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SWR3 Worte

11SEP2021
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Manchmal gibt es Wunden und Verletzungen, die schmerzen immer noch, obwohl man sie gar nicht mehr sehen kann. Davon berichten auch Menschen in der Bibel – und erzählen, was Ihnen dann trotzdem Hoffnung gibt:

 „Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen. Gott ist groß und von großer Kraft, und unermesslich ist seine Weisheit.“

Aus: Die Bibel, Psalm 147,3+4, Lutherbibel 2017

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33870
10SEP2021
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Was die Zukunft bringt, kann niemand voraussagen. Aber trotzdem tragen unsere Entscheidungen heute dazu bei, wie die Zukunft sein wird, meint der Zukunftsforscher Matthias Horx:

„Zukunft ist eine innere Entscheidung. Für ein Genug statt ein Zuviel. Für das Umarmen der Angst. Für Achtsamkeit statt Hass. Für Zuversicht statt Zynismus.“

Aus: Matthias Horx, Die Hoffnung nach der Krise, Wohin die Welt jetzt geht oder wie Zukunft sich immer neu erfindet

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33869
09SEP2021
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Ihre Arbeit ist vielen Menschen heilig! Aber viele leiden auch unter ihren Arbeitsbedingungen. Der Journalist Nils Minkmar hat sich gefragt, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Er findet, so wie jetzt sollte es nicht weitergehen:

„Unsere säkulare Religion, die Arbeit, bräuchte eine Reformation: Wenn einige weniger arbeiten und andere, die nicht arbeiten, mehr wertgeschätzt würden, täte das allen gut. Schließlich ist es das eine, geniale Träume zu träumen, aber das andere, jemanden zu kennen, der Zeit hat, sie sich anzuhören.“

Aus: Nils Minkmar, Langeweile am Arbeitsplatz – Eines der letzten großen Tabus, in Deutschlandfunk Kultur, Politisches Feuilleton, Beitrag vom 11.08.2021

https://www.deutschlandfunkkultur.de/langeweile-am-arbeitsplatz-eines-der-letzten-grossen-tabus.1005.de.html?dram:article_id=501506

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33868
08SEP2021
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Gibt es das überhaupt, ein sorgenfreies Leben? Der Theologe Friedrich Schleiermacher meint: Nein. Aber es macht einen großen Unterschied, worum man sich sorgt:

„Sorge dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in dir zu tragen.“

Friedrich Schleiermacher, Monologe

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33867
07SEP2021
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Was ist eigentlich Glück? Dieser Frage geht der Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen nach - und kommt zu einem überraschenden Ergebnis:

„Ich glaube, Glück besteht maßgeblich darin, sich verbunden zu fühlen: im Freundeskreis, im Kollegenkreis stabile, positive Beziehungen zu haben. Das Gefühl, gebraucht zu werden, ist ganz existenziell. Und das Sinnvollste, was man mit Geld machen kann ist, es für andere auszugeben. Ehrenamtlich Engagierte leben bis zu sieben Jahre länger. Das einfachste Glücksrezept: Wenn du wirklich etwas für dich tun willst – tu was für Andere!“

Aus: Interview mit Eckart von Hirschhausen zur ARD-Themenwoche zum Thema „Glück: "Sagt allen, was Ihr Euch wünscht", 05.11.2013

https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2013/11/20131105_interview_hirschhausen.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33866
06SEP2021
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Es braucht nicht immer ein dickes Fell, um in der Welt was zu verändern. Im Gegenteil - die Autorin und Journalistin Ursula Ott setzt ihre Hoffnung auf die Dünnhäutigen:

„Geheuchelte Gelassenheit – das ist das Letzte, was wir gerade brauchen. Wir sollten im Büro lieber Mütter und Väter aushalten, die in der Morgenkonferenz ehrlich zugeben, dass sie völlig übernächtigt sind. Und wir brauchen uns nach über einem Jahr Pandemie, nach Bildern von Überflutungen und Naturkatastrophen, überhaupt nicht schämen, wenn wir dünnhäutig geworden sind. Wir brauchen keine Trainings für mehr Widerstandskraft. Wir brauchen Bürgerinnen und Bürger, die sich stressen lassen, die verwundbar bleiben. Damit sie statt innerer Widerstandskraft lieber echten Widerstand leisten. Gegen Arbeitszeiten, die krank machen. Gegen ein Klima, das den Planeten zerstört. Gegen alles, das uns wirklich stresst. Und für eine Zukunft, die für alle lebenswert ist. Und nicht nur für einzelne, die sich genug Hornhaut auf der Seele zugelegt haben.“

Aus: Ursula Ott, Geheucheltes Mitgefühl – Warum eine Floskel keine Anteilnahme ist, Deutschlandfunk Kultur, Politisches Feuilleton, Beitrag vom 04.08.2021

https://www.deutschlandfunkkultur.de/geheucheltes-mitgefuehl-warum-eine-floskel-keine.1005.de.html?dram:article_id=501208

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33865
05SEP2021
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Oft weiß ich ganz genau, was mir eigentlich gut tut, aber trotzdem fällt es mir enorm schwer, das dann auch zu tun. Die Theologin und Autorin Susanne Niemeyer meint, Innehalten kann helfen. Sie sagt:

„… Warum lebe ich nicht das Leben, von dem ich weiß, dass es mir gut tut? … Was nimmt mich gefangen? Und womit nehme ich andere gefangen? Ich glaube, in einer wunderbaren Welt der tausend Angebote hilft es, manchmal die Seele umzustülpen und zu schauen, was wirklich glücklich macht. Mich für eine Zeit aus der Leistungsgesellschaft auszuklinken. Mir frank und frei eingestehen zu können: läuft gerade nicht so gut. Ich will was ändern. So eine Zeit holt diese riesigen Fragen in den Alltag: Bitte sehr, probiere es aus, sagt sie. Für das schönere, bessere, wildere, für das echte Leben. Du bist so frei.“

Aus: Susanne Niemeyer, Mut ist … Kaffeetrinken mit der Angst – 40-mal anfangen

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33864