Manuskripte

SWR2 Wort zum Tag

Wie kann es gelingen, dass weltweit alle Menschen gerecht und in Würde leben können, ohne dass wir den Planeten zerstören? Das ist gegenwärtig die Frage aller Fragen, davon ist jedenfalls der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler überzeugt, und das mit guten Gründen. Viel Zeit ist bekanntlich nicht mehr. Wird die fortschreitende Klimaerwärmung nicht gestoppt, so hat es fatale Folgen. Kommt es nicht zu einem weltweiten Lastenausgleich und wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer, sind brutalste Konflikte und Katastrophen absehbar. Die Zeit drängt.  Angst ist durchaus angebracht, die Zukunftsszenarien sind bedrohlich, aber Panikmache wäre ein schlechter Ratgeber. Es braucht klaren Kopf und wirkliche Weitsicht. Dass es so nicht weitergehen kann,  sagen  Vernunft und Glaube. Der Lebensstil hier im Westen kann auf diesem Niveau nicht für alle Menschen realisiert werden, dazu fehlen die Ressourcen. Was aber nicht prinzipiell für alle zugänglich ist und geteilt werden kann, ist für einzelne dann unmoralisch, denn sie leben auf Kosten anderer.

Speziell im christlichen Glauben lebt diese schöpferische Unruhe,  sich mit dem, was falsch ist, nicht abfinden und abspeisen  zu lassen. Jesus selbst, der Prophet von Gottes Reiche, war überzeugt davon, dass Frieden und Gerechtigkeit möglich sind.  Von diesem unerschöpflichen  Gottvorkommen  gilt es Gebrauch zu machen – so wie es Jesus selbst tat und viele seitdem. Er hat   Gottes Güte ausgeteilt  unter den Mitmenschen, denn er war ohne Angst um sich selbst.  Aufgrund seiner Gottverbundenheit konnte er sich verausgaben für andere, ohne sich zu verlieren. Aktiv hat er sich eingesetzt, damit Gerechtigkeit und Frieden wirklich werden. Deshalb fand er sogar den Mut, das damalige Macht- und Geldzentrum, den Tempel in Jerusalem, kritisch in Frage zu stellen.  Diese Gottesleidenschaft für alle Menschen hat er   mit dem Tod besiegelt, und zwar „für euch und für alle“.  Mit seiner Gotteskraft gilt es, die heute brennenden Probleme gezielt ins Auge zu fassen und zu tun, was dringlich und möglich ist. Das fängt beim eigenen Lebensstil an.

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