Manuskripte

SWR3 Worte

Der Schauspieler Denzel Washington wurde gefragt, auf was er zurückgreift, wenn er den Blick auf das Wesentliche verliert. Seine Antwort: Lebenserfahrung, das Lesen in der Bibel und Gebet[1]:

Ich bete […] mehrmals am Tag. Aber ich kann es auch ganz schlicht […] sagen: […] Mag ich den Mann, der mir am Abend aus dem Spiegel entgegenblickt? Ist das ein guter Typ, der an sich arbeitet und für andere Mitgefühl hat? Der sich in Toleranz übt, sich nicht nur um sein Ego dreht? Denn darum wird es auch am Ende des Lebens gehen, dann wird Gott dir nämlich diesen Spiegel vorhalten. Ich möchte mich nicht wegducken müssen, sondern ihm in die Augen schauen können, wohl wissend, dass ich dabei geholfen habe, die Erde zu einem besseren Platz zu machen. […] Was ich noch weiß, ist das: Das Leben kann simpel sein, und zwar dann, wenn du deine spirituelle Basis gefunden hast.[2]

 

[1]https://promisglauben.de/die-bild-titelt-denzel-washington-was-mich-erdet-ist-die-bibel, am 14.02. um 00:17

[2]https://www.sueddeutsche.de/kultur/denzel-washington-am-ende-haelt-gott-dir-den-spiegel-vor-1.35020-2, am 14.02. um 00:18

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30378

Die 29-jährige Bloggerin Mia de Vries hat auf Instagram gepostet:

„Hier möchte ich nur noch ein paar Flausen aus meinem verkrebsten Hirn hinterlassen, die mir persönlich am Herzen liegen: […] das wichtigste im Leben ist die Liebe. Sie ist mächtiger als alles andere. unvergleichlich, roh, ehrlich und absolut lebensnotwendig. Sie heilt und gibt mehr als man zu träumen wagt. Wenn du etwas liebst, dann liebe es vollkommen, ohne halt und hindernisse. Schätze und hege es . sag es, schrei es laut raus und verdammt nochmal: zeig es! Hab keine scheu oder gar angst vor ihr. […] Es ist das ultimative Geschenk. sag also was du sagen möchtest.[…] . sag sogar viel zu viel. zeig viel zu viel. liebe viel zu viel. […] “[1]

 

[1]https://www.gala.de/lifestyle/galaxy/mia-de-vries--krebskranke-bloggerin-meldet-sich-noch-einmal-bei-instagram-22219984.html  am 14.02.2020 zum 00:12 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30377

Eva Jung ist Kommunikationsdesignerin in Hamburg und Mitglied im renommierten „Art Directors Club“. Die engagierte Christin sieht Gott als Schöpfer. Sie sagt:

„Gott ist in allererster Linie kreativ. Und ich find es spannend auch als Mensch zu entdecken, dass er in uns das reingepflanzt hat. Und Kreativität ist ja nicht nur dass ich ein Bild malen kann. […] Es ist ja auch Musik. Gott hat uns ein Rhythmusgerät eingebaut, also dieses Herz gibt uns einen Rhythmus, so dass jeder Mensch auch sofort auf Rhythmen anspricht. Warum ist die Welt denn bunt-sie hätte auch schwarz-weiß sein können? Also ich finde das macht mit unserem Gottesbild und wie wir uns auch als Mensch verstehen und was in uns an Potential drin liegt, macht das ganz viel.“[1]

 

[1]https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&autor=227&offset=40

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30376

Sandra Schulz ist Spiegeljournalistin und Mutter der heute fünfjährigen Marja, die mit dem Down-Syndrom zur Welt kam. Sie fragt sich: 

Warumglauben wir, die Kinder so sehr testen zu müssen. Was verrät das über unser Menschenbild und heißt das jetzt, dass wir nur noch Kinder zur Welt kommen lassen, die einer bestimmten Norm entsprechen? Und wie kann man diese seelische Not, in die Frauen durch Pränataldiagnostik auch geraten können, wie kann man die abmildern oder begleiten? […]  Ich empfinde es auch als Widerspruch, dass man einerseits die Testverfahren auf die Spitze treibt und eben auch diese Botschaft vermittelt: Prüf dein Kind, bevor du es bekommst! Und auf der anderen Seite dann einen Inklusionsgedanken umsetzt, der irgendwie lautet: Ist doch schön jeder ist anders und alle sind gleich wertvoll! Das passt irgendwie nicht richtig zusammen.  […].“[1] 

