Manuskripte

SWR4 Abendgedanken

Seit gestern rollt er endlich, der Ball bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland. Ich hoffe, es wird gute und spannende Spiele geben. Wobei es zur Ungerechtigkeit des Fußballs gehört, dass nicht immer die Besseren gewinnen. Da gibt es Mannschaften, die spielen einen schönen, leidenschaftlichen Fußball, haben viele Chancen, bekommen aber einfach den Ball nicht ins gegnerische Tor. Und sie verlieren, obwohl sie das eindeutig bessere Team waren. Auch bei der jetzt anstehenden WM wird es das sicherlich wieder geben.

In diesen Fällen wird von Kommentatoren manchmal der Fußballgott bemüht, der den einen eben gut und den andern schlecht gesonnen ist. Der die Sieger liebt und die Verlierer im Stich lässt. Wenn es wirklich diesen Fußballgott gibt, dann tickt der aber ganz anders als der Gott, an den ich glaube. Bei ihm stehen nämlich die Verlierer im Vordergrund. Jesus hat nichts gegen Gewinner, er diskutiert auch mit den Reichen und Etablierten seiner Zeit, aber seine Sympathie, seine Solidarität und vor allem sein Engagement gilt den Verlierern. Denen, die rausgeworfen werden aus der Gesellschaft, die nicht im Turnier der Großen mitspielen dürfen. Den Aussätzigen, Behinderten, Zöllnern, die zwar reich sind aber gemieden werden, den Prostituierten, den Gassenjungen und eben den ganz einfachen Fischern am See Genezareth. In der Sprache des Fußballs sind das alles Leute, die höchstens Kreisklassenniveau haben.

In den nächsten Wochen wird es 31 Verlierer geben. Weltmeister kann nur eine Mannschaft werden. Da ist es gut zu wissen, dass Gott auf der Seite der Verlierer steht. Denn davon gibt es nicht nur mehr, sondern sie haben seinen Beistand auch nötiger.

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