S. 17.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30976
25MAI2020
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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert die Situation der Menschen in den Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos sofort zu verändern. Er macht deutlich, dass es nicht reicht 47 Kinder aufzunehmen – es geht um menschenwürdige Zustände und um das Leben von 20.000 Menschen:

Es ist jetzt die letzte Möglichkeit dieses Flüchtlingslager mitten in Europa umzustrukturieren, es muss eine Gesamtlösung neu aufgesetzt werden. In der Welt gibt es viele Flüchtlingscamps, ich hab viele davon besucht, keines hat so dramatische Zustände wie Moria in Griechenland: Wartet nicht bis die ersten Särge herausgetragen werden!

 

Quelle: https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=30810, Ausdruck vom 19.05.2020 um 11:03

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30975
24MAI2020
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Der Benediktinermönch Anselm Grün hat in der Coronakrise ein neues Buch veröffentlicht. Es heisst: „Quarantäne – eine Gebrauchsanweisung“. Darin vermittelt er eine traumhafte Idee:

„Wir können das Hören neu einüben, gerade jetzt, es ist eine Chance. Im Hören auf die Sorgen und Nöte, aber durchaus auch auf Wünsche, Ziele und Träume. Fragen wir doch jetzt, wo wir zu Hause sind, unseren Partner oder unser Kind danach, was er oder es erträumt. Das reißt ihn oder es vielleicht aus dem Grübeln heraus und zeigt, dass es ein Morgen und Leben nach Corona geben wird. […]. Nehmen wir uns doch zum Beispiel vor, mindestens einmal in der Woche […] nur über Wünsche, Ziele und Träume zu sprechen. […] Denn eine Gemeinschaft die Träume hat, wird stärker auf Krisen reagieren.“

 

Quelle: Anselm Grün: Quarantäne.Eine Gebrauchsanweisung. So gelingt friedliches Zusammenleben zu Hause. Herder, Freiburg im Breisgau 2020, S. 16.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30974