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SWR3 Worte

Diplompsychologin Dr. Johanna Müller-Ebert

„Loslassen können bedeutet eine Zunahme an Freiheiten, an Wahlmöglichkeiten, an kreativem Potenzial. Man muss täglich diesen kleinen Tod riskieren, um voll und ganz leben zu können.“
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5874
Die Bankenkrise zeigt die grundlegenden Fehler der kapitalistischen Wirtschaftsweise:
fehlende Kontrolle
fehlende demokratische Mitbestimmung
Gier nach Profit
Der Mensch – obwohl Geschöpf Gottes – verkommt zur Ware und wird erniedrigt.
Diese Fehler lassen sich nur beseitigen, wenn wir mit einer demokratischen, ökologisch-sozialen Marktwirtschaft gegensteuern. Diese wird kein Geschenk der Mächtigen sein, sondern sie muss erstritten werden, in einem langen Kampf und mit langem Atem. Eine gerechte und soziale Welt wächst von unten.
Als Bürgerinnen und Bürger der „Einen Welt“ müssen wir den Einsatz für soziale Gerechtigkeit wagen, damit die Welt aus der Krise kommt und eine Zukunft hat.

Aufruf der katholischen Arbeiterbewegung - KAB
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5873
Gott, heute morgen beim Beten kam mir der Gedanke, dass ich dich mir niemals lachend vorstellen konnte, lachend mit einem richtig klingenden Lachen, mit einem tönenden Echo.
Ich stelle dich mir heiter vor, sanft lächelnd, eher aber ernst und gesammelt und manchmal weinend.
Aber ich möchte dir heute sagen: „Bring mich doch zum Lachen! Gott, bring mich zum Lachen, damit dann auch ich meine Mitmenschen zum Lachen bringe.“

Pfarrer Michel Quoist
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5872
“Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”, so heißt es.
Doch manchmal ist es genau umgekehrt.
Schweigen kann sogar schuldig machen.
Manchmal ist es notwendig, den Mund auf zu machen, nicht alles zu schlucken, nicht hinter dem Berg zu halten, nicht etwas tot zu schweigen.
Und es kann wie “Ostern” sein, es auch einmal dem Andern zu sagen, dass ich ihn brauche, und das gerne, und was er mir bedeutet.

Pfarrer Freddy Bernatz
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5871
Menschen entsprechen selten dem Bild, das die Werbung idealtypisch darzustellen versucht. Sie sind nicht dauerhaft jugendlich, äußerlich schön und unbegrenzt leistungsfähig. Trotz der hoch entwickelten medizinischen Versorgung, der noch so wirkungsvollen Medikamente oder der sportlichen und kosmetischen Bemühungen bleiben sie verwundbar. Ihre Leistungsfähigkeit ist begrenzt; Alter und gesundheitliche Beeinträchtigungen gehören zum Menschen. Aber man ist in Krankheitsphasen, mit Behinderungen oder im Alter nicht weniger Mensch. Die Menschenwürde endet nicht mit der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit; sie gilt für Kranke und Gesunde in gleicher Weise.

Kardinal Lehmann, zur Woche für das Leben
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5870
„Gemeinsam mit Grenzen leben“ wurde als Motto des Jahres 2009 für die Woche für das Leben ausgewählt. Dazu sagt Erzbischof Robert Zollitsch:

Wer auf andere angewiesen ist, beim Essen und Trinken, beim Reden oder sich Bewegen, der bleibt sich seiner Grenzen bewusst. Menschen mit schweren Krankheiten und dauerhaften Behinderungen sind darauf angewiesen, das Leben mit seinen Begrenzungen zu gestalten. Entscheidend ist dabei die Einsicht, dass jeder Mensch die gleiche Würde hat – ganz unabhängig ob er Hilfsbedürftiger oder Helfer ist.
„Gemeinsam mit Grenzen leben“, als Hilfsbedürftige und Helfer. Wo das geschieht, kommen wir einander näher, wir kommen aber auch Gott näher. Dem Gott, der aus freien Stücken auf seine Allmacht verzichtete und sich auf ein Leben in Grenzen einließ. Dem Gott, der Mensch wurde.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5869
Nicht gefangen bleiben in den eigenen Bildern und Vorstellungen,
in der eigenen kleinen Erfahrungswelt, im Kuschelkreis der mir Vertrauten.
Den Anderen sehen
seine Welt
seine Vorstellungen
seine Erfahrungen
sein Schicksal.
Auch mit ihm hat Gott seine Geschichte.
Vielleicht bin ich ein Teil davon.

Pfarrer Freddy Bernatz
https://www.kirche-im-swr.de/?m=5868