Manuskripte

SWR3 Gedanken

Im Christentum spielen Schafe eine wichtige Rolle. Jesus vergleicht die Menschen oft mit Schafen. Nun denken aber viele, dass Schafe einfältig und dumm sind. Wie passt das zusammen?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Schafe sich Gesichter merken können. Sie können Menschen und die anderen Schafe ihrer Herde wiedererkennen. Außerdem kann man beobachten, dass Schafe aufgeschlossen, gesellig und kontaktfreudig sind. Die sind also ganz schön klug, die Schafe. Viel besser als ihr Ruf.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse hatten die Menschen zur Zeit Jesus natürlich noch nicht. Aber die Menschen damals haben ihre Tiere genau beobachtet und ähnliches festgestellt. Schafe leben gerne in ihrer Herde und wo sie sich wohlfühlen, da bleiben sie auch. Sie vertrauen demjenigen, der sich um sie kümmert.

Jesus sagt von Gott, dass er wie ein Hirte ist und von den Menschen, dass sie sind wie die Schafe. Er meint damit, dass Gott sich um die Menschen kümmert, wie sich eben ein guter Hirte um seine Schafe kümmert. Und er rät den Menschen, es den Schafen gleich zu tun. Klug zu sein und da zu bleiben, wo es ihnen gut geht. Sie können Gott vertrauen. Und weil er sich gut um sie kümmert, müssen sie nicht fortlaufen und wo anders nach dem Ort suchen, an dem es ihnen gut geht. Sie haben bei ihm alles, was sie für ein gutes Leben brauchen.

Mir gefällt dieses Bild von den Schafen und dem Hirten. Ich mag die Gemeinschaft und ich hab das schon erlebt, dass Gott sich gut um mich kümmert und ich mich auf ihn verlassen kann. Ich glaube, dass er für mich sorgt. Dass er mir zum Beispiel die nötige Kraft schenkt, die ich für besondere Aufgaben brauche. So ein bisschen wie Kraftfutter, das Schafe von ihren Hirten bekommen. Ich bin gern ein Schaf in Gottes Herde.

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