Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

„Gutmensch“ – das war 2015 Unwort des Jahres. So sind diejenigen beschimpft worden, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben oder sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime gestellt haben. Nach dem Motto: „Gut gemeint – aber voll daneben.“ So wurden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal diffamiert, als naiv, dumm, weltfremd und als Helfersyndrom. Mutiges Engagement wurde unter Generalverdacht gestellt.

Dabei lebt unsere Gesellschaft von den wirklichen Gutmenschen – von denen, die anderen Gutes tun. Viele Menschen sind dazu bereit. Sie engagieren sich für den Nächsten und für die Gemeinschaft. Sie setzen sich für sie ein, wo Unterstützung nötig ist. Durch konkrete Hilfeleistung oder auch auf der politischen Ebene. Diese Mitbürger sind „Gutmenschen“ im besten Sinn des Wortes: gute Menschen; Menschen, die Gutes tun; Menschen, die anderen gut tun. Das kann jede und jeder – jeder auf seine Weise, mit seinen Begabungen, mit der Zeit und Kraft, die er hat. Jeder noch so kleine Einsatz für andere ist wertvoll und tut seine Wirkung.

Damit dieses Bewusstsein Kreise zieht, macht die Caritas dazu eine Jahreskampagne – mit dem Motto: „Sei gut, Mensch!“ Das Beispiel von über 300.000 bei der Caritas engagierten Ehrenamtlichen zeigt, wie man sich konkret für andere einsetzen kann, angefangen von der Nachbarschaft bis zu behinderten Menschen und Migranten.

Und das Schöne dabei ist: Untersuchungen haben ergeben, dass Gutes tun glücklich macht. Probieren Sie es mal aus!

Zur Caritas-Jahreskampagne siehe Sozialcourage (Magazin für soziales Handeln) – Spezial 2020 (www.sozialcourage.de), www.SeiGutMensch.de oder https://www.caritas.de/magazin/kampagne/sei-gut-mensch/startseite

https://www.kirche-im-swr.de/?m=30332