 

[1]https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=27256

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30375

Der Schauspieler Ashton Kutcher kämpft mit seiner Organisation „Thorn“ gegen Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung und die Online-Verbreitung von Kinderpornographie. Er sagt:

“Als junger Mann, […] , war ich überzeugt, dass Sklaverei ein Relikt der Vergangenheit war […] Und als ich herausfand, dass das heute noch passiert […] , da war ich geschockt.“[1][…]  „Ich traf Opfer in Russland, in Indien, ich traf Opfer, die von Mexiko aus verkauft wurden, aus New York, […] und der ganzen USA. Ich war mit dem FBI auf Razzien und sah dort Dinge, die kein Mensch jemals sehen sollte“, […] „Ich sah Videomaterial eines Kindes im selben Alter wie mein eigenes, das von einem […] Sextouristen in Kambodscha vergewaltigt wurde.“[2] „Es ist offensichtlich, dass dieses Problem rund um den Erdball existiert […] Klären Sie auf, helfen Sie den Opfern, arbeiten Sie mit lokalen Behörden zusammen.“[3]„Es gibt immer eine Nachschub-Pipeline für den Menschenhandel, und die wird gespeist durch Schwäche und Armut.“[4]

 

[1]https://www.rotary.org/de/ashton-kutcher-and-rotary-combat-human-trafficking, am 13.02.2020 um 23:59

[2]https://ze.tt/ashton-kutchers-beruf-modernen-menschenhandel-stoppen/am 13.02.2020 um 23:59

 

[3]https://www.rotary.org/de/ashton-kutcher-and-rotary-combat-human-trafficking , am 13.02.2020 um 23:59

[4]https://www.rotary.org/de/ashton-kutcher-and-rotary-combat-human-trafficking, am 13.02.2020 um 23:59

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30374

Christopher Schacht ist mit nur 50 Euro einmal um die Welt gereist – in Südkorea trifft er in einem buddhistischen Kloster einen jungen Mann, der sich darauf vorbereitet Mönch zu werden. Der Koreaner will von Christopher Schacht wissen, woran er glaubt. Der antwortet:

 „Beim Christsein geht es nicht darum, Gutes zu tun oder Regeln zu erfüllen, sondern es geht zuallererst um eine Beziehung mit Gott. Und dadurch, dass er uns liebt, wächst in uns dann der Wunsch und auch die Kraft, Gutes zu tun. Ich bin sicher, dass nichts so sehr verändert wie Liebe. Und nichts schenkt uns so viel Frieden wie das Wissen, geliebt zu sein. […] Ich glaube wirklich, dass die tiefe Sehnsucht nach Liebe die Antriebsfeder für das meiste ist, was wir tun. Und dass wir sehr viel Zeit damit verbringen, uns Liebe und Anerkennung mit Leistung, oder guter Performance verdienen zu wollen. Komisch, kaum einer denkt, dass man echte Liebe mit Geld kaufen kann. Warum dann mit Leistung?“[1]

 

[1]Christopher Schacht: Mit 50 Euro um die Welt, Wie ich mit wenig loszog und als reicher Mensch zurückkam. Adeo-Verlag, Asslar 2018, S. 210-211.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30373

Die Schauspielerin Uschi Glas engagiert sich mit ihrem Projekt „BrotZeit“ für Grundschulkinder, die zu Hause aus ganz unterschiedlichen Gründen kein Frühstück bekommen. Ihr ist es wichtig, dass über diese Familien nicht geurteilt und gehetzt wird. Uschi Glas sagt:

„Ich denke auch sehr oft wenn ich Diskussionen hab, was Jesus gesprochen hat: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Wenn dann Leute austeilen, dann sag ich: „Wenn du so urteilst, dann darfst du gar keinen Fehler haben.“ Dann sagen die: „Ja, wenn du so anfängst“, dann sag ich: „Ja, ich fang so an. Darf ich so selbstherrlich sein? Bist du ohne Fehler? Keiner von uns.“[1]

 

[1]https://www.kirche-im-swr.de/?page=manuskripte&id=30266

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30372