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SWR3 Worte

18JUN2021
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Menschsein. Das verbindet uns alle. Und das ist am wichtigsten, findet die Theologin Christina Brudereck:

Ich liebe Frauen. Ich bin gerne eine davon. Frauen duften. Nach Milch. Und Honig. Und Zimt. Ich liebe Männer. Männer sind wunderbar. Ich liebe Kinder. Kinder sind großartig. Ich liebe Menschen. Nicht alle. Aber viele. Familie Mensch. Mit einem Vorschuss an Vertrauen. Ich bin gerne eine Frau. Aber ich lasse mich nicht zwingen, zu wählen zwischen dem, was einige „typisch weiblich“ nennen und „typisch männlich“. […] Ich bin ich. Am liebsten bin ich Mensch. Und viel wichtiger, als weiblich oder männlich zu sein, ist es mir, menschlich zu sein.“

Christina Brudereck, Trotzkraft

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17JUN2021
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Frauen gering zu achten, weil sie Frauen sind. Davon haben wir alle genug. Die Theologin Christina Brudereck sagt dazu:

„Sexismus macht mich unbändig zornig. Und inzwischen auch oft müde. Er ist ja meistens langweilig, im Sinne von „nicht originell“. Klischees. Gender-Pay-Gap. Rosa-Hellblau-Falle. MeToo. Stereotypen. Persönliche Angriffe […] Ich bin eine freie Frau, ein freier Mensch. Mein Geschlecht soll kein Gefängnis sein, erbaut von anderen, die ihrerseits nur ihre eigenen Grenzen akzeptieren. Ich bin gleichwürdig. Ich wiederhole für mich: „G-tt schuf die Menschen als göttliches Bild, männlich und weiblich.“ Ich bin G-ttes Bild. Wie Papst Franziskus und Bischof Tutu. Wie Lady Gaga, Michelle Obama, Madonna und Angela Merkel. Wie Mahatma Gandhi und Heinrich Bedford-Strohm.“

Christina Brudereck, Trotzkraft

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16JUN2021
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Zivilcourage haben, ehrlich und aufrichtig reden – für Schwester Teresa Zukic ist das zuerst eine geistliche Haltung. Deshalb redet sie erst einmal mit Gott:

„Manchmal brauchen wir Mut, das auszusprechen, was andere nicht hören wollen, Gott. Manchmal schlucken wir runter, was eigentlich herausgeschrien werden müsste. Manchmal schweigen wir ein Mal zu viel. Herr, schenk uns den Mut, gegen Ungerechtigkeit, Hass und Respektlosigkeit den Mund aufzumachen. Wir leben in einem wunderschönen Land, lassen wir nicht zu, dass Lügen, […] Hass, Neid, Menschenverachtung und Angst unsere Herzen und Seelen vergiften. Haben wir den Mut, mit der Stimme der Liebe, Freundlichkeit und Klarheit die Wahrheit zu sagen. Haben wir den Mut gut zu sein.

Teresa Zukic, Gott ist verrückt nach dir! Meine schönsten Gebete und Segenswünsche

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15JUN2021
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Manchmal fühlt sich das Leben so verwirrend widersprüchlich an. Darf man wirklich fühlen, was man fühlt? Christina Brudereck meint:

 „Wir können gleichzeitig glücklich und unglücklich sein. […] Mitten in der Trauer erleben wir: Es gibt Grund zum Freuen. Wir lachen sogar. Dann ist es fast so, als dürften wir das nicht. Als würde von uns erwartet, dass wir unglücklich sind. […} Und umgekehrt, mitten im Glück erleben wir: Wir leben in Frieden und Freiheit. Sind satt. Und trotzdem manchmal tief traurig. Nicht nur zornig über die weltweite Ungerechtigkeit. […] Sondern einfach unglücklich. Melancholisch, schwermütig, verzweifelt. Wir leiden nicht, aber wir sind diese Welt so leid. Auch dann ist es fast so, als dürften wir das nicht. Als müssten wir fröhlicher sein. Gleichzeitig glücklich und unglücklich. Wir dürfen uns beides erlauben.“

Christina Brudereck, Trotzkraft

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14JUN2021
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Was ist Freiheit? Manchmal ist sie ganz überraschend anders, wie die Schriftstellerin Susanne Niemeyer es formuliert:

„Freiheit, sagt der Stein, ist herumzuliegen und nirgend anders sein zu wollen. Freiheit, sagt der Fuchs, ist sich hin und wieder eine Gans zu gönnen. Freiheit, sagt der Himmel, ist keine Angst vor dunklen Wolken zu haben. Freiheit, sagt der Schnee, ist eine Lawine ins Rollen zu bringen. Freiheit, sagt das Ja, ist Nein zu sagen.“

Susanne Niemeyer, Schau hin. Vom Hellersehen und Entdecken

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13JUN2021
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Wichtiges darf man nicht aufschieben. Nicht bei anderen und nicht bei sich selbst. Für Schwester Teresa Zukic bedeutet das:

„Verschiebe es niemals, einem Menschen, der dir viel bedeutet, deine Liebe auszudrücken. Ein gutes Wort hat eine unglaubliche Kraft und den Zauber, alles zu verändern. Vergiss dich auch selbst nicht. Lass mich dich erinnern, wie kostbar und großartig du bist. Mach das Beste aus diesem unwiederbringlichen, einzigartigen Tag. Gott liebt dich und ist verrückt nach dir! ER sagt: „Ich hab dich lieb.“ Also hab auch du dich lieb!“

Teresa Zukic, Gott ist verrückt nach dir! Meine schönsten Gebete und Segenswünsche

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