Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Feiern hilft. Punkt. Auf grauem Asphalt sind in bunten Farben diese beiden Worte aufgesprüht: Feiern hilft. Und dahinter ein dicker Punkt. Damit scheint alles gesagt.

Der Satz bringt mich ins Nachdenken. Ich feiere ganz gerne. Mit anderen zusammensitzen, etwas leckeres Essen, ein gutes Glas Wein, Musik, die Zeit vergessen. Das mag ich. Aber: Wieso hilft feiern?

Im Leben geht es ja oft nicht gerade feierlich zu. Viel öfter erlebe ich da grauen Alltag, Verpflichtungen, Krankheiten und manchmal auch große Sorgen. Alles andere als feierlich.

Auf der anderen Seite spüre ich auf einem Fest: Da gibt es Menschen, mit denen ich gerne zusammen bin. Erzähle, lache oder auch jammere. Und da sind Menschen, die gerne mit mir zusammen sind. Sonst wären sie ja schließlich nicht gekommen.

Feste zeigen mir also:

Es gibt sie. Die schönen und bunten Zeiten. Und die Menschen, für die ich dankbar bin, die mir verbunden sind.

Ja, das hilft. Das hilft, das Schöne im Leben wahrzunehmen. Und zumindest für den Moment froh und dankbar zu sein. Mögen die Tage drumherum auch gerade ziemlich grau sein.

Für mich spielt dabei noch etwas eine Rolle: Mit den Menschen um mich herum, in dem unbeschwerten, ehrlichen Miteinander erfahre ich, dass es Gott gut mit mir meint.

In der Bibel ist die Rede vom Leben in Fülle (Joh 10,10), das Gott für jeden Menschen will.  Gott will also, dass es mir rundum gut geht. Dass ich mich geborgen und aufgehoben fühle. Dass ich gesegnet bin.

Davon können mir Feste eine Ahnung geben.

So hoffe ich, dass es immer mal wieder einen Grund zum Feiern gibt.

Denn: Feiern hilft. Punkt.

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