Manuskripte

SWR2 Wort zum Tag

Es ist immer mal gut, den Alltag zu unterbrechen
und sich zu fragen, was eigentlich so läuft und wie es läuft.
Viele tun das sowieso jeden Tag, abends oder mal zwischendurch.
Schauen zurück und fühlen noch mal,
wie das Leben sich angefühlt hat heute, was gelungen ist
und was eher weniger rund geblieben ist…
Früher hieß das „Gewissens-Erforschung“;
und war oft so ein „Ich stelle fest und bereue,
dass ich gesündigt habe…“ 

Bei bestimmten Gelegenheiten lohnt es,
auch mal ausführlicher hinzuschauen
und ausdrücklich und mit etwas mehr Aufwand.
Besonders, wenn es irgendwie schwieriger wird,
wenn die eigenen Pläne auf Probleme stoßen,
wenn plötzlich Geld fehlt oder andere Ressourcen,
wenn die Gruppe oder die Firma das Gefühl hat: der Erfolg lässt nach.
Spätestens dann stellt sich die Frage:  Was ist falsch gelaufen –
und wie geht’s und wie gehen wir weiter.

Wobei: Damit so ein Rückblick eine Zukunfts-Perspektive bekommt,
braucht es dringend auch den Blick auf’s Positive:
noch mal anschauen oder neu entdecken,
was gut gelaufen ist; wofür ich dankbar sein kann.
Wie ich weitermachen sollte oder sogar noch besser werden könnte.

Die katholische Kirche im Bistum Trier
hat sich solche Fragen auch gestellt.
Und das mit dem sicheren Eindruck: Es läuft zwar noch ganz gut –
aber manches muss sich ändern und vielleicht müssen wir uns neu aufstellen.
In einer Synode haben sie drei Jahre lang beraten
und viele Beschlüsse gefasst und Pläne gemacht.

Und jetzt stellen sie die Fragen noch mal
auf der Ebene, wo Kirche eigentlich stattfindet:
Vor Ort, in der Nachbarschaft, im Dorf oder im StadtViertel.
Dazu haben sie Erkundungs-Teams losgeschickt, immer zu dritt,
die mit Fragen und neugierigen Blicken kommen:
Wie leben die Menschen hier vor Ort? Was ist ihnen wichtig?
Welche Probleme beschäftigen oder bedrängen die Menschen?
Und wozu wird die Kirche hier in der Gegend gebraucht?

Erkundungs-Teams: Das klingt nur ein bisschen nach Spionage.
Erkunderinnen und Erkunder wollen zur Selbsterkenntnis helfen.
Die Leute in den Dörfern und Stadtvierteln
werden mit ihnen gemeinsam nochmal neu hingucken,
und dabei entdecken, dass „hier bei uns“
ja eigentlich ganz schön viel christliches Leben lebendig ist.
Anders vielleicht als früher, bunter, weniger fromm auf den ersten Blick,
an Ecken und bei Menschen, wo man’s gar nicht vermutet hätte;
aber eben doch so, dass es den Menschen leben hilft
und auf ihre Fragen antwortet.

Ob und wozu die Kirche weiterhin gebraucht wird,
das entscheidet sich in erster Linie vor Ort, da,
wo Menschen leben und lieben und glauben.
Da ist bestimmt noch viel zu entdecken.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=26119

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