Manuskripte

SWR4 Abendgedanken

Morgen geht es auch bei uns wieder los. Schule. Die Sommerferien sind jetzt auch in Baden-Württemberg vorbei. Für viele Schülerinnen und Schüler und auch für die Lehrerinnen und Lehrer beginnt das neue Schuljahr. In Rheinland Pfalz sind sie schon seit 4 Wochen wieder an der Arbeit.

Der Anfang in einer neuen Schule. Endspurt vor den Abschlüssen. Oder auch einfach nur neue Klasse und neue Herausforderungen. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und ich weiß, dass ich in der letzten Nacht der Sommerferien nie gut geschlafen habe. Da war ich immer viel zu aufgeregt. Wie das wohl werden wird?

Natürlich habe ich mich auch drauf gefreut, meine Freunde wieder zu sehen.

An den meisten Schulen ist es immer noch eine schöne Tradition, dass es einen Schulanfangsgottesdienst gibt. Bei uns auch. Besonders schön finde ich, dass sich die Schülerinnen und Schüler segnen lassen können. Dabei bekommen sie ganz persönlich zugesprochen, dass sie das neue Schuljahr nicht allein schaffen müssen. Und das müssen sie ja auch wirklich nicht. Sie haben Eltern und Großeltern. Freundinnen und Freunde. Ganz viele sehr engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die sich Mühe geben. Und auch sie haben Kollegen und können sich gegenseitig unterstützen. Und Gott gehört da eben auch dazu. Er begleitet Schüler und Lehrer und das wird in dem Gottesdienst besonders deutlich.

So ein Schuljahr kann ein weiter Weg sein. Klassenarbeiten, Hausaufgaben, Frust, Schulwege. Oder Schülerinnen und Schüler, die man trotz aller Anstrengung nicht erreicht. Freundschaften, die auf die Probe gestellt werden. Probleme im Lehrerkollegium. Wie gut, wenn man sich da sicher sein kann, dass man das nicht allein schaffen muss. In einem Segenslied heißt es in der letzten Strophe: „… Guter Gott, ich danke dir. Deinen Segen schenkst du mir, und ich kann in deinem Segen leben und ihn weitergeben. Du bleibst bei uns allezeit, segnest uns, denn der Weg ist weit.

Gott kann nicht alle Probleme einfach lösen, die einem im Alltag so begegnen. Aber er hilft mit, mit allem irgendwie zurecht zu kommen. Egal, ob es morgen erst anfängt oder vor ein paar Wochen schon begonnen hat.

 

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