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SWR3 Worte

24OKT2020
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Wie kann man in diesen verwirrenden Zeiten ein anständiger Mensch bleiben und sich auch von Haas und Lüge nicht anstecken lassen? Mahatma Gandhi, der sich mit viel Kraft erfolgreich für Freiheit und Menschenwürde in Indien engagierte, hat sich täglich vor Gott gestärkt, indem er betete:

„Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will frei sein von Furcht.
Ich will keine Gewalt anwenden.
Ich will guten Willens sein gegen jedermann.“

Mahatma Gandhi

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23OKT2020
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Trotz gebotenem Abstand-Halten menschliche Nähe leben. Wie das gehen kann? Hanns-Dieter Hüsch hatte dazu schon vor vielen Jahren eine Idee:

„Erkundigen wir uns! Jeder ist doch froh, wenn man Anteil nimmt.
Ganz egal, ob er nun groß oder klein, dick oder dünn, berühmt oder unbekannt ist. Die meisten Menschen, wir alle, brauchen das.
Wir brauchen, dass jemand kommt und nach uns fragt.  [...]

Alle Menschen werden im Augenblick ganz andere Menschen, wenn sie merken, da ist plötzlich jemand, der oder die sich für das, was ich so mache, interessiert. Plötzlich sieht der ganze Tag völlig anders aus, viel heller, obwohl es regnet. [...].“

Hanns-Dieter Hüsch, Anteilnahme, In: Das Schwere leicht gesagt

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22OKT2020
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„Evangelisch für Demokratie“ Unter dieser Überschrift wurden vonseiten der Evangelischen Kirche unlängst sieben Thesen formuliert. In einer von ihnen heißt es:  

"Der Glaube lebt von den großen Verheißungen Gottes, dass einmal kein Leid, kein Krieg und keine Tränen mehr sein werden. Dass dies geschieht, liegt nicht in unserer Hand. Dennoch sollen wir uns bemühen, Gott mehr Hilfe als Hindernis zu sein. Darum: Steh auf für eine demokratische, gerechte Gesellschaft – damit keiner verloren geht und jede eine Stimme hat."

Evangelisch für Demokratie – sieben Thesen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31879
21OKT2020
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Die Vorstellung, irgendwann mal dement zu werden, löst bei vielen Angst und Schrecken aus. Der Mediziner Manuel Trachsel aber gibt zu bedenken:

„Wer sagt denn, dass jemand mit einem schlechten Gedächtnis zwingend auch eine schlechte Lebensqualität hat? Er kann sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, was gestern war. Dafür aber an die eigene Hochzeit oder Kindheit. Demente Personen haben durchaus Freude, an einem guten Essen, an Musik oder an einem Spaziergang – auch wenn sie keine Ahnung haben, wer da gerade neben ihnen geht.“

Manuel Trachsel im Gespräch mit Kathrin Alder und Simon Hehli, Text: „Vielleicht warten die Erben sehnlichst auf das Geld und üben subtilen Druck aus“. In: Neue Züricher Zeitung

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31878
20OKT2020
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Demokratie leben und gestalten ist mühsam, aber es lohnt sich. Dazu ermutigt die Evangelische Kirche in ihrer unlängst erschienen Schrift „Evangelisch für Demokratie“. Dort heißt es:  

"Demokratie ist schön und anstrengend: die Kunst, beharrlich dicke Bretter zu bohren und immer wieder neu fair miteinander zu streiten. Das braucht Zeit und Besonnenheit und Hoffnung. So, wie der Glaube. Darum: Sei demokratisch mit brennender Geduld und protestantischer Nüchternheit – und widersprich tapfer allen, die Wahrheiten willkürlich verbiegen."

Evangelisch für Demokratie – sieben Thesen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31877
19OKT2020
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Fleisch einkaufen und essen – wie kann man das heute mit seinem Gewissen vereinbaren? Die evangelische Kirche gibt dazu ein paar Hilfestellungen:

„Eine verantwortliche Konsumentenethik kann nicht einfach auf die Frage ‚Wie viel Fleisch ist legitim?‘ reduziert werden. Die Fragen ‚Woher kommt das Fleisch?‘ und ‚Wie wurden die Tiere gehalten und gefüttert?‘ müssen gleichberechtigt gestellt werden. Zu einer Konsumentenethik gehört heute, dass sich die Verbraucher gezielt darüber informieren, wie die Tiere gehalten, wie die Tiere geschlachtet und transportiert wurden, wie sie medizinisch begleitet und wie sie gezüchtet wurden. […] Es gibt niemanden der sich in der Produktion der Lebensmittel aus der Verantwortung ziehen kann. Das gilt von den Produzenten bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern.“

Verantwortliche Mensch-Tier-Ethik in verschiedenen Handlungsfeldern
In: EKD:Nutztier und Mitgeschöpf! Tierwohl, Ernährungsethik und Nachhaltigkeit aus evangelischer Sicht.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31876
18OKT2020
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Ist der Mensch von Natur aus zum Bösen fähig oder ist er im Grunde genommen gut? Eine alte Parabel gibt darauf eine Antwort:

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn abends am Lagerfeuer. [Gemeinsam schauten sie in die Flammen …] Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden lebt in einer Welt, wo es rachsüchtig und aggressiv zugeht. Er will zerstören. Der andere Wolf hingegen ist in einer Welt, in der es liebevoll und sanft zugeht. Er nimmt Anteil am Leben anderer und ist hilfsbereit.“ Der Junge sieht ihn nachdenklich an und fragt: „Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“  Sein Opa antwortet: „Der Wolf, den ich füttere“.

Text abgedruckt in: Lange Nacht über gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Herzens, von Barbara Leitner

https://www.kirche-im-swr.de/?m=31875