Alle Beiträge

Die Texte unserer Radiosendungen in den Programmen des SWR können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.


SWR3 Worte

10JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Werner Mang ist ein Schönheitschirurg. Er operiert aber nicht alles. Er sagt:

Ich schicke etwa 10 Prozent der Patienten wieder weg. Das hat zwei Gründe: Entweder sind die Patienten vielfach operiert worden und nie zufrieden, manche haben auch das Dysmorphophobie-Syndrom – sehen also ordentlich aus, fühlen sich aber hässlich. Da muss man als guter Schönheitschirurg auch Psychologe sein. Andere Patienten kommen mit einem Bild von Kylie Jenner, die angeblich mit ihren Po-Implantaten Milliardärin geworden ist, und wollen auch solche Implantate bekommen. Das mache ich nicht. Po-Implantate verrutschen manchmal und verursachen häufig medizinische Probleme. Medizinisch nicht vertretbare Operationen sollte man ablehnen. Leider gehen die Patienten dann woanders hin oder ins Ausland – und dann ist oft der Katzenjammer groß.

 

Quelle: Schwäbisches Tagblatt, Samstag, 26. Juni 2021, Interview von David Nau mit Werner Mang, „Zuckerberg & Co. Haben Monster erschaffen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33478
09JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Schönheitschirurg Werner Mang hat früher in Amerika gearbeitet. Auf die Frage warum er wieder zurück an den Bodensee gekommen ist, sagt er:  

Hier sind meine Wurzeln. Ich bin ein ganz konservativer Mensch, bete am Abend und brauche meine Familie. Ich habe hier Freunde, mit denen ich auf der Volksschule war und heute noch Tennis spiele. Das alles habe ich in Los Angeles nicht. Dort ist nur Money. Und Money macht nicht glücklich. Ich kann nur jedem sagen, der eine Heimat hat und sich dort wohl fühlt: Das ist das größte Glück im Leben.

 

 

Quelle: Schwäbisches Tagblatt, Samstag, 26. Juni 2021, Interview von David Nau mit Werner Mang, „Zuckerberg & Co. Haben Monster erschaffen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33477
08JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Über Winston Churchill wird folgende Geschichte erzählt:

Churchill spazierte mit seiner Frau durch London. Dort wurden sie von einem Straßenfeger angesprochen. Churchill ging weiter, seine Frau unterhielt sich ein Weilchen mit dem Mann. Danach fragte Churchill sie: „Worüber habt ihr so lange gesprochen?“ Sie: „Ach wir kennen uns von früher. Er war damals sogar ein bisschen verliebt in mich.“ Churchill schmunzelte: „Siehst du, wenn du ihn geheiratet hättest, wärest du heute die Frau eines Straßenfegers.“ Sie: „Nein Darling, Wenn ich ihn geheiratet hätte, wäre er heute Premierminister.“

 

 

Quelle: Andere Zeiten. Magazin zum Kirchenjahr. Heft 2/2021. Seite 24. Hrsg. v. Andere Zeiten e.V. Fischers Allee 18, 22763 Hamburg 2021.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33476
07JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Unternehmer Bodo Janssen über Pausen:

Wir sollten den Pausen Priorität geben nicht den Terminen. Diese Unterbrechungen funktionieren dann wie Inseln im Laufe eines Tages, auf denen ich immer wieder Kraft tanken kann. Egal was vormittags passiert: Ich habe mittags meine Ruhezeit. Die ist heilig, da passiert absolut nichts. Und dieses Wissen darum, dass ich in ein paar Stunden wieder über eine Zeit verfügen werde, die mir heilig ist, in der ich mich um nichts kümmern, keinem Gedanken nachgehen werde – das schenkt mir Ruhe und Gelassenheit in den Arbeitsphasen.

 

 

Quelle: Galore Interviews, 47, 06/2021, 3109 Wörter mit Bodo Janssen, Dialog Verlag, Dortmund, S. 70.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33475
06JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Unternehmer Bodo Janssen macht regelmäßig Auszeiten im Kloster. Das tut ihm und seinem Unternehmen gut. Zum Beispiel dadurch:

Im Kloster habe ich dann die Entscheidung getroffen, die Menschen nicht weiter dafür zu nutzen, dem Unternehmen zu dienen. Sondern das Unternehmen dafür zu nutzen, die Menschen zu stärken. Ende des Jahres 2012 habe ich angefangen, alles so auszurichten, dass sich immer mehr Mitarbeiter in unserem Unternehmen psychisch, physisch und sozial wohlfühlen. Das heißt nicht, dass ich die Schmerzen der anderen lindere. Aber ich kann sie dabei unterstützen, selbst stark zu werden. Seitdem wächst unser Unternehmen in einer unfassbaren Dimension! Ich habe erfahren: Kümmere dich um die Menschen, dann kümmern sich die Ergebnisse um sich selbst.

 

 

Quelle: Galore Interviews, 47, 06/2021, 3109 Wörter mit Bodo Janssen, Dialog Verlag, Dortmund, S. 74.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33474
05JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Karlsruher Ralph Suikat ist Millionär. Zusammen mit anderen Millionären hat er die Initiative „taxmenow“ gegründet, also „besteuer mich jetzt“. Mit dieser fordert er dazu auf, dass Vermögende wie er höher besteuert werden. Auf die Frage warum er sich selbst finanziell schaden möchte, antwortet er:

Noch vor wenigen Jahren hätte ich … auch nur mit dem Kopf geschüttelt, weil wir in unserer Gesellschaft beinahe darauf trainiert sind, unsere Besitzstände reflexartig zu verteidigen…Wenn man sich aber etwas intensiver mit dem Thema soziale Gerechtigkeit befasst, dann kommt man relativ schnell zu dem Ergebnis, dass dort einiges falsch läuft und dass Handlungsbedarf besteht. Und ich denke, dass wir Vermögenden dort in einer besonderen Art und Weise aufgefordert sind, unsere Verantwortung wahrzunehmen und uns einzusetzen für diejenigen, denen es nicht so gut geht wie uns.

 

 

Quelle: Interview mit Ralph Suikat - Geld-Check - ARD | Das Erste

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33473
04JUL2021
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Dokumentarfilmer und Fotograf Georg Stefan Troller ist 99 Jahre alt. Auf die Frage was ihm das Alter bedeutet, hat er geantwortet:

Zu entsagen. Zufrieden zu sein mit dem was man hat. Sich abzufinden ist ein psychologischer Zustand des Alters, was einem das Altern erträglicher macht. Man braucht nicht mehr so viel. Man ist glücklich damit, dass man am Morgen aufwacht und noch da ist. Das Alter macht aber auch egoistisch, man wird auf sich und die primitiveren Bedürfnisse zurückgeführt. Man sucht keine intellektuellen Abenteuer mehr. Man sucht nicht mehr die eigene Vervollkommnung oder auch das totale Glück, das man sich einmal so vorgestellt hat. Man wird bescheidener und kommt mit sich selbst besser ins Reine, kommt mit sich selbst besser aus.

 

 

Quelle: Galore Interviews, 40, 04/2020, 2628 Wörter mit Georg Stefan Troller, Dialog Verlag, Dortmund, S. 21.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33472