Manuskripte

SWR2 Wort zum Tag

„a bicicleta“ heißt unsere Truppe – rauf auf’s Rad für Trier und Bolivien. Fast zwanzig Menschen aus Trier und Umgebung haben sich formlos und locker online zusammengetan und beteiligen sich seit zwei Wochen an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Fast 1.000 Leute in allen Gruppen in Trier zusammen.

Klar: Radfahren ist deutlich gesünder für einen oder eine selbst, als mit dem Auto zur Arbeit oder gar zur Freizeit zu fahren. Und auch dem Bus- und Bahnfahren ist es überlegen; weil erstens bewegst du dich – und das ist für Körper und Seele gut; und zweitens ersparst du dir und deiner Umgebung Lärm Dreck und Gestank. CO2-Einsparungen im Bereich von ein paar Kilo summieren sich zu vielen Tonnen, wenn nur genug mitfahren. In der ersten Woche waren es in Trier schon sechs Tonnen. Und das ist doch was – wo sie in Städten wie Stuttgart Fahrverbote planen, weil es einfach nicht mehr so weitergeht.

Schon klar: Die drei Wochen im Sommer sind nur ein kleines Signal. Mehr eine Demo: Geht doch. Zur Arbeit – selbst wenn es ein bisschen bergab und bergauf geht; und flache Strecken gibt es genug für’s Radeln in der Freizeit. Aber es ist auch mehr als Demo: Manche haben in der kurzen Aktionszeit schon gelernt, dass es schön ist und Spaß macht, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dass es beim Runterkommen hilft nach einem stressigen Arbeitstag; und wie erholt du zuhause ankommen kannst, kaum später als sonst.

Nur manchmal bin ich ein bisschen neidisch, wenn die Kollegin sich im Büro verabschiedet, die Tasche auf den Rücksitz wirft, sich ins klimatisierte Auto setzt – und ab. Ich muss mich erst noch umziehen, alles in die Packtaschen, das Rad beladen… Es dauert, bis  ich endlich unterwegs bin. Aber dafür bin ich ja morgens an ihnen vorbei gefahren, als sie im Stau zur Stadt rein Geduld brauchten.

Letzten Montag haben wir das alles rund um den Trierer Dom herum auch noch mit einem guten Zweck verbunden. Wer fünf Runden á einen Kilometer geradelt ist, bekam von seinen oder ihren Sponsoren fünf Euro gespendet –so viel kostet ein Baumsetzling im Partnerland Bolivien. Da muss dringend aufgeforstet werden, damit das Land das Wasser halten kann. Tausend km haben 1500 Euro erradelt. Und es hat 76 Leuten Spaß gemacht – ganz kleine Radlerkinder waren dabei und junge und alte Menschen – konventionelle und e-Bikes.

Auch das – natürlich – kaum mehr als eine schöne Demonstration für eine sehr sinnvolle Art, sich im Verkehr selbst zu bewegen und weniger Lärm und bessere Luft zu erzeugen. Aber solche Zeichen braucht unsere Welt – lange vor dem Fahrverbot.

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