Manuskripte

SWR3 Gedanken

Kinder im Kindergarten sitzen auf dem Boden und spielen. Bauklötze die einen, Puppen die anderen. Vater-Mutter-Kind oder Turmbauen. Und wer gedankenverloren mit Autos spielt macht die ganze Zeit Brumm-Brumm-Brumm.

Die Weisheit spielt auch. Vor den Füßen Gottes, so heißt es jedenfalls in der Bibel. Es steht da nicht, ob die Weisheit mit Puppen oder mit Bauklötzen spielt. Ist aber auch egal. Ich finde diese Vorstellung einfach schön, weil sie mich daran erinnert, dass es sehr weise ist, zu spielen. Sachen zu machen, die kein bestimmtes Ziel verfolgen, die keinen Grund haben und die ich nur mache, weil ich gerade Lust dazu habe.

Für Erwachsene eine schwierige Sache, weil wir ja ständig dabei sind, irgendetwas herzustellen, Termine verabreden, kochen, putzen oder Autos reparieren. Wer hat da noch Zeit zu spielen!? Einfach mal irgendwas Verrücktes tun, wie aus Bauklötzchen einen Turm bauen, der viel größer ist, als man selbst. Bei 1,85 muss ich da schon ziemlich viele Klötzchen stapeln. 

Wenn die Weisheit vor Gott spielt, dann muss es wohl auch weise sein, immer wieder selbst zu spielen, oder? Und tatsächlich merke ich: nirgends bin ich so sehr mit mir im Reinen so sehr bei mir, wie im Spiel. Und im besten Fall denke ich: Das ist doch himmlisch.

Und die Kinder im Kindergarten, die erinnern mich daran, mir dafür auch Zeit zu nehmen. Sie vielleicht sogar in meinem Kalender einzuplanen, damit ich mir da ja nicht was entgehen lasse. Ich glaube, das wäre nicht verrückt, sondern sehr weise.

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