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SWR3 Worte

Und wenn es Gott doch nicht gibt? Der Theologe Hans Küng denkt das zu Ende und kommt zu dem Ergebnis:

Und wenn ich mich doch getäuscht haben sollte. Und ich nicht in Gottes ewiges Leben, sondern in ein Nichts eingehe? Dann hätte ich, so habe ich es oft gesagt und bin davon überzeugt, jedenfalls ein besseres und sinnvolleres Leben geführt als ohne diese Hoffnung.“

Hans Küng, Was ich glaube

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Der amerikanische Farmer und Literat Wendell Berry sieht einen Zusammenhang in der Art, wie wir mit der Erde und miteinander umgehen. Er meint:

„Die Erde ist das, was uns alle verbindet. Wir sind aus ihr geschaffen und leben von ihr; wir können ihr nicht schaden, ohne denen zu schaden, mit denen wir sie teilen.

Es besteht eine unheimliche Ähnlichkeit zwischen unserem Verhalten untereinander und unserem Verhalten gegenüber dem Boden.

Gelegentlich erkennen wir die Zusammenhänge nicht, doch die Bereitschaft eine dieser beiden Seiten auszubeuten, wird zur Bereitschaft, die andere auszubeuten. Es ist unmöglich, sich um einander mehr oder anders zu kümmern als um die Erde.“

Wendell Berry, in: Frieden stiften - jeden Tag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24432

Philosophen können manchmal sehr praktisch denken. Arthur Schopenhauer zum Beispiel. Er hat empfohlen:

Der Morgen ist die Jugend des Tages; alles ist heiter, frisch und leicht. (…) Man soll den Morgen nicht durch spätes Aufstehen verkürzen, noch an unwürdige Beschäftigungen oder Gespräche verschwenden, sondern ihn als die Quintessenz des Lebens betrachten und gewissermaßen heilig halten.

F. Schorlemmer, Das soll dir bleiben

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24431

Für die Jüdin Etty Hillesum hatten die Begegnungen mit Menschen viel zu tun mit der Begegnung mit Gott. So wie sie es aufgeschrieben hat, ist es eigentlich ein Gebet:

„Ich liebe die Menschen so sehr, weil ich in jedem Menschen ein Stück von dir liebe, mein Gott.
Ich suche dich überall in den Menschen, und oft finde ich ein  Stück von dir.

Manchmal kommen mir die Menschen vor wie Häuser mit offen stehenden Türen.
Ich gehe hinein, sehe mich in den Gängen und Zimmern um,
jedes Haus ist ein klein wenig anders eingerichtet und doch gleichen sie einander.

Man sollte aus jedem Haus eine Wohnung machen, die dir geweiht ist, mein Gott.“

publik forum 2/2017

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24430

Egal, woher wir kommen – wir haben mehr gemeinsam als wir denken, davon war der Schriftsteller Hermann Hesse überzeugt. In einer schwierigen Zeit, nach dem Krieg 1946 hat er gesagt:

„Dass Gott in jedem von uns lebt,
dass jeder Fleck Erde uns Heimat sei,
jeder Mensch uns verwandt (…) ist,
dass das Wissen um diese göttliche Einheit alle Trennung in Rassen, Völker, in Reich und Arm, in Bekenntnisse und Parteien als Spuk und Täuschung entlarvt –
das ist der Punkt, auf den wir zurückkehren,
wenn furchtbare Not oder zarte Rührung unser Ohr geöffnet und unser Herz wieder liebesfähig gemacht hat.“

F. Schorlemmer (Hg.), Das soll Dir bleiben

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24429

Gott sieht das Herz, da ist sich die Bloggerin Susanne Niemeyer sicher. Sie empfiehlt:

Trag Pink. Geh ohne Schuhe oder in Gummistiefeln. (…)
Setz einen Hut auf, steck dir eine Anemone ins Haar,
schwör auf einen Oberlippenbart oder eine Vollglatze. (…)

Lackier die Nägel in Blau, mal Blümchen auf deine Haut oder Totenköpfe,
geh mit Sonnenschirm, Frack oder Clownsnase.

Gott sieht das Herz.

Susanne Niemeyer, Damit wir klug werden. 100 Experimente mit Gott

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24428

Warum finden manche in der Bibel Nahrung fürs Leben- und andere nur nichtssagende Geschichten? Der Theologe Karl Barth meint:

„Wir werden in der Bibel immer gerade so viel finden, als wir suchen.
Großes und Göttliches,
wenn wir Großes und Göttliches suchen.

Wichtiges und Historisches,
wenn wir Wichtiges und Historisches suchen.

Überhaupt nichts,
wenn wir überhaupt nichts suchen.“

Karl Barth, Die neue Welt in der Bibel

https://www.kirche-im-swr.de/?m=24427