Manuskripte

SWR3 Worte

Die Schriftstellerin Lucy Fricke erinnert sich an ihre Mutter und entdeckt viel von ihr in sich selbst:

Sie hat nie gesagt: Mach was Ordentliches! Sondern immer: Mach dein Ding! …

Ich hatte oft das Gefühl, dass da mitschwingt: Wehe, du nutzt deine Chancen nicht! Da folgt der nächste Stress, glücklich soll man auch noch sein. Aber das ist man selten. Ich beobachte im Freundeskreis, dass manche nach Jahren der Selbstverwirklichung und Freiheit ihren eigentlichen Wunsch nach Sicherheit und Stabilität entdecken. Dass das Leben gar nicht so aufregend sein muss, wie sie immer dachten. Manchmal erkennt man das zu spät.

Die Schriftstellerin Lucy Fricke im Gespräch, in: Süddeutsche Zeitung vom 2.6.2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26621

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