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SWR3 Worte

Wie willst du jemals glücklich werden, wenn du immer alles von den anderen erwartest? Wenn du bei allem, was in deinem Leben schiefgeht, die Schuld auf andere schiebst? Leben ist Geben und Nehmen. Aber man bringt den Menschen offenbar nur das Nehmen bei: Fordere, nimm, profitiere, lass dir nichts gefallen, protestiere! Und man fordert und nimmt und profitiert, und jeder, der im Weg steht, wird zum Feind. Es gibt Ärger, Streit, Konflikte. Man fühlt sich bedroht, und man vergisst, dass man sich die Feinde selbst gemacht hat. 

Phil Bosmans.

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25JUN2010
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Es gibt Tage, da will uns scheinbar gar nichts gelingen, und wir stellen uns und unsere Fähigkeiten in Frage. Ein bisschen mehr Liebe zu uns selbst und ein bisschen mehr Gelassenheit und Geduld, das ist ein großer Schritt zum Glück. Ist der rücksichtslose Autofahrer hinter uns wirklich so wichtig, dass wir uns über ihn aufregen? Ist die griesgrämige Bemerkung der Nachbarin tatsächlich so persönlich gemeint, dass wir uns darüber den Kopf zerbrechen? Dass du auf dich selbst vertraust und dich nicht so leicht aus der Bahn werfen lässt, das wünsch´ ich dir! 

Gelassenheit von Ursula Kohaupt

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Die geballte Aufmerksamkeit, die Südafrika dank der Fußballweltmeisterschaft in diesem Sommer erhält, ist hier eine große Chance. Denn vielleicht entdecken die Fans, die in aller Welt ihren Fußballhelden auf den Bildschirmen zujubeln, auch die Arbeit der stillen Helden, die ihr Leben dem Dienst an den Ärmsten widmen. Der Sport führt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, schafft Freunde und Verbindungen. Deshalb sollten wir dieses sportliche Ereignis zum Anlass nehmen, Solidarität zu zeigen mit den Menschen in den Elendsvierteln, die vom wirtschaftlichen Aufschwung durch die Weltmeisterschaft nichts abbekommen. 

Der Missionar, Pater Edwin Rombach

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Herr, bitte hilf unseren Nachbarn aus der Hütte nebenan. Wir sind sechs, und wir wohnen in einem Zimmer aus Lehm, das hält gut. Die Nachbarn aber sind zehn und haben in einer Hütte aus Palmzweigen gelebt. Vor drei Tagen ist diese Hütte abgebrannt. Jetzt haben die Nachbarn gar nichts mehr. Aber Du, Herr, Du hast alles. Du kannst alles! Hilf uns, dass wir nicht an uns denken, hilf uns, dass wir unseren Nachbarn besser helfen. Aber hilf Du ihnen auch, Du unser Vater! Danke, Herr!

 Ein Kindergebet aus Ägypten

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22JUN2010
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Gedichte schreiben und damit Südafrika Hoffnung schenken. Das ist die Idee der Aktion „Club der guten Hoffnung“. Eines dieser Hoffnungsgedichte handelt vom Fußball:

Der Weg war lang und sandig.

Das Fußballfeld lag am Rande des Nachbardorfes.

Dort ging ich hin. Sportlich, mit meinen Sandalen aus denen leise der Sand rieselt wenn ich den Fuß hebe.

Ich traf auf meine Gegner, die Jungs aus diesem Dorf. Mein Puls stieg vor Aufregung und dann vergas ich die Zeit.

Wir zählten nicht die Minuten noch Stunden, nur die Treffer.

Wohlig k.o. und mit aufgeschürften Knien traten wir den Heimweg an.

Und dankten Gott für diesen wunderbaren Tag.

(aus: http://www.club-der-guten-hoffnung.de/en/supporter-area/poems-of-good-hope-1/poems-of-good-hope-2/poems_liste-4.html)

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Ich setzte eine Maske auf. Keiner soll wissen, wer ich wirklich bin. Niemand soll erfahren, was ich denke. Keinen geht es etwas an, was ich tief in mir fühle. Ich entscheide, was der andere von mir sehen darf. Denn keiner weiß, wie ich wirklich bin. Denn niemand erfährt, was ich denke. Denn keiner spürt, was ich in mir fühle. Weiß ich es selbst? 

Ich setzte eine Maske auf  - von Bärbel Zeimantz

https://www.kirche-im-swr.de/?m=8509

Guter Fußball benötigt eine ordentliche Verteidigung, Südafrika braucht Menschenrechtsverteidiger, die besser arbeiten können. Damit sich die Zustände in den Gefängnissen verbessern, damit HIV-Infizierte nicht diskriminiert werden und damit Menschen aus afrikanischen Nachbarstaaten nicht nur bei der WM willkommen sind. Fußball bietet auch eine Chance für die Menschenrechte. Es ist unsere Aufgabe, Regierungen, Sportfunktionäre und Spieler daran zu erinnern. 

Monika Lüke, Generalsekretärin Amnesty International Deutschland

 

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