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SWR3 Worte

24MAI2022
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Die Autorin Ulrike Berg über Geschwisterliebe:

Als Kinder kämpfen wir (…) um die Liebe unserer Eltern, (und) auch als Erwachsene brauchen wir Anerkennung und Resonanz von außen. Wenn die Beziehung unter Geschwistern nicht heil ist, geht das Gerangel um die Gunst der Eltern eigentlich bis zu ihrem Tod weiter – in der Geschwisterrolle bleiben wir eben immer Kind. Deshalb entzünden sich Konflikte oft nochmal ganz neu, wenn die Eltern krank und hilfsbedürftig werden und es um die Frage geht: Wer kümmert sich (…)?

Die Chance liegt darin zu begreifen, dass es nicht darum geht, um irgendetwas zu kämpfen, sondern dass wir uns gegenseitig unterstützen können. Jedes der Geschwister hat ja im Laufe seines Lebens bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt. Wenn wir die untereinander anerkennen (…) dann kann das im besten Fall einen riesigen bunten Teller ergeben.

Ulrike Berg, Geschwisterliebe, in: Alles in Allem – Für eine erfüllte zweite Lebenshälfte, Andere Zeiten e.V

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35449
23MAI2022
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Die Wissenschaftsjournalistin und Bestseller-Autorin Nicola Schmidt findet, dass es wichtig ist, sich „anderen zuzumuten“. Sie schreibt:

Menschen lernen in vielen Kulturen, dass sie nur erwünscht sind, wenn sie (…) gut gelaunt und fröhlich sind. Mit unserer Trauer, unserer Wut, unserer Hilflosigkeit sind wir oft nicht gewollt. Wenn wir das so gelernt haben, kann es schwer sein, sich zuzumuten. (…). Dabei kostet es uns aber sehr viel Kraft, immer so zu sein, wie die anderen uns brauchen. Das heißt ausdrücklich nicht, dass wir unsere Wut oder unseren Frust an den Kindern oder dem Partner auslassen. Es heißt aber, dass wir uns den anderen zumuten können, wenn wir nicht weiterwissen, wenn wir müde sind, (…). wenn wir Hilfe brauchen, wenn wir eine Verabredung nicht einhalten können, (oder,) wenn wir jetzt doch keinen Kuchen backen…

Nicola Schmidt, artgerecht – Der andere Familienplaner

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35448
22MAI2022
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Ein Gebet am Morgen für Frieden – weltweit:

Gott,
ich weiß nicht, wie es sich anfühlt,
fliehen zu müssen:
nur das mitzunehmen,
was ich tragen kann,
und alles andere zurückzulassen:
Familienfotos, Tagebücher,
Spielzeug, Kleidung und den Garten.

Ich kann mir nicht ausmalen,
wie es einem das Herz zerreißt,
wenn man Abschied nehmen muss
von Mann und Frau,
von Tochter und Vater,
von den Menschen, die Familie sind.

Ich bitte dich, Gott:
Sei bei denen, die fliehen.
Lass sie spüren, dass du an ihrer Seite bist.
Sei bei allen, die (…) ihre Türen aufmachen
und helfen und unterstützen.
Segne alle, die Zeichen des Friedens setzen
mitten im Krieg. (…) Amen.

https://www.ekd.de/gebet-fuer-den-frieden-in-der-ukraine-71690.htm

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35447