Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Für neue Anfänge sind wir nie zu alt. Im Gegenteil. Je älter wir werden, umso mehr können wir mit uns anfangen. Die Entwicklungspsychologen, also die Fachleute, die den Lebenszyklus des Menschen erforschen, die behaupten ja, dass wir praktisch alle 7 Jahre spätestens, wieder von vorne anfangen. Unser Leben kennt ganz viele Abbrüche und  Aufbrüche. Ganz viele Schwellen gilt es da zu überschreiten. Irgendwann sind wir kein Kind mehr, wissen aber überhaupt nicht, was wir dann sind, pubertieren uns wund, bis es heißt, wir seien erwachsen jetzt.

Dann versuchen wir alles Mögliche und vor allem Unmögliche in den Griff zu bekommen. Sind überall gleichzeitig unterwegs, werden aus und fortgebildet, eingebildet womöglich auch, bringen unser Leben irgendwie unter Dach und Fach, verpartnern uns waghalsig, bekommen Kinder und  andere Sorgen…Und schon ist wieder ein Stück zu Ende, mittendrin statt nur dabei, haben wir Grenzen und Brüche zu verkraften, machen Erfahrungen, die wir nicht gebraucht hätten, hören immer öfter den Satz: Hauptsache gesund! Schön wärs.

Und dabei bleibt es nicht. Denn das Leben geht weiter mit uns. Und wieder nehmen wir Abschied, von Menschen, die zu uns gehörten, von Aufgaben, die jetzt andere tun, von Ämtern und Verpflichtungen, Unruhestände aller Art kommen auf uns zu.

Es bleibt immer spannend. Wie beim Vater Abraham, dem im hohen Alter noch Gott sagt:
„Geh aus deinem Vaterland, lass alles hinter Dir und komm, ich führ Dich in ein neues nie gesehenes Land.“

Und da packt der sogenannte Vater des Glaubens beherzt seine 7 Sachen, mitsamt seiner Frau Sarah und bricht auf zu neuen Ufern. Völlig ahnungslos aber vertrauensvoll sagt er sich:
Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Wir hören am besten nie auf mit dem Anfangen. Damit wir nicht aus der Übung kommen. Es ist Land in Sicht. Und Gott ist schon da und erwartet uns. Wohin das führt? Wir werden uns noch wundern…

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