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SWR3 Worte

15MAI2021
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Gerade in den vergangenen Monaten wurden viele Beziehungen auf eine harte Probe gestellt. Quasi einander aufgezwungen auf engem Raum, mussten sich viele Menschen neu kennen und auch ein Stück weit ertragen lernen. Folgender Text von Eva Strittmatter spricht mir da aus der Seele:

 

„Ich würde gerne etwas sagen, was dir gerecht wird und genügt.

Du hast mich, wie ich bin ertragen, und mir was fehlte, zugefügt.

Es ist nicht leicht mit mir zu leben. Und oft war ich dir ungerecht.

Und nie hab ich mich ganz ergeben. Du hattest auf ein Ganzes Recht.

Doch ich hab viel für mich behalten und dich ließ ich mit dir allein.

Und du halfst mir, mich zu gestalten Und: gegen dich mir treu zu sein.“

 

 

Quelle: https://wostilleist.blogspot.com/2015/08/widmung-i.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33125
14MAI2021
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Auch wenn diese Tage keine einfachen sind, hat der Autor Robert Betz dennoch recht, wenn er sagt:

 

Etwas Einzigartiges beginnt an jedem Morgen. Das Leben ruft dir zu: „Ich bin der neue Tag und ich schenke mich dir an diesem neuen Morgen. Ich bin ein unbeschriebenes Blatt und bin gespannt auf die Geschichten, die du auf mir schreibst oder auf das Bild, das du auf mir malst. Ich bin dein Instrument und ich sehne mich nach der Melodie, die du auf mir spielst. Ich bin die Stimme, die ich dir schenke, und ich freue mich auf das Lied, das du auf mir singst. Ich rufe dir freudig zu: „Mach etwas aus mir! Mach etwas Schönes aus mir. Mach das Schönste aus mir, wozu du fähig bist! Aber lass mich nicht unbewusst, ungelebt und ungeliebt verstreichen. Denn ich bin nur heute, morgen bin ich nicht mehr. Lebe mich jetzt!"

 

 

Quelle: Betz, Robert: Willst du normal sein oder glücklich? Heyne-Verlag 2018, Seite 20.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33124
13MAI2021
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Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es ist, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht, wieviel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es Ihnen sagen.

 

Petrus Ceelen: Ein Geschenk des Himmels

 

 

Quelle: https://www.deutschelyrik.de/manche-wissen-nicht-1797.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33123
12MAI2021
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Oft sagen wir „Na, was gibt’s Neues?“ und erwarten, dass wir einander Näheres aus unserem Alltag berichten. Doch möchten wir manchmal auch gern etwas anderes hören: dass uns jemand sagt: „Ich habe heute schon an Dich gedacht“ oder „Ich habe Dich vermisst“ (…) oder gar „Ich hab Dich wirklich gern.“ Wenn es auch nicht immer leicht fallen mag dies auszusprechen, so können solche Worte doch unsere Beziehungen zueinander vertiefen. Jemandem „Ich hab Dich gern“ zu sagen, mit welchen Worten auch immer, wird stets eine gute Nachricht sein. Niemand wird es in den Sinn kommen darauf zu antworten: „Schön, ich wusste das schon, Du brauchtest es mir nicht noch einmal zu sagen!“ Worte der Bestätigung, der Zuneigung und Liebe sind wie Brot. Wir brauchen sie Tag für Tag. Sie halten uns innerlich am Leben.

 

Worte, die uns ernähren – von Henri Nouwen

 

 

Quelle: Henri J.M. Nouwen, „Leben hier und jetzt –Jahreslesebuch, Herder, Freiburg, 2008, S. 55.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33122
11MAI2021
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Die drei schwierigsten Dinge für einen Menschen
sind nicht körperliche Höchstleistungen oder geistige Glanzstücke,
sondern erstens: Hass mit Liebe zu vergelten;
zweitens: das Ausgeschlossene mit einzuschließen;
drittens: zuzugeben, dass man unrecht hatte.
Meistert er diese drei Dinge, hat er das Leben gemeistert.

Anthony de Mello: Drei Dinge

 

 

Quelle: https://www.paungger-poppe.com/de/aktuelles/68-einfach-zum-nachdenken/339-einfach-zum-nachdenken-208

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33121
10MAI2021
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Bei einem Rundfunkwettbewerb wurde die Frage gestellt: „Welches ist der schönste Satz, den eine Frau hören kann?“ Nach vielem Hin und Her bekam eine junge Frau den ersten Preis.
„Der schönste Satz“, meinte sie, „den eine Frau zu hören bekommen kann, ist, wenn das Baby nachts um drei zu weinen anfängt und ihr Mann sagt: „ Bleib liegen Schatz. Ich geh schon!“

 

Quelle:Für jeden neuen Tag. Gedanken – Geschichten – Gebete. Heft 35. Hrsg. Vom AMD Stuttgart. 2006. S. 13.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33120
09MAI2021
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Eine über 3000 Jahre alte Weisheit aus Indien:

Die Gegenwart. Achte sie und behandle sie gut. Lass Dich auf sie ein, denn sie lebt, noch mehr: Sie ist voller Leben, sie ist das Leben.
Die Gegenwart. In ihrer kurzen Zeitspanne ist alles enthalten was es gibt, was existiert und was wahr ist: Die Freude am Wachsen, das Gelingen der Arbeit. Das Gefühl von Schöpferkraft.

Von der Vergangenheit bleibt ja nichts weiter als die Erinnerung, und die Zukunft ist nur eine Vision.
Die Gegenwart aber – richtig gelebt und erlebt – verwandelt die Vergangenheit in eine frohe Erinnerung und macht die Zukunft zu einem Ausblick voller Hoffnung.

Deswegen: Pass gut auf sie auf, die Gegenwart.


Quelle: Christian Leven. Heute ist der beste Tag zum Glücklichsein. Freiburg i.Br. 2007. S.384

https://www.kirche-im-swr.de/?m=33119