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SWR3 Worte

20MRZ2021
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Der Jazztrompeter Till Brönner wurde gefragt, ob er eine Vorstellung von Gott hat. Er war auf einer katholischen Schule und ist von Ordensleuten unterrichtet worden. Brönner sagt:   

„ Bei ihnen habe ich verstanden, dass Gott [...] in jedem von uns eine Rolle spielen kann, beispielsweise beim Verständnis für einen Mitmenschen. [...] In bestimmten Situationen, die ich als sehr glücklich empfand, habe ich mir eingebildet, die Nähe Gottes zu spüren.[...] Das ist fast schon ein erhabenes Gefühl, das kann ich nur mit Dankbarkeit in Verbindung bringen. Das sind Momente, die mich rühren, und eine solche Rührung darf man sich dann auch nicht verbieten.“

 

Quelle:

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2015/30933/ich-will-herausfinden-was-ich-wirklich-brauche-und-was-ich-weglassen-kann-till-boerner, Ausdruck vom 11.3.2021 um 10:44 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32773
19MRZ2021
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Heute findet der globale Klimastreik statt. Das deutsche Gesicht von „Fridays for Future“, Luisa Neubauer, predigte in der Fastenzeit im Berliner Dom. Sie sagte:

„[...] deshalb bin ich hier, als Christin und als Klimaaktivistin.[...] Die großen Schätze der Welt gilt es nicht zu sammeln. Es gilt sie zu beschützen. Es ist [...] die Schöpfung, die alles bereitstellt, was wir brauchen. [...]- denn es ist alles da, vorausgesetzt, wir gehen achtsam damit um. [...] Die unendliche Vielfalt der Arten, der Pflanzen und Tiere ist für uns da. Der Boden, der auch 10 Mrd. Menschen ernähren könnte, ist da wenn wir auf ihn aufpassen. [...] Statt aber [...] die Schöpfung zu bewahren, wüten wir. Wir häufen an, lassen Gier und Neid regieren. Wir machen aus einem “immer mehr” -“immer mehr Sorgen”. [...] In dem Augenblick in dem wir anerkennen, [...] wie mächtig unsere Sorgen geworden sind [...] eröffnet sich ein ganz neuer Blick auf unsere Welt [...] die aus dieser Pandemie heraus, wahrhaft besser werden könnte.“

Quelle:

https://www.berlinerdom.de/fileadmin/user_upload/01_Startseite-Home/Mediathek/Predigten/Predigten_zum_Nachlesen/2021/2021-02-28_Fastenpredigtreihe_Neubauer.pdf?v=1614595629, Ausdruck vom 09.03.2021 um 12:36Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32772
18MRZ2021
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Barack Obama fand bei seiner Stadtteilarbeit für eine Kirchengemeinde in Chicago auch zu seinem eigenen Glauben. Obama schreibt:

„Die Männer und Frauen, mit denen ich zusammenarbeitete, wuchsen mir schnell ans Herz: die alleinerziehende Mutter aus dem heruntergekommenen Wohnblock, die es irgendwie schaffte, ihren vier Kindern einen Collageabschluss zu ermöglichen; der irische Priester, der die Türen seiner Kirche jeden Abend öffnete, damit die Kids aus seiner Gemeinde eine Alternative zu den Gangs hatten; der entlassene Stahlarbeiter, der wieder die Schulbank drückte, um sich zum Sozialarbeiter ausbilden zu lassen. [...]Dank ihnen entdeckte ich eine Gemeinschaft des Glaubens – man durfte zweifeln und bezweifeln und trotzdem nach etwas suchen, das über das Hier und Jetzt hinausging. Und weil ich [...] von denselben Werten- Ehrlichkeit [...] und Empathie – hörte, die mir meine Mutter und meine Großeltern eingeimpft hatten, begann ich daran zu glauben, dass es etwas gibt, das alle Menschen verbindet.“

 

