Manuskripte

SWR2 Wort zum Tag

Es war ein fröhlicher Abschied – zu einem traurigen Anlass. Kurz vor den Sommerferien haben wir in meiner Kirchengemeinde unserer Gemeindereferentin „Auf Wiedersehn“ gesagt. Sie wechselt ihre Arbeitsstelle. Und wir haben gemeinsam einen schönen Gottesdienst gefeiert: Fetzige Musik, eine witzige Predigt, eine rührende Ansprache. Als sich unsere Gemeindereferentin am Schluss bedankt, stehen ihr die Tränen in den Augen. Aber nicht lange. Denn die Pfarrei hat einen Eiswagen bestellt. Draußen vor der Kirche gibt’s für Kinder und Erwachsene Eis bis zum Abwinken. Wir stehen zusammen, essen Eis und reden miteinander. Wie gesagt: Ein fröhlicher Abschied.

Abschied kann aber auch ganz schön schwerfallen.

Da ziehen die Kinder aus dem Haus. Fangen ihr eigenes Leben an. Das kann für Eltern wie Kindern schwer sein. Aber gemeinsam können wir uns an die schönen gemeinsamen Stunden und Tage erinnern, an all das, was wir zusammen erlebt haben.

Da werden die eigenen Eltern alt und älter. Immer klarer wird: Ihr Leben ist begrenzt. Bald gilt es, Abschied zu nehmen. Auch das ist eine Situation voller Traurigkeit, Wehmut und auch Angst. Aber auch hier habe ich die Möglichkeit an all das Gute zu denken, was wir geteilt haben. Gemeinsame Urlaube, gute Gespräche, witzige Bemerkungen.

Ich glaube, in jedem Abschied steckt beides: Trauer und Fröhlichkeit. Und ich halte diese Erkenntnis für wichtig. Denn oft überwiegt ja bei einem Abschied erst mal die Trauer. Zu Recht. Abschied tut weh. Aber bei allem Abschiedsschmerz, tut es dann gut, an all das Gute zu denken, was Menschen miteinander geteilt haben. Sich zu erinnern, gemeinsam mit anderen.

Ich finde den Eiswagen ein tolles Bild dafür: Eis, das steht doch für Genuss, für Ferien, für gemeinsame Zeit, für Sonne. Damit lässt sich gut ein Abschied feiern. Ganz ernst und ganz fröhlich.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26719

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