Manuskripte

SWR3 Gedanken

„Trost für’s Herz, ist die halbe Heilung!“ Klingt gut dieser Spruch, aber stimmt er eigentlich? Ich denke nicht bei allen Krankheiten.

Was aber wahr ist an diesem Spruch, ist der seelische Anteil beim Gesundwerden. Das ist an den Heilungsgeschichten in der Bibel schön zu sehen. Jesus ist kranken Menschen so begegnet, wie es auch gute Therapeutinnen und Berater tun. Wenn Jesus jemanden geheilt hat, dann ist meistens Folgendes passiert: Zuerst hat er den Menschen angeschaut. Er hat ihn gesehen, wirklich gesehen, ihn wahrgenommen. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Mensch heil werden kann: Gesehen werden. Dadurch hat Jesus erkannt, was dem Menschen fehlt. Also nicht an den Symptomen, sondern weil er ihm ins Herz geschaut hat, auf den Grund seiner Seele. Und da hat er dem kranken Menschen dann oft diese Frage gestellt: „Willst Du gesund werden?“ Diese scheinbar einfache Frage hat wichtige Konsequenzen: Zum einen bringt sie den Kranken in Bewegung. Holt ihn heraus aus seiner Lähmung, falls er sich in seiner Krankheit eingerichtet hat oder sich in sein Schicksal ergeben. Zum anderen aktiviert diese Frage die Selbstheilungskräfte des Kranken. Und die Frage, „Willst Du gesund werden“ bringt ein Gespräch in Gang. Ein Gespräch, bei dem Jesus genau zuhört. Ein weiteres, ebenso wichtiges Element jeder Heilungsgeschichte: Die Erfahrung zu machen, dass ich endlich reden kann und mir endlich jemand zuhört.

All das zusammengenommen: gesehen werden, erkannt werden, gefragt und gehört werden, das schafft die Voraussetzung für den letzten Schritt auf dem Weg zur Heilung: Den Schritt zurück ins Leben. Und wenn Jesus gemerkt hat, dass sich jemand an der Schwelle dazu nicht traut, dann hat er ihn dazu ermutigt oder geradezu von ihm gefordert: „Steh auf, kehr um, kehr zurück ins Leben. In Dein Leben!“.

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