Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Manchmal kann eine schwere Erfahrung ein Geschenk mit im Gepäck haben. Davon erzählt mir eine Patientin, die ich besuche. Eine Krebserkrankung liegt hinter ihr. Die Diagnose kommt wie ein Donnerschlag. Sie war immer gesund. Vielleicht mal eine Erkältung. Und jetzt: Die Diagnose Krebs verändert ihr Leben total.

Als sie mir das erzählt, steckt ihr die schwere Zeit noch in den Knochen. Sie ist nicht mehr die, die sie vor drei Jahren gewesen ist, das ist deutlich. Trotzdem ist da ein unglaubliches Leuchten in ihren Augen. Fast ein Strahlen! Denn jetzt kommt sie bei der Erzählung zum wichtigsten Punkt. Findet sie jedenfalls.

„Sie glauben es nicht“,  sagt sie, „aber bei meinem zweiten Krankenhausaufenthalt, da kam ich in dieses Zimmer. Da lag eine Frau im Bett daneben, die kam mir irgendwie bekannt vor. Wir erzählten ein bisschen.

Und dann ist herausgekommen, dass wir uns schon mal im Café begegnet sind. Wir sind uns auf den ersten Blick sympathisch gewesen. Doch damals haben wir nicht miteinander gesprochen. Und jetzt: Jetzt sind wir uns tatsächlich wieder begegnet. Auch noch in einem Zimmer!

Seitdem sind wir beste Freundinnen. Sie hat mir in der Erkrankung so geholfen und ich ihr auch. Wir unternehmen viel zusammen. Und jeder spürt, wie es der anderen geht. Es ist so ein Geschenk. Manchmal bin ich gar nicht böse um die Erkrankung, so schlimm das auch war. Meine Freundin hätte ich sonst nie gefunden.“ Das hat sie mir berichtet.

Manchmal kann eine schwere Erfahrung ein Geschenk mit im Gepäck haben. Manchmal schenkt uns Gott im tiefsten Tal einen Engel, der auch weiter an unserer Seite bleibt.  Die leuchtenden Augen der Frau haben diese Geschichte erzählt. Nichts ist leicht, wenn man schwer krank ist. Aber vieles ist leichter zu tragen, wenn man nicht alleine ist.

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