Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Kleider machen Leute heißt es. Was wir anziehen, drückt was aus. Unsere Kleidung spricht. Sagt etwas darüber, wer wir sind und was wir tun. Dienstkleidung zum Beispiel macht aus einem Menschen einen Sanitäter, eine Ärztin, eine Krankenschwester, einen Piloten. So erkennt man Polizei und Feuerwehr von weitem schon. Uniform formt und informiert.

Eine besondere Uniform ist die Schürze. Mann und Frau tragen sie über der Kleidung vor Bauch und Brust gebunden zum Schutz bei der Arbeit im Haushalt oder als Köche, Bäcker, Kellner, Metzger, Schmiede oder Reinigungskräfte.

Die Schürze ist die Uniform des Handwerks und des Fleißes schlechthin. Sie ist so alt wie die Menschheit. Sehr eindrucksvoll finde ich den Augenblick der Passionsgeschichte, in dem Jesus sich eine Schürze umbindet.

Die Bibel sagt, das sei vor dem letzten gemeinsamen Abendessen geschehen. Da kommen sie alle zusammen, die eng mit Jesus verbunden sind. Und wenn man in der jüdischen Kultur einen Raum betritt, um zusammen zu essen, muss man sich zuerst waschen. Vor allem die Füße. Und das macht in der Regel ein Diener. Aber hier passiert etwas anderes:

Jesus bindet sich eine Schürze um und legt selbst Hand an und beginnt damit, seinen Leuten die Füße zu waschen. Sensationell. Entsprechend verwundert sind seine Leute auch. Ja Petrus will sich sogar verweigern, weil er spürt, dass es umgekehrt sein müsste.

Aber Jesus lässt sich nicht beirren und macht damit deutlich, wie er gerne unseren Umgang miteinander hätte. Dass wir nämlich einander weniger den Kopf waschen, sondern doch öfter die Füße.

Aber Achtung! Das ist nicht so einfach. Das geht nicht übergriffig, sondern nur in gegenseitigem Einverständnis. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine große Geste. Der Papst macht es bis heute. In dieser Woche auch. Dienstleistung der besonderen Art ist gefragt. Zuneigung und zartes Anfassen. Das hat Hand und Fuß.

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