Manuskripte

SWR2 Wort zum Tag

Ein fast normales Dorf irgendwo in Afrika. Die Häuser aus Backsteinen sind klein und ärmlich. Viele Hütten sind nur strohgedeckt. Und es weht ein leichter Wind über die staubigen Straßen.

Doch etwas ist anders. Ein gut fünf Meter hoher Turm aus Baumstämmen ragt in den Himmel. Und oben an der Spitze drehen sich die Flügel einer Windmühle.

Dieses kleine Dorf hat weder fließend Wasser noch Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Aber diese Windmühle produziert Strom.

Und das wirklich schier unglaubliche daran ist: Ein 14-jähriger Junge hat diese Windmühle gebaut. Aus einem alten Fahrrad und Material vom Schrottplatz.

William Kamkwamba aus Malawi in Afrika hat das geschafft. Er hatte nicht einmal einen Schulabschluss und ist in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen. Aber er hatte eine Vision. Ein Buch über die Nutzung von Energie hat ihn inspiriert. Und daraus hat er dann einen eigenen Plan entwickelt: Er wollte eine eigene Windmühle bauen um Strom zu bekommen. 

Und er hat seinen Plan in die Tat umgesetzt, obwohl es in Malawi zu der Zeit eine schlimme Hungersnot gegeben hat. Er hat einfach angefangen und Schritt für Schritt weitergemacht. Die Leute in seiner Umgebung haben das nicht verstanden. Viele haben ihn ausgelacht. Weil er so viel Zeit und Arbeit in sein Projekt gesteckt hat, dachten manche sogar er habe wirklich den Verstand verloren.

Dennoch hielt er hartnäckig an seinem Ziel fest. Und schließlich hat er es geschafft. Er hat eine Windmühle gebaut die funktioniert und Strom produziert. Und nach diesem ersten Erfolg baute er noch weitere Windräder. Mittlerweile hat er sogar eine Windmühle gebaut die sein ganzes Heimatdorf über eine elektrische Pumpe mit frischem Trinkwasser versorgt. Sein Erfolg hat sich in Windeseile herumgesprochen und so ist William Kamkwamba über die Jahre weltbekannt geworden.

Er hat ein Buch über sein Leben geschrieben und mittlerweile gibt es sogar einen Film über ihn.

Ich kann nur staunen, wie es William geschafft hat, aus diesen schwierigen Lebensumständen auszubrechen.

Er zeigt mir, dass es in unserer Welt immer wieder möglich ist, die Welt zum Guten zu verändern.

Vor allem aber: Anstatt endlos über Probleme zu reden, ist es viel besser einfach mal anzufangen an den Lösungen zu arbeiten.

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