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SWR3 Worte

07NOV2020
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Der Journalist Götz Hamann, bekommt in den Bergen eine ganz andere Sicht auf die Welt und auf den Glauben. Er erzählt:

Diese Woche stand ich in den Alpen auf 2200 Meter Höhe, der Himmel riss auf, und Zugspitze, Alpspitze, Wetterstein waren zu sehen – es war überirdisch schön. Sosehr ich im städtischen Alltag zu den Zweiflern gehöre, dort oben nicht. Dort packt mich Ehrfurcht vor der, ich konnte sagen Natur, aber ich denke – Schöpfung. Christlich ist, so viel Schönheit nicht als Zufall zu betrachten und im Tal seinen Teil dazuzutun, sie zu erhalten.

Andere Orte, Andere Zeiten e.V., Hamburg 2018

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31950
06NOV2020
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Wer fragt, möchte gern eine Antwort, mit der die Suche endlich abgeschlossen ist. Aber das ist gar nicht so erstrebenswert, meint der Moderator Michael Steinbrecher:

Ich stelle gerne Fragen, weil mich die Antworten interessieren. Auch in der Wissenschaft beginnt es mit Forschungsfragen, auf die wir Antworten finden wollen. Aber damit ist es in der Regel nicht vorbei. Denn auch jede Antwort, die zu neuen Fragen führt, ist ein Gewinn. Nur so entwickeln wir uns persönlich und als Gesellschaft weiter.

Galore Interviews Nr 43

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31949
05NOV2020
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Manche Programmierer haben Humor und sind bibelfest. Das erzählt folgende Geschichte:

Auf einer Wetterstation musste die tägliche Niederschlagsmenge von Hand in den Computer eingegeben werden. Irgendwann einmal vertippte sich dabei ein Mitarbeiter. Statt 8,54 Zentimeter gab er 8,54 Meter ein. Die Programmierer hatten aber wohl für diesen Fall vorgesorgt, der Computer gab folgende Fehlermeldung aus: „Baue ein Boot. Nimm von jeder Tierart zwei, ein männliches und ein weibliches…“

Aus Andere Zeiten, Magazin zum Kirchenjahr 2/2020

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31948
04NOV2020
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Maik war rechtsradikal und bei der NPD. Er ist ausgestiegen. Dann hat er Verantwortung übernommen für das, was er gemacht hat. Sein Weg hat ihn auch zu seinem Tätowierer geführt.

Der Tätowierer und ich haben lange überlegt, wie wir die Tattoos übertätowieren. Über den Schriftzug „Landser“ prangt nun ein buntes Universum, das man durch eine zerbrochene Glasscheibe sieht: ich bin ausgebrochen aus meinem Denken. Ich sehe weiter, als früher.

Meiner Ex-Frau habe ich Respekt dafür ausgesprochen, dass sie mich verlassen hat. Sie war damals viel reifer als ich. Sie hat Verantwortung für unsere Kinder übernommen. Ich habe mich entschuldigt, dafür, dass ich das zu spät erkannt habe.

Chrismon Plus, Ausgabe 6/20

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31947
03NOV2020
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Wie geht das, wenn man mit Gott reden möchte, also wie geht das mit dem Beten? Der Philosoph Sören Kierkegaard sagt es so:

Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht nur Schweigen ist, sondern Hören.

So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden hören, beten heißt, still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.“

Gefunden in Stefan Jürgens: Gespräch mit Gott, Was beten heißt und wie es geht.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31946
02NOV2020
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Jeder Mensch soll die Chance auf einen Neuanfang haben. Dazu gehört aber, Verantwortung zu übernehmen für das, was man falsch gemacht hat. Die Kirche nennt das auch „Buße tun“. Jan Böhmermann spricht zwar nicht von Buße, aber sein Bild passt gut, wenn er erzählt:

Das ist ein bisschen so, als fahre man mit dem Auto in eine enge Sackgasse. Da stehen Sie nun vor der Wand, und in ihnen steigt die Sehnsucht, einfach durch die Mauer zu brettern. Ne, das geht aber nicht, Sie müssen da rückwärts wieder raus, in alle Richtungen guckend, damit Sie nicht irgendwo gegen fahren. Wobei es sehr gut ist, dass es in diesem Land Stimmen gibt, die uns dabei helfen, aus dieser Sackgasse herauszukommen.

Galore Interviews Nr 43

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31945
01NOV2020
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Heute feiert die Kirche das Fest Allerheiligen. Der US-amerikanische Pastorin Nadia Bolz-Weber erzählt, wer für sie Heilige sind und was ihr an ihnen aufgefallen ist.

Der Titel „Heiliger“ wird immer verliehen, niemals verdient. (…) Mir ist klar geworden, dass alle Heiligen, denen ich je begegnet bin, aus Versehen dazu geworden waren. Es sind Leute, die unversehens in die Erlösung hineinstolpern, so als wären sie gerade auf der Suche nach etwas ganz anderem gewesen. Leute, die ein kleines Problemchen mit dem Alkohol haben und es schaffen, nüchtern zu werden, und dann anderen dabei helfen, es ebenso zu schaffen.

Nadia Bolz-Weber, Unheilige Heilige, Gott in all den falschen Leuten finden

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31944