Manuskripte

SWR4 Abendgedanken

Seit meine Kinder erwachsen sind, muss ich keine Nikolausstiefel mehr füllen. Aber der Nikolaus, der diesem Tag seinen Namen gegeben hat, ist mir trotzdem wichtig. Und das fängt schon bei seinem Namen an. Heutzutage kommt der Name oft vor. Niki, Niklas, Nikolas, Nikolai, Klaus und Claas, -- es gibt eine große Zahl von Varianten, die alle auf den Namen Nikolaus zurückgehen. Niko-Laos, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich: Sieg des Volkes. Im 4. Jahrhundert war dieser Name sehr beliebt. Damals haben Christen um das Recht gekämpft, ihren Glauben frei und offen leben zu können und nicht vom Kaiser verfolgt zu werden, weil sie Christen sind. Wer sein Kind Nikolaus genannt hat, der hat damit ausgedrückt: Der Kaiser hat nicht das Recht, sich über den Glauben des Volkes zu stellen.

Nikolaus von Myra hat diese politischen Entwicklungen persönlich miterlebt. In seiner Amtszeit als Bischof endeten die Christenverfolgungen, und der Glaube an Jesus Christus wurde sogar Staatsreligion: Niko-Laus - das Volk siegt. Sicher hat auch Nikolaus von Myra dazu beigetragen, dass das möglich war, denn er war ein Mensch, der sich leidenschaftlich für andere eingesetzt hat. Es gibt viele Geschichten und Legenden über seine Wohltätigkeit und sein Engagement vor allem für die Notleidenden.

Berühmt ist die Erzählung wie er heimlich in der Nacht einem Vater Geld durchs Fenster zugeworfen hat. Die Familie war sehr arm und hungerte. Und die Töchter konnten nicht verheiratet werden, weil das Geld für die Mitgift gefehlt hat. Aber Nikolaus hat ihnen geholfen.

In der Nacht zum 6. Dezember stellen Kinder bei uns ihre Schuhe vor die Tür und freuen sich am nächsten Morgen, wenn die Schuhe über Nacht von den Eltern mit einem Schokoladen-Nikolaus gefüllt worden sind. Ein fröhlicher Brauch, Ein Brauch, der immerhin die Erinnerung wach hält an einen imponierenden Menschen Nikolaus von Myra. Ich spüre jedes Jahr, wie mir auch heutzutage die Geschichten von Menschen wie ihm gut tun. Sie ermutigen mich, dass ich nicht alles hinnehmen muss. Es lohnt sich, sich mit anderen zusammen zu tun und für ein Leben in Freiheit einzusetzen.

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