Manuskripte

SWR3 Worte

Die Philosophin Melanie Wolfers in einem Interview über die Kunst sich mit sich selbst zu befreunden:

Freundschaft lebt davon, dass man sich Zeit nimmt miteinander und Interesse hat am anderen – das ist der Beginn einer Freundschaft und ihr bleibendes Fundament. Übertragen auf die Selbstfreundschaft:

Ich verabrede mich mit mir selbst. Ich nehme mir Zeit, für das, was wichtig ist. Und ich versuche, die Sprache meines Körpers und meiner Seele wahrzunehmen. Häufig wissen wir gar nicht, was in uns vorgeht, und wollen das manchmal auch gar nicht wissen. (…) Es gibt viele Momente im Alltag – ich spreche gerne von Zeitsplittern -, die es ermöglichen, bei sich selbst einzuchecken. Etwa beim Warten an der Kasse. Dann kann man das Smartphone rausholen und noch schnell eine Nachricht abrufen – oder man kann aus dem Funktionsmodus aussteigen und bewusst spüren, was in einem und um einen herum geschieht. Es bereichert den Alltag, wenn wir diese Zeitsplitter nutzen, um in die Gegenwart zu kommen.

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Die Theologin Melanie Wolfers ist voll berufstätig und als Autorin viel unterwegs. Dennoch schafft sie es, sich immer wieder Zeit für sich selbst zu nehmen. Wie ihr das gelingt, erzählt sie in einem Interview:

Ich glaube, dass im Morgen- und Abendgebet eine große Weisheit steckt:Wie beginnen wir den Tag und wie beenden wir ihn? Ich selbst stelle mich abends ans offene Fenster und schaue den Tag nochmals an. Ähnlich wie mit der Kamera zoome ich Momente näher heran. Dankbarkeit und Ungelöstes machen sich bemerkbar und all das vertraue ich Gott an.

Ich glaube, dass im Morgen- und Abendgebet eine große Weisheit steckt:Wie beginnen wir den Tag und wie beenden wir ihn? Ich selbst stelle mich abends ans offene Fenster und schaue den Tag nochmals an. Ähnlich wie mit der Kamera zoome ich Momente näher heran. Dankbarkeit und Ungelöstes machen sich bemerkbar und all das vertraue ich Gott an.

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Die Redakteurin Sarah Seifert hat sich in der Fastenzeit vorgenommen, wirklich zuzuhören und ganz bei den Menschen zu sein, die sie trifft. Sie erzählt, was sich dadurch verändert.

Ich bilde mir ein, meine Kinder erzählen mir wieder mehr von ihrem Alltag, von dem, was sie freut oder bedrückt. Vielleicht weil sie merken, dass ich versuche, ganz und gar bei ihnen zu sein, und mich nicht durch die Summgeräusche meines Smartphones ablenken lasse… Das tut den Kindern gut und mir auch. Das schönste aber ist: Wenn ich wirklich zuhöre, muss ich gar nicht lange nach liebevollen Worten suchen, denn dann kommen die ganz von allein.

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Ein Gedicht über „Dankbarkeit“ von der Autorin Heide Rose: 

DU hast mir zugehört,

mir zugelächelt,

mir Mut gemacht,

Zeit für mich gehabt.

 

Du hast mich um Rat gefragt,

mir Vertrauen geschenkt,

deine Sorgen mit mir geteilt,

mir liebevoll auf die Schulter geklopft.

 

Du hast mich ernst genommen,

mir die Hand gereicht,

dich mit mir gefreut,

mir gezeigt, wie wertvoll ich bin.

 

Dafür wollte ich dir einfach mal DANKE sagen!

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Heute ist der Internationale Welttag gegen Rassismus. Dazu ein Zitat der deutschen Winter-Sportlerin Anna Schaffelhuber:

Als Sportlerin treffe ich auf Wettkämpfen immer wieder auf Sportler aus anderen Nationen. Darauf und auf die Gespräche mit ihnen freue ich mich immer wieder. Wir verstehen uns immer sehr gut und von jedem kann ich etwas lernen. Deswegen bin ich gegen Rassismus und jede Art von Diskriminierung.

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Heute ist der internationale Tag des Glücks. Für den Poeten Franz Hübner gehört Vieles zum Glück dazu:

Man kann sich vieles kaufen,
viele Erlebnisse konsumieren.
Aber nichts ersetzt
die kleinen besonderen Augenblicke,
die das Leben so lebenswert machen. 

Nichts kann die Freundschaft
eines lieben Menschen ersetzen
und nichts kann den Wert
guter Wünsche aufwiegen.

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Die Autorin Andrea Kett nimmt sich heute etwas ganz Besonderes vor:

Heute nehme ich mir eine Auszeit! Ich springe aus der Zeit, wie ich sie an anderen Tagen verbringe, heraus. Ich bin so frei! Alles hat seine Zeit. Heute ist meine Zeit. Ich kann bestimmen, wie ich sie verbringe und mit wem, was ich tue oder lasse. Zeit ist Geld? Nicht für mich, nicht heute, hier. Zeit ist: Begegnung, Gemeinschaft, reden, schweigen, still sein, Dasein, Ich sein, Spaß haben, Lebenserfahrung teilen, wachsen, dürfen und nicht müssen. Ich habe Zeit und ich nehme sie mir, ergreife sie beim Schopf und mache etwas draus. Ich schöpfe aus dem Vollen und bin mir dennoch der Endlichkeit bewusst. Meine Zeit steht in Gottes Händen. Gestern, heute, morgen. Jetzt und hier.

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