Manuskripte

SWR3 Worte

Manchmal drücke ich mich vor großen Aufgaben oder habe Angst davor, zu scheitern. Die  folgende Geschichte macht mir Spaß und Mut:

Ein Mann hatte bei einer Aufgabe versagt und fühlte sich furchtbar schlecht. Von Selbstzweifeln  geplagt, lief er eine Straße entlang. Plötzlich sah er mitten auf dem Weg vor sich einen kleinen Spatzen. Dieser lag auf dem Rücken und streckte seine winzigen Füßchen zum Himmel.

Der Mann, (...) schrie(..): “Geh mir aus dem Weg, du nichtsnutziges Federvieh!”

Der Spatz aber antwortete: “Nein, (...). Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten.”

Der Mann (...)fragte: “Verrat mir, was so wichtig ist, dass du mir den Weg nicht freimachen willst?”

“Oh”, sagte der Spatz, “man hat mir gesagt, dass heute der Himmel auf die Erde fallen wird. Und deshalb liege ich nun hier. Ich werde ihn mit meinen Füßen auffangen.”

Der Mann lachte. (...)“Was? Du kleines Federknäuelchen willst mit deinen dürren Beinchen den Himmel auffangen?”

Der kleine Spatz erwiderte sehr ruhig und ernst: “Tja, man tut was man kann!”

 

Verfasser unbekannt, leicht umgeschrieben

 

Quelle: https://www.zeitzuleben.de/der-samurai-und-der-spatz/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29080

Grabsteine sind nicht gerade etwas, worüber ich oft nachdenke. Wohl deshalb hat mich eine Passage in einem Roman von Kate Morton sehr berührt. Die Figur „Leonard“ betrachtet darin eine Grabsteininschrift: 

„Einmal mehr blieb Leonards Blick an dem Gedankenstrich zwischen den Jahreszahlen hängen. In diesem von Flechten überwuchterten Wortzeichen lag ein ganzes Menschenleben: Kindheit, Romanzen, Verluste und Ängste, alles reduziert auf eine einzige in Stein gemeißelte Linie auf einem ruhigen Friedhof  am Ende einer Landstraße. An manchen Tagen fand Leonard den Gedanken tröstlich, an anderen erschreckend.“  

 

Quelle: Kate Morton: Die Tochter des Uhrmachers. Diana Verlag 2018, Seite 295

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29079

Ein provokanter Gedanke aus dem Buddhismus, zum Umgang mit der eigenen Vergangenheit:

"Der Schüler ging zum Meister und fragte ihn:

“Wie kann ich mich von dem, was mich an die Vergangenheit heftet, lösen?”

Da stand der Meister auf, ging zu einem Baumstumpf, umklammerte ihn und jammerte:

“Was kann ich tun, damit dieser Baum mich loslässt?”

 

Quelle: https://nur-positive-nachrichten.de/inspirierende-geschichten/loslassen-eine-kurzgeschichte-mit-der-frage-wie-man-sich-von-der-vergangenheit-frei-machen-kann

https://www.kirche-im-swr.de/?m=29078

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