Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Christ werden. Glauben. Wie kann das gehen?  

In meiner Kirchengemeinde stellen wir uns die Frage. Und ringen um Ideen.

Dabei ist mir Charlotte in den Sinn gekommen. 

Ich sehe sie noch genau vor mir: Schwarze, lange Haare. Große, neugierige Augen und einen pinken Koffer in der Hand.

Charlotte war vor ein paar Jahren unsere Austauschschülerin aus England. Zwei Wochen hat sie bei uns gewohnt.  Charlotte wollte lernen. Vor allem die deutsche Sprache, aber sie interessierte sich für alles, was typisch deutsch ist.

Und so haben wir ihr gezeigt und erzählt, was so typisch für uns ist. Deutsches Essen, bestimmte Redewendungen, Kulturelles und Sehenswürdigkeiten.

Charlotte hat einfach mit uns zusammengelebt. Wir haben sie überall mit hin geschleppt und ihr erklärt, was sie wissen wollte. Wir haben sie teilhaben lassen an unserem Leben. Und je mehr Charlotte unsere Kultur kennengelernt hat, umso mehr hat sie sich in die deutsche Sprache verliebt und sie fast nebenbei gelernt.

Vielleicht können wir uns in unserer Kirchengemeinde von den Austauschfamilien eine Scheibe abschneiden, wenn es um den Glauben und das Christ werden geht: Anderen erzählen, was mir wichtig am Glauben ist. Was der Glaube mir bedeutet. Was für mich typisch ist. Den ganz persönlichen Glauben miteinander teilen:

Dass ich mich geborgen fühle und von Gott begleitet. Dass ich nur staunen kann über alles Lebendige auf der Welt. Dass ich spüre: Gott geht es um mich. So wie ich bin. Auf Gottes Liebe ist Verlass.

Diesen Glauben kann ich anderen nicht aufdrängen, nur anbieten.

Glauben kann ich nicht lernen wie Vokabeln oder Grammatikregeln.

Aber ich kann erleben, was Glauben bewirkt: Im Austausch mit anderen, beim Beten, im Vertrauen auf Gott, der es mit jedem Menschen gut meint.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28190

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