Manuskripte

SWR4 Abendgedanken

Ich bin ein großer Fan von Harald Lesch. Er arbeitet als Astrophysiker, Naturphilosoph und Fernsehmoderator. Immer wenn ich Harald Lesch zuhöre, lerne ich etwas dazu. Ich weiß nicht, wie ein Mensch so schlau sein kann. Vor allem bei Fragen rund um den Urknall oder schwarze Löcher läuft er zur Hochform auf.

 

Kurz vor Weihnachten habe ich einen seiner Vorträge gehört. Diesmal ging es nicht um ferne Galaxien, sondern um unsere kleine Mutter Erde. Der Vortrag hat mir ziemlich die Stimmung verdorben, denn er enthält eine einfache Botschaft: Die Menschheit schafft sich ab.

Harald Lesch verkündet darin nicht viel Neues. Schon als Schulkind habe ich vom Klimawandel gehört. Von den Regenwäldern, die verschwinden. Von den Insekten, die sterben. Von einem Planeten, der sich aufheizt.

Ehrlich gesagt: Oft vergesse ich einfach diesen nervigen Klimawandel und lebe mein Leben. Ich fühle mich überfordert, wenn davon berichtet wird, wie das Eis am Nordpol schmilzt. Manchmal habe ich heimlich gehofft, dass es alles halb so schlimm wird.

Doch nach dem Vortrag von Harald Lesch geht das nicht mehr. Ich will nicht, dass die Menschheit sich abschafft. Ich will, dass meine Kinder und Enkel auch noch gut hier leben können.

Vielleicht fehlt uns Menschen oft die Fantasie. Bisher heißt es oft: Entweder alles geht so weiter oder wir müssen ganz viel aufgeben: Weniger in den Urlaub fliegen, weniger Fleisch essen. Das motiviert mich nicht gerade.

Ich träume von einer Welt, in der wir staunen über all die kleinen Wunder um uns herum. Ich muss nicht nach Neuseeland fliegen, um eine wunderschöne Natur zu sehen. Das Glück liegt oft schon viel näher. Auch im Schwarzwald gibt es wunderschöne Wasserfälle und wilde Schluchten. Wahrscheinlich werden wir tatsächlich auf einiges verzichten müssen, was heute möglich ist. Vielleicht sind wir dann aber trotzdem glücklicher. Weil wir spüren: Es ist möglich anders zu leben und die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Es liegt an uns Menschen, ob sich die Menschheit abschafft. Viel besser fände ich es, wenn wir uns fragen, was uns wirklich glücklich macht. Um dann zu sehen: Mensch und Natur können es zusammen schaffen.

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