Manuskripte

SWR3 Worte

Pu der Bär muss nachdenken. Gerade hat sein Freund Christopher Robin ihm eine Frage gestellt, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Er hat gefragt: Was tust du am allerliebsten? Pu denkt Folgendes:

„Obwohl Honigessen etwas sehr Gutes war, was man tun konnte, gab es doch einen Augenblick, kurz bevor man anfing den Honig zu essen, der noch besser war als das Essen, (aber er wusste nicht, wie der hieß.) Und dann, fand er, war Mit-Christopher-Robin-zusammen-sein auch etwas sehr Schönes, (was man tun konnte,) und Ferkel-in-der-Nähe-haben war auch etwas sehr Angenehmes, (was man gut haben konnte;) deshalb sagte er, nachdem er alles durchdacht hatte: „Am liebsten von der Welt mag ich, wenn Ferkel und ich dich besuchen gehen und du sagst: `Wie wärs mit einem kleinen Imbiss?“„Das mag ich auch“, sagte Christopher Robin, „aber was ich am liebsten tue, ist gar nichts.“ „Wie tut man gar nichts?“, fragte Pu. „Das ist, wenn man es gerade tun will und die Leute wollen von einem wissen: `Und was willst du jetzt tun, Christopher Robin?´ Und dann sagt man: `Och, gar nichts´, und dann tut man´s einfach.“

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