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SWR3 Worte

26DEZ2020
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Zum 2. Weihnachtsfeiertag ein Segenswunsch von Christa Spilling-Nöker:

Gott segne dich, dass du dich versöhnen kannst mit dem, was dir in der Vergangenheit misslungen ist und mit den Menschen, mit denen zu zerstritten bist und dass die Hoffnung auf gelingendes Leben neu in dir erwacht.

Gott segne dich, dass (…) das Leiden von gestern und die Angst vor morgen ihre Schrecken verlieren und die Botschaft vom Heil der Welt auch in dir Gestalt gewinnt.

Gott segne dich, dass du dem Morgen mit froher Erwartung entgegensiehst. Dass dir aus dem, was dir bisher an Schönem gelungen ist, Freude und Kraft für die Zukunft erwächst. (..)

 

Quelle: Spilling-Nöker, Christa: Der Himmel ist in dir. Segensworte. Verlag am Eschbach 2002, S. 24.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32292

Als Jochanan ben Sakkaj sterben sollte, kamen seine Schüler zu ihm und sprachen: Meister, segne uns! Da sprach er: Möge es stets so sein, dass die Furcht vor G-tt in euch nicht geringer sei als die Furcht vor den Menschen! Sie fragten: nur so groß hat die G-ttesfurcht zu sein? Er gab zur Antwort: Ach, dass sie nur so wäre! Ihr habt es erfahren: der Mensch, der eine Sünde begeht, kennt nur die eine Sorge: wenn mich doch keiner dabei sieht! Er weiß, dass nichts vor dem Heiligen, gelobt sei Er, verborgen bleibt, und dennoch scheut er nur die menschlichen Zeugen.

Aus: Talmud, Traktat Berachot 28/b

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32243
24DEZ2020
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Heute wie damals geht die Liebe von Haus zu Haus und bittet um Einlaß.
Wer nimmt sie auf?
Heute wie damals macht die Liebe sich klein, schwach, verletzlich wie ein neugeborenes Kind.
Wer schützt sie?
Heute wie damals verkündet die Liebe ihre freudige Botschaft vom Anbruch des Heils.
Wer ist bereit?
Heute wie damals macht die Liebe sich auf den Weg zwischen Krippe und Kreuz.
Wer bricht auf, ihr zu folgen?

 

Gisela Baltes: Zwischen Krippe und Kreuz

 

 

Quelle: http://impulstexte.de/glaubwuerdig/rund-um-weihnachten/zwischen-krippe-und-kreuz

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32291
23DEZ2020
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Eine einzige Kerze, wer nimmt die schon wahr?
Die Nacht ist so finster. Doch zünde mit ihr all die anderen an. Dann vertreibst du das Dunkel.

Ein Funke Hoffnung, wer nimmt den schon wahr.
Die Verzagtheit ist groß. Doch der Funke springt über auf all die Verzagten und macht ihnen Mut.

Ein einzelner Mensch. Wer nimmt den schon wahr?
Doch vielleicht ....

 

Gisela Baltes: Und doch.

 

Quelle:http://impulstexte.de/glaubwuerdig/advent/und-doch

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32290
22DEZ2020
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Niemals die Hoffnung aufgeben. Nicht nur in diesen Zeiten. Die Autorin Christa Spilling-Nöker hat sich dafür Folgendes vorgenommen:

 

Ich will lernen, gegen die Sinnlosigkeit anzuleben. Der Sprachlosigkeit will ich Worte verleihen und der Taubheit ein offenes Ohr. Der Blindheit will ich die Augen öffnen und zu den Lähmungen sprechen: Steht auf!

[…]

Der Beziehungslosigkeit will ich Fäden spinnen und der Einsamkeit fremde Türen öffnen. […] Die Ausweglosigkeit will ich mit Hoffnungsspuren durchkreuzen, und die gähnende Leere will ich nach langem Schlaf zu vollem Leben erwecken.

 

Quelle: Spilling-Nöker, Christa: Der Himmel ist in dir. Segensworte. Verlag am Eschbach 2002, S. 4.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32289
21DEZ2020
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Es gibt wohl immer wieder Stunden in deinem Leben, wo du mit der Welt haderst, wo du aufrechnest, was sie dir alles vorenthalten hat an Glück: Stunden, in denen du dich trostlos fühlst, und deine Seele von Dunkelheit umfangen ist.

Dann zünde dir eine Kerze an. Schau eine Weile in die Flamme und sieh zu, wie sich in dem dunklen Raum Licht ausbreitet, gerade so viel, wie du brauchst, um den Raum um dich herum wahrzunehmen, um Wege und Türen zu entdecken. So wenig Licht kann helfen, den nächsten Schritt zu tun ohne zu fallen. Damit magst du dich trösten: Das geringste Licht, das du erfährst in kleinen Zeichen der Wärme und Liebe, reicht schon aus, dir den Weg aus deiner Dunkelheit zu zeigen. Vielleicht besteht die Gnade Gottes gar nicht aus einer großen Erleuchtung, sondern aus kleinen Lichtblicken jeden Tag.

 

Christa Spilling Nöker: Erleuchtung.

 

Quelle: Spilling-Nöker, Christa: Der Himmel ist in dir. Segensworte. Verlag am Eschbach 2002, S. 13.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32288
20DEZ2020
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Eine Adventsgeschichte von einem unbekannten Autor:

 

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. (...)Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden(..), aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht (..) erlosch(..).

Die zweite Kerze sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ (..)Die zweite Kerze war aus.

Leise (..) meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen (..) sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „ Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ (..) Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort(..): „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!“

Autor unbekannt

 

Quelle: https://www.geschenke.de/magazin-weihnachten-texte-weihnachtsgeschichten/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32287