Manuskripte

SWR3 Worte

Immer wieder montags haben Menschen in der ehemaligen DDR demonstriert. Sie wollten die Ungerechtigkeiten im eigenen Land nicht mehr so hinnehmen. Wollten, dass sich etwas ändert. In dieser Zeit hat ein Pfarrer in Jena einen Liedtext gedichtet. Eigentlich für die Hochzeit seiner Patentochter. Aber wenn man die Geschichte der Bundesrepublik anschaut, bekommt dieses Lied eine größere Bedeutung. In der dritten Strophe heißt:

„Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.“

Klaus Peter Hertzsch, Vertraut den neuen Wegen in: Evangelisches Gesangbuch

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