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SWR3 Worte

Einmal hält Albert Einstein einen anspruchsvollen Vortrag über das Verhältnis von Raum und Zeit. Als er fertig ist, steht ein Zuhörer auf und widerspricht: „Was Sie gerade ausgeführt haben, das ist mir viel zu spekulativ. Wir sind doch nicht in der Kirche. Nach meinem gesunden Menschenverstand kann es nur das geben, was man sehen und überprüfen kann.“
Einstein lächelt und antwortet: „Dann kommen Sie doch ’mal nach vorn und legen Sie Ihren gesunden Menschenverstand hier auf den Tisch.“

Titel: Gesunder Menschenverstand. In: Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, S.38. Hrsg. vom Andere-Zeiten-Team.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1449
Wenn alles gelingen muss,
nur das Beste genügt […]
und nur das Perfekte befriedigt -
dann machen wir einander das Leben zur Hölle.

Wir werden sehr viel mehr erreichen, zufrieden und glücklich sein,
wenn wir anerkennen was ist, statt aufzulisten, was fehlt;
Wenn wir tun, was wir können, statt Unmögliches zu fordern; […]
Wenn wir einander dankbar sind,
statt zu meinen, alles sei selbstverständlich.

Max Feigenwinter
In: Dem Glück auf der Spur. Inspirationen zur Bergpredigt. Eschbach Verlag am Eschbach der Schwabenverlag AG 2004

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1448
Ich möchte wieder Staunen können,
möchte mich an der Natur, an Baum und Blume freuen
und dabei vergessen, was mich bedrückt.

Ich sitze im Gras und meine Hände greifen die kühle Erde.
Eine Pusteblume weckt in mir das Kind.
Ich pflücke sie und halte sie hoch.
Und wie meine Mutter es mich einst lehrte,
puste ich in ihren Flaum, der sich sofort verflüchtigt.
Mir heute noch – wie einst dem Kinde – zur Freude.

Meinhold Krauss
In: Vergiß nicht, daß Deine Seele Flügel hat. Texte von Meinold Krauss zu Bildern von Ernst Kirschner. (J.F.Steinkopf Verlag) Stuttgart 1985, S. 43. .

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1447
Ich träumte von einem Land, in welchem ungezählte Menschen auf ungezählten Feldern im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot erwarben,
und ich war mitten unter ihnen.
Als dann der Mittag kam, saßen wir im Schatten der Bäume und der Mostkrug wurde herumgereicht. Und am Abend spielten die Musikanten auf zum Tanz, und es war ein Singen und Lachen und die Beine wurden einem schwer. Man war müde und glücklich und tiefer Schlaf senkte sich auf alle herab.

Peter Bloch, Traum
In: Gut ist, was verrottet. (Kreuz Verlag) Stuttgart/Berlin 1978.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1446
Als ich hungrig war, gabt ihr mir zu essen […],
als ich ohne Heim war, habt ihr die Türen aufgetan,
als ich müde war, habt ihr mir geholfen, Ruhe zu finden,
als ich klein war, lehrtet ihr mich lesen,
und als ich alt war, versuchtet ihr mir zuzulächeln.
Wenn ich verspottet wurde, standet ihr mir zur Seite,
und wenn ich glücklich war, teiltet ihr meine Freude.

Was ihr auch immer dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan. Geht ein in meines Vaters Haus.

Mutter Theresa
In: Geschenk der Stille. Hrsg. v. Hedwig-Maria Winkler und Erwin Brandes. Brunnquell-Verlag Metzingen 1977, Seite 123f.


https://www.kirche-im-swr.de/?m=1445
Die 13-jährige Congress Kanwar berichtet von ihrem Leben in Indien:

„Die Mädchen in meinem Land wollen in die Schule gehen, aber viele Eltern lassen sie nicht. Sie sollen zu Hause arbeiten und am besten mit elf, zwölf Jahren heiraten.“
Auch Congress sollte diesen Weg gehen. Doch als sie elf war, begann in ihrer Nähe ein Schulprojekt. […] Hier lernte sie lesen, schreiben und rechnen. Sie hörte, dass Erwachsene und Kinder Rechte haben. Als ihre Klasse eine Polizeistation besuchte, erfuhr sie, dass es eine Notrufnummer gibt, bei der auch Kinder anrufen können.
„Bei meiner Rückkehr aus der Schule“, erzählt Congress weiter, „saßen an diesem Tag mehrere Männer vor der Tür, die ich nicht kannte. Sie waren da, um mich kennen zu lernen. Einer von ihnen sollte mich heiraten. Ich war entsetzt. Ich habe gesagt, dass man mit 13 nicht heiraten darf und dass ich die Notrufnummer der Polizei anrufen würde. Da sind die Männer aufgestanden und weggelaufen.“

Aus den Nachrichten der UNICEF im Januar 2007.
Rudi Tarneden; Ein Mädchen setzt sich durch

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1444
Sein zu dürfen,
einfach sein zu dürfen,
bedingungslos annehmen, was ich bin, wie ich bin;
annehmen, dass manches fehlt,
und mich freuen, dass manches wächst;
glauben, dass ich so gewollt bin,
eigenartig, einzigartig, unvergleichlich.
Ich muss nicht scheinen,
darf sein, einfach sein.
Welch ein Glück!

Max Feigenwinter
In: Dem Glück auf der Spur. Inspirationen zur Bergpredigt. Eschbach Verlag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1443