Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Ein bekennender Atheist hat zu mir gesagt:
„Weißt Du, wenn ich Euch Christen so beobachte, da fällt es schwer zu glauben, dass Ihr wirklich an die Auferstehung der Toten glaubt. Ihr tut euch doch mit dem Sterben genauso schwer, wie all die anderen auch, oder?“

Stimmt. Aber auch Christinnen und Christen haben schließlich das Recht, ihr Ende zu betrauern; oder das ihrer Lieben. Und dennoch ist die Frage natürlich berechtigt: Wie halten Christen es eigentlich mit der Auferstehung? Glauben sie das wirklich? Und was macht das für einen Unterschied?

Ich persönlich habe keinen Zweifel an der Auferstehung. Und ich werde fast täglich darin bestätigt, im Kontakt zu den Sterbenden. Die Trennwand zu einer anderen Welt wird für Sterbende oft durchlässig. Sie sehen Dinge, die ich nicht sehen kann. Und sie erzählen mir davon.

Manche begegnen längst verstorbenen Menschen, die ihnen einmal nahestanden. Eine Frau erzählte mir: „Abends, wenn alle gegangen sind, erscheint meine Mutter in meinem Zimmer. Und dann setzt sie sich auf den Stuhl, genau da, wo Sie jetzt sitzen. Und wir schauen einander an; und unterhalten uns, ganz ohne Worte. Das ist so friedlich. Und ich weiß: ich werde ihr bald folgen.“

Manchmal ist es aber auch so, dass die Angehörigen etwas Außergewöhnliches erleben. So wie bei der jungen Frau, die ihre Mutter beim Sterben begleitet hat. Sie erzählte mir, wie - im Augenblick des Todes - ein wunderschönes, leuchtendes Licht aus ihrer Mutter herausgetreten sei.

„Mein Vater und mein Bruder sind auch dabei gewesen, sagt sie, aber leider habe nur ich es gesehen. Es war so schön, mir sind die Tränen heruntergeflossen vor Freude, während sie bitterlich um sie geweint haben.“ 

Mich bestärken solche Erzählungen in meinem Glauben. Der Glauben an ein Leben nach dem Tod ist tröstlich und entlastend. Und er kann helfen das eigene Leben besser anzunehmen. Auch das, was daran unvollständig bleibt. Christinnen und Christen glauben:

Das Leben ist nicht alles. Es geht weiter, auch nach dem Tod. Ich glaube das wirklich – und ja: Es macht einen Unterschied – nicht erst beim Sterben, sondern gerade auch beim Leben.

 

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