Manuskripte

SWR3 Worte

Die Rabbinerin Sharon Brous denkt über die Bedeutung von Gemeinschaft für den einzelnen Menschen nach und illustriert das mit dem Bild von Bäumen:

„Als Rabbinerin und Mutter werde ich jeden Tag damit konfrontiert, wie fragil das Leben ist. […] Wir denken zwar gern, wir wären eigenständige Lebewesen, aber wir sind doch wie Espen: Oberhalb des Bodens scheinen sie eigenständige Bäume zu sein, aber unter der Erde sind sie durch ein kompliziertes System miteinander verbunden, das sie als einen massiven, lebendigen Organismus zusammenhält. […] Ist das bei der menschlichen Gemeinschaft denn nicht genauso? […] Das ist ein großer Segen des Lebens […].[1]



[1] Brous, Sharon, in: 200 Frauen, was uns bewegt. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2017, 56.

 

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Die Hollywood - Schauspielerin Marianne Sägebrecht engagiert sich seit vielen Jahren auch in der  Hospizbewegung. Sie hat schon viele sterbende Menschen begleitet und setzt sich dafür ein, dass der Tod nicht verdrängt wird:

Es ist wichtig, dass man den Tod an den Tisch des Lebens einlädt, als Gevatter, ihn einbindet und damit das Leben noch lebendiger macht. Dass man den Tod nicht ausgrenzt, sondern in unserer Endlichkeit annimmt. […][1]

Auf die Frage, ob sie an ein Leben nach dem Tod glaubt, antwortet sie:

Ja, ich glaube ganz fest daran. […] Da gibt es nur Freude und die große Liebe des Schöpfers. […] Ich kenne keine Angst, was das Hinübergehen auf die andere Seite betrifft. [2]



[1] Sägebrecht, Marianne: Ich umarme den Tod mit meinem Leben, Gütersloher Verlagshaus Gütersloh 2019, 157-158.

[2] Sägebrecht, Marianne: Ich umarme den Tod mit meinem Leben, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2019 163-164.

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Der Altenpflegeschüler Alexander Jorde hat mit seinem Statement in einer Wahlsendung das Thema Pflegenotstand neu auf die Agenda der Politik gesetzt. In seinem Buch „Kranke Pflege“ schreibt er:

„Ich bin froh, den Schritt gewagt zu haben, diese Ausbildung zu absolvieren, […] weil ich in der Pflege das Leben in seiner ganzen Bandbreite sehe, […] und es mehr zu schätzen weiß.[1][…] Man begegnet jungen und alten Menschen, reichen und armen und Menschen unterschiedlicher Herkunft. Man begegnet dem Obdachlosen, der Erfrierungen erlitten hat, der Mutter, die gerade ihr Kind entbunden hat, […] oder dem Geschäftsmann, der einen eingewachsenen Zehennagel hat. […] Wir begleiten Menschen auf dem letzten Weg ihres Lebens. […] Die meisten Menschen wünschen sich eine Hand, die Wärme und Nächstenliebe spendet. Selbst für diese wichtige Aufgabe bleibt nicht selten zu wenig Zeit.“[2]



[1] Jorde, Alexander: Kranke Pflege, Tropen-Verlag, Stuttgart 2019, S. 47.

[2] Jorde, Alexander: Kranke Pflege, Tropen-Verlag, Stuttgart 2019, S. 44-45.

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Ministerpräsident Daniel Günther hat seine Mutter sehr früh verloren. Der CDU-Politiker beschreibt, welche Rolle für ihn Religion spielt:

„Ich bete mehrmals am Tag, auch zum Essen. Nicht in der Öffentlichkeit, ich finde es angenehmer, wenn man seinen Glauben nicht wie eine Monstranz vor sich herträgt. […] Ich war 17 als meine Mutter an Leukämie starb. Das hat mich stark geprägt. Jeder Mensch hat zu seiner Mutter ein besonderes Verhältnis. Sie fehlte mir als Ansprechpartner, den man in dieser Lebensphase einfach braucht […] , aber selbst das hat meine feste Überzeugung, dass es Gott gibt, und diese Nähe die ich zu Gott verspüre, nie ins Wanken gebracht. Im Gegenteil. Die Zuversicht, dass das Leben nach dem Tod nicht endet, hat mir immer sehr viel Kraft gegeben. Es ist letztlich das was Gott ausmacht: Das Leben ist mit dem, was wir hier auf der Erde haben, nicht beendet. [1]



[1] Chrismon Magazin 09.2019, Fragen an das Leben, Folge 161, S. 42.

 

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Barack Obama kennen viele besonders in seiner Rolle als ehemaliger Präsident der USA. Aber er ist auch Ehemann und Vater zweier Töchter. Immer wieder reflektiert er seine Rolle innerhalb der Familie und sucht dafür auch Rat in der Bibel:

 „Wir geben Werte wie Empathie und Güte an unsere Kinder weiter, indem wir sie selbst leben.“[…] „Wir Väter sollten nicht nur dann am Leben unserer Kinder teilhaben, wenn es bequem und einfach ist, nicht nur dann, wenn sie alles richtig machen – sondern dann, wenn es schwierig und undankbar ist, und sie sich quälen. Dann brauchen sie uns am meisten.“[1]

 



[1] Hope, never fear. Michelle und Barack Obama, ein persönliches Porträt, Elisabeth-Sandmann-Verlag, München 2019, S. 71.77.

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„Wenn jemand grausam ist oder sich wie ein Tyrann verhält, begibt man sich nicht auf seine Ebene. Nein, unser Motto lautet: „When they go low, we go high:“ – „Wenn die anderen ihre schlechteste Seite zeigen, zeigen wir unsere beste.“ […]„Erfolg hat nichts damit zu tun, wie viel Geld man verdient, sondern damit, was man im Leben der Menschen bewirkt.“[1]

 



[1] Hope, never fear. Michelle und Barack Obama. Ein persönliches Porträt.Elisabeth Sandmann-Verlag,München 2019 S.81.115

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