Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Wir dürfen verrückte Sachen machen. Als Christenmenschen allemal. Es geht nämlich nicht immer mit rechten Dingen zu, wenn man in die Nähe Gottes kommt. Das hat Jesus jedenfalls gezeigt. Mit Gott verbunden sein, da kann schon mal was aus der Reihe tanzen. oder übers Wasser gehen. Jesus jedenfalls kommt nach den atemberaubenden Berichten der Bibel plötzlich seinen Leuten übers Wasser entgegen.

Sie sitzen alle in einem Boot und fahren über den See. Da ist er auf einmal da, der Wasserläufer Jesus. Und Petrus erkennt ihn als erster, sagt, dass ist der HERR und ist außer sich.
Das ist eine gute Vorstufe vor dem Verrücktsein Außer sich zu geraten. Aber es kommt noch verrückter! Denn Jesus ruft Petrus zu, er solle ihm doch entgegen kommen.
Und da steigt Petrus wie von Sinnen tatsächlich aus, aus dem Kalkulierbaren und verlässt das sichere Boot, um Jesus entgegen zu gehen.

Und das klappt. Das klappt sogar vorzüglich. Ganz seinen Jesus im Blick kann er übers Wasser gehen, eine Zeit lang jedenfalls. Aber dann richtet er seine Aufmerksamkeit auf Wind und Wellen realisiert wohl seine verrückte Idee, fängt an, darüber nachzudenken, ob das geht, gut geht und da zieht es ihn aber so was von runter und er geht unter.

Zum Glück reicht ihm Jesus die Hand, fragt nach der tragfähigen Qualität seines Glaubens und bringt ihn ins Boot zurück. Verrückt - entzückt - geglückt.
Es kommt wohl auf die Blickrichtung an. Übers Wasser gehen, geht wohl nur im Hinblick auf den verrückten Gottesmann. Und der ist mit allen Wassern gewaschen.

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