Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Viele fleißige Hände sind gerade beschäftigt, damit wir schon bald wieder etwas Wunderbares auf dem Tisch haben: Wein!

Dabei ist die Wein-Lese nur ein Teil dessen, was zu tun ist. Das ganze Jahr über haben Winzerinnen und Winzer und alle, die mit Reben und mit Wein beschäftigt sind, etwas zu tun. Sie sorgen sich um die Beschaffenheit des Bodens, haben einen wachsamen Blick auf Rebstöcke und Blätter, müssen schnell handeln, wenn es das Wetter nötig macht. Dann kommt, wie zurzeit, die Lese (oder das ‚Herbsten‘, wie es vielerorts heißt) und die Sorgfalt bei all den weiteren Schritten, bis hin zum Abfüllen. Bis zum Genießen dessen, was da gereift ist, braucht es also Zeit und lange Wege, Kenntnis, Sorgfalt, Mühe und Geduld.

Wenn wir allein oder auch in geselliger Runde einen guten Wein genießen, dann dürfen wir daran denken, welch kostbares Geschenk das Leben und die Güter der Schöpfung sind, und: Wieviel Arbeit darin steckt, in dem einen Glas wundervollem Wein.

Wir dürfen genießen. Wir dürfen lernen, achtsam auch mit diesen Geschenken umzugehen.

Gut ist es, wenn wir dann dankbar und froh sein können. In der Bibel wird dies so ausgedrückt:

„Fröhlichkeit des Herzens und Heiterkeit der Seele bringt der Wein, zur rechten Zeit und maßvoll getrunken.“ (Jesus Sirach 31, 28)

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