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SWR3 Worte

12DEZ2020
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Der Journalist Matthias Drobinski von der Süddeutschen Zeitung darüber, was Staunen mit Weihnachten zu tun hat:

„Staunen ist ein Risiko. Wer staunt, steht erst einmal dumm da: Mir aufgerissenen Augen, offenem Mund und hängenden Schultern.[…] Wer staunen können will, muss […] sich treffen lassen, muss die Wahrheiten, die er mit sich durchs Leben führt, als vorletzte sehen lernen. […] Das Staunen ist der Feind der religiösen wie der politischen Fundamentalisten, weil es ihnen sagt: Es gibt mehr, als dein Weltbild glauben machen will. Die Weihnachtsgeschichte ist auf dieses irritierende […]Staunen hin angelegt, das die Konventionen sprengt und das Gewohnte durcheinanderwirft. Mehr Mut zum Staunen, das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk: mehr Mut, sich berühren zu lassen von etwas, das größer ist als man selbst, als die eigene kleine Egozentrik, der eigene Horizont, das eigene Wissen. Der Himmel ist offen […] “

 

Quelle: Matthias Drobinski, Der andere Advent vom 17.12.2020, ursprünglich aus: Mut zur Unsicherheit. Süddeutsche Zeitung vom 24.12.2019

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32181
11DEZ2020
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darüber was für ihn christliche Verantwortung bedeutet:

„Als Christ bin ich verantwortlich für mein Tun, aber eben auch für mein Nicht-Tun. Auch das Sich-Heraushalten ist die Flucht vor Verantwortung. Im Matthäus-Evangelium gibt es eine schöne Stelle, in der es um das Jüngste Gericht geht: 'Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränkt. ... Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besucht ... Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.' (Matthäus 25, 42–45). Das ist eine Ermahnung an Christen, nicht abseits zu stehen und nicht wegzugucken, wenn Menschen in Not geraten."

 

https://www.katholisch.de/artikel/5247-daran-glaube-ich, Ausdruck vom 30.11.2020, 14:18 Uhr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32180
10DEZ2020
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Die Nachrichtenmoderatorin Gundula Gauseauf die Frage: „An welchen Gott glauben Sie?“

Mein Gott ist der Gott der Nächstenliebe. Wende ich mich an ihn, weiß ich, dass ich mich an einen verzeihenden Gott wende, und das tröstet. Ich bete durchaus häufig – am Tag oder auch mal in schlaflosen Nächten. […] In der Liturgie, in den Bibeltexten […]  ist so viel drin! In dem gemeinsamen Vaterunser fühle ich mich aufgehoben. Man kann Trost und Zuversicht finden in Zeilen wie „Dein Wille ge­schehe“ und „Friede sei mit dir“. Jeder tut, was er kann, letztlich bleibt aber doch alles in Gottes Hand.

 

Quelle: https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2014/gundula-gause-mit-der-familie-gottesdienste-zu-besuchen-gibt-mir-ruhe-und-frieden-22461, Ausdruck vom 30.11.2020, 18:40 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32179
09DEZ2020
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Der Schauspieler Wotan Wilke Möhring wurde in einem Interview gefragt, was für ihn im Leben zählt:

Vor allem […] zählt in meinem Leben die Liebe, und damit meine ich lieben genauso wie geliebt werden. […] Wo ich spende oder was ich mache, behalte ich eigentlich ganz gerne für mich. Ich finde alltägliche Nächstenliebe ganz wichtig. Sich auf der Straße und in der Nachbarschaft entsprechend zu verhalten, das ist für mich Nächstenliebe. […] Das Lächeln, die Dankbarkeit und das Gefühl, etwas Gutes gemacht zu haben – das bekommt man, wenn man […] einfach da ist für Menschen, zuhört oder auch eingreift und aktiv wird, wenn einem etwas auffällt.

 

https://www.swp.de/panorama/wotan-wilke-moehring-im-interview-23065359.html, Ausdruck vom 30.11.2020 , 12:31 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32178
08DEZ2020
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Fußballtrainer Jürgen Klopp wurde in einem Interview gefragt, was ihm sein Glaube bedeutet und warum er auch öffentlich darüber spricht: 

„Gläubig sein, aber nicht darüber reden wollen – ich wüsste überhaupt nicht, wie das gehen sollte! Wer mich nach meinem Glauben fragt, dem gebe ich Auskunft. Nicht, weil ich einen missionarischen Anspruch hätte. Der Glaube ist ja schon etwas sehr Persönliches […]. Aber wenn ich im Glauben auf mich und mein Leben schaue – und die Zeit dafür nehme ich mir jeden Tag –, dann fühle ich mich einfach sensationell gut aufgehoben. Und ich finde es schade, wenn anderen Leuten dieses Gefühl der Geborgenheit fehlt […]“

 

Quelle: https://www.fr.de/sport/sport-mix/gott-klopp-bist-penner-11356415.html, Ausdruck vom 30.11.2020 , 12:27 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32177
07DEZ2020
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Benjamin Ferencz ist heute 100 Jahre alt und der letzte lebende Chefankläger, der bei den Nürnberger Prozessen dabei war. Vor 75 Jahren begannen die Gerichtsverfahren gegen 22 Hauptkriegsverbrecher der NS-Diktatur. In einem Interview wird Benjamin Ferencz gefragt, welche Botschaft er an zukünftige Generationen hat:

Ferencz:Meine Botschaft an zukünftige Generationen lautet: Lasst die Waffen schweigen und verschafft dem Recht Gehör. Und für den Weg dorthin, würde ich ihnen noch drei weitere Botschaften mitgeben: Gebt niemals auf! Gebt niemals auf! Gebt niemals auf!

 

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/interview-ferencz-101.html, Ausdruck vom 30.11.2020 12:19 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32176
06DEZ2020
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Die Sängerin Maite Kelly beschreibt, was für sie Heimat ist:

„Ich bin überzeugt, alle Menschen auf dieser Welt sind innerlich Pilger auf der Suche nach einem Zuhause! […] Gott ist mit dem Erwachsenwerden meine Heimat geworden. […]Ich bin oft im Clinch mit Gott. Aber ich realisiere immer wieder, dass es mir, wenn ich bei der Wahrheit bleibe, gut geht. […] Darum bete ich jeden Tag. Zu Hause habe ich einen Altar mit Jesus, Kerzen und den Bildern der wichtigen Menschen in meinem Leben. Wenn es Gebetsanliegen von Freunden gibt, ob Krankheiten, Sorgen oder Kinderfreuden, dann bete ich dort sitzend auf meinem Meditationskissen. Das ist mein Ort der Stille, an dem ich innehalten kann.“

Quelle: aus Ilka Peemöller: Heimat.Wo das Herz zu Hause ist. S.42/43, München 2019.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=32175