Quelle:Brack Obama: Ein verheißenes Land. Penguin Random House Verlagsgruppe, München 1.Auflage 2020, S.35/36.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32771
17MRZ2021
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Ich möchte es schöpferische Kraft nennen. Es ist ein Spektakel, was allein in jeder einzelnen Zelle geschieht. Wenn man sich vorstellt, was da los ist – wie kann man dann das Schöpferische verneinen? Ich müsste mir mit beiden Händen die Augen zuhalten, um nicht anzuerkennen, was da pulsiert. Der Glaube, auch das Gebet, helfen, weil ich dadurch im Austausch bin, ich bin nicht mehr allein. In Momenten großer Einsamkeit ist es, als käme Licht in die Dunkelheit. Ich kann meine Sorgen ins Universum abladen. Es kann unglaublich erleichternd sein, einfach loszulassen und abzugeben.

 

Quelle:

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2021/51082/annette-frier-ueber-liebe-naechstenliebe-und-erwachsensein, Ausdruck vom 07.03.2021 11:52 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32770
16MRZ2021
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Als erster Papst in der Geschichte besuchte Franziskus vor zehn Tagen den Irak. Er traf sich mit Vertretern anderer Religionen im irakischen Ur, wo einst Abraham gelebt hat. Abraham gilt  Juden, Christen und Muslimen als gemeinsamer Glaubensvater. Der Papst sagte:

 

 „Gott ist barmherzig und die größte Beleidigung und Lästerung ist es, seinen Namen zu entweihen, indem man den Bruder oder die Schwester hasst. Feindseligkeit, Extremismus und Gewalt entspringen nicht einer religiösen Seele – sie sind Verrat an der Religion. Und wir Gläubigen dürfen nicht schweigen, wenn der Terrorismus die Religion missbraucht.“

„Es wird keinen Frieden geben, solange die anderen als sie bezeichnet werden und nicht als wir. [...] Frieden erfordert weder Sieger noch Besiegte, sondern Brüder und Schwestern [...].“

 

Quelle: 

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-03/papst-franziskus-irak-ansprache-ur-interreligioeser-dialog.html, Ausdruck vom 07.03.2021 um 11:31 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32769
15MRZ2021
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Heute vor zehn Jahren begann der Bürgerkrieg in Syrien. Seitdem mussten viele Millionen Menschen fliehen. Die elfjährige Amal* ist eine davon. In dem Buch „Ich lebe“  von der Hilfsorganisation „Save the children“ hat Anne-Sophie Mutter ein Foto des Mädchens genauer betrachtet und sich ihre Gedanken über Amal* gemacht. Die Geigerin schreibt:

„Ich frage mich: Was hat sie gesehen? Was hat sie erlebt? [...] Von wem hat sich Amal trennen müssen? [...] Wenn ich in das ernste Gesicht des Kindes schaue, sehe ich die Traurigkeit, die es umgibt. Kinder wie Amal – und das ist der Skandal unserer Zeit – erleben keine Kindheit. [...] Amal schaut direkt in die Kamera [...] Sie scheint zu sagen, schaut her, hier bin ich: ein 11-jähriges Kind aus Homs mit dem Recht auf eine Zukunft. Nehmt mich wahr!“

 

*Name aus Schutzgründen geändert

 

Quelle:   Ich lebe. Wie Kinder Kriege überstehen. Ein Jahrhundertporträt, Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin, 2.Auflage 2021 ,S.19

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32768
14MRZ2021
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Die Theologin und Schriftstellerin Tina Willms findet, dass der Frühjahrsputz nicht nur für Haus, Hof und Garten, sondern auch für unser inneres Leben wichtig ist. Sie schreibt:

Warum nicht auch einen Frühjahrsputz für die Seele machen:

Kostbare Erinnerungen polieren, stumpf gewordene Einsichten blank wienern,

alte Gewohnheiten abstauben, überflüssige Grübeleien entsorgen.

Und sich am Ende fühlen wie ein neuer Mensch.

 

 

Quelle: 

7 Wochen ohne, Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden, die Fastenaktion der evangelischen Kirche 2021, Kalenderblatt vom 23.Februar, edition chrismon, Frankfurt am Main.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32767