Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Jetzt hat er also wieder gestartet, der Advent. Und alle Jahre wieder erlebe ich diesen verrückten Widerspruch: Einerseits möchte ich, dass es im Advent ein bisschen ruhiger zugeht. Ich sehn mich nach ruhigen Momenten mit Kerzenschein, Adventskalender und Gemütlichkeit. Andererseits renne ich in diesen Wochen bis Weihnachten erst recht herum. Für viele ist der Advent eine besonders hektische Zeit. Weihnachtsgeschenke besorgen, diverse Adventsfeiern besuchen, im Büro noch die letzten To-Dos des Jahres abarbeiten. Alle Jahre wieder überleg ich: Wie krieg ich es bloß hin, den Advent ruhiger zu erleben?

Was mir in den letzten Jahren oft geholfen hat: Dinge wegzulassen. Mir weniger vorzunehmen. Eine Freundin von mir hat vor Jahren schon erzählt: „Wir gehen nicht mehr zu jeder Adventsfeier. Und wir backen keine zehn Sorten Plätzchen. Und Geschenke gibt es auch nicht mehr von jedem für jeden, zumindest bei uns Erwachsenen.“ Das ist mir hängengeblieben, und seitdem versuche ich es im Advent auch: Dinge wegzulassen. Den Druck ein wenig rauszunehmen. Wir haben zum Beispiel in der Familie auch ausgemacht: Die Erwachsenen schenken sich nichts mehr gegenseitig. Wir suchen uns stattdessen ein Projekt aus in Afrika oder Südamerika, für das wir alle etwas spenden. Das hat nicht nur den schönen Effekt, dass wir weniger Zeit in übervollen Geschäften verbringen müssen. Es bringt auch etwas Weihnachtsfreude in andere Teile dieser Welt. Und im Büro: Da nehme ich mir jetzt Anfang Dezember meine To-do-Liste noch einmal vor und überlege: Was muss ich wirklich noch dieses Jahr fertig kriegen? Oder was hätte vielleicht noch Zeit bis 2019?

Jedes Ding, jedes To-Do, das ich weglasse, schafft Raum. Raum für ein bisschen mehr Durchatmen bei Kerzenschein. Oder, das gehört für mich als Christin auch dazu: für ein kleines Gespräch ab und zu mit dem lieben Gott. Ich hoffe, ich bekomme das in diesem Advent oft hin: Weniger machen. Und mehr erleben und genießen.

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