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SWR3 Worte

24SEP2021
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In der Arena auf Schalke gibt es eine Kapelle. In den vergangenen 20 Jahren wurden dort zum Beispiel über 1.600 Menschen getauft. Ernst-Martin Barth ist Pfarrer der Kapelle. Was ihn motiviert beschreibt er so:

„Hier bin ich gerne als evangelischer Pfarrer und Fan. [...] Gerne stehe ich den Menschen zur Verfügung mit Worten und Gesten für die Zeiten, in denen sie uns als Kirche brauchen. Diese Begegnungen empfinde ich als sehr persönlich und berührend. Ich möchte zeigen, welche Schätze wir haben und was wir lieben. [...] Und ich freue mich sehr, wenn die Menschen spüren, dass sie bei uns willkommen sind – ‚egal wo du wechkommst’!“

 

Quelle: Ernst-Martin Barth, „Die Kapelle der Arena auf Schalke – Raum der Seele – Ort der Ermutigung“, in: Missionarische Dienste im Evangelischen Bildungszentrum Haus Birkach (Hg.), Perspektiven. Magazin für Glauben, Leben und Gemeinde 87, S. 51

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23SEP2021
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Jürgen Köhler leitet ein großes Hotel. Seine Angestellten spiegeln wider, wie bunt unsere Gesellschaft ist. Warum es gut ist, dass sein Team so bunt besetzt ist, erklärt er so:

„Wenn es im Team Leute gibt, die Fastenzeiten einhalten, aus welcher Religion auch immer, dann werden wir sensibler für unsere Gäste. Dasselbe gilt auch für den Umgang mit Alkohol oder bestimmten Speiseregeln.

Ich bin gerne Direktor eines Hotels, in dem Gastfreundschaft sensibel und achtsam gelebt wird. Wo wir das schon im Team einüben, gelingt uns das mit unseren Gästen umso besser.“

 

Quelle: Jürgen Köhler im Interview mit Matthias Hiller, „Rituale und Gastfreundschaft“, in: Missionarische Dienste im Evangelischen Bildungszentrum Haus Birkach (Hg.), Perspektiven. Magazin für Glauben, Leben und Gemeinde 87, S. 16

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22SEP2021
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Manchmal braucht man Unterstützung von außen, wenn das Leben festgefahren scheint. Die Autorin Tina Willms empfiehlt für solche Momente Gottes Geist:

„Ich wünsche dir, dass Gottes Geist wie eine Brise dein Leben durchweht, erfrischend und belebend, anregend und verwirrend. Dass er in dir sein Feuer entfacht, wünsche ich dir, und dich offen macht für das, was unverhofft vom Himmel fällt.“

 

Quelle: Tina Willms, „Im Mai“, zitiert nach Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 3/2021, S. 35

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21SEP2021
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Einen Platz mehr am Esstisch vorzubereiten, als eigentlich Gäste erwartet werden. Das hat in manchen Familien eine lange Tradition, zum Beispiel bei jüdischen Familien oder bei polnischen Familien zu Weihnachten. Der Autor Detlef Schneider erklärt, was es damit auf sich hat:

„Das zusätzliche Gedeck [...] steht für einen unerwarteten Gast bereit. Das kann ein verspätetes Familienmitglied sein, ein Freund oder Nachbar, der allein ist. Vielleicht aber auch ein Reisender oder Fremder. ‚Ist ein Gast im Haus, so ist Gott im Haus’, lautet ein altes polnisches Sprichwort. Das hohe Gebot der Gastfreundschaft war schon in biblischen Zeiten eine gesellschaftliche Verpflichtung. Mit seiner Einhaltung steht Gottes Segen in Verbindung.“

 

Quelle: Detlef Schneider, „Das zusätzliche Gedeck“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 1/2021, S. 28

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20SEP2021
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Barmherzigkeit. Ein Wort, das in der Alltagssprache kaum mehr vorkommt. Reinhard Ellsel will das ändern. Er meint:

„Tatsächlich hat Barmherzigkeit etwas mit menschlicher Schwäche zu tun und bedeutet: ‚Beim armen Herzen sein.’ Barmherzigkeit rechnet damit, dass kein Mensch vollkommen ist und immer erfolgreich. Dass auch mal bei mir etwas schiefgeht und Trauer und Scham mein Herz erfüllen. Mich entlastet das. Denn ich bin nur endlich und habe keine ‚weiße Weste’, mit der ich selbstgerecht durchs Leben gehen könnte. Schon gar nicht in den Augen von Gott. Aber das brauche ich auch gar nicht. Denn Gott ist ‚barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte’.“

 

Quelle: Reinhard Ellsell, „Ich stehe auf festem Grund“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 1/2021, S. 30

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19SEP2021
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Nicht stehenzubleiben. Neues zu wagen. Sich etwas zuzutrauen. Dazu ermutigt die Autorin Tina Willms:

„Ich wünsche dir Neugier weiterzugehen, ja, gelegentlich sogar über die Grenze dessen, was bisher möglich erschien. Ich wünsche dir den Mut, aus den Bildern zu treten, die zum Gefängnis wurden, und alte Rollen abzustreifen wie eine zu eng gewordene Haut. Ich wünsche dir Verwegenheit, neu zu vertrauen, nicht nur, aber auch dir selber.“

 

Quelle: Tina Willms, „Im Februar“, zitiert nach Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 2/2021, S. 34

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