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SWR2 Wort zum Tag

Wenn ich mir vorstelle, wir Christen hätten das Alte Testament nicht, dann würde mir sehr viel fehlen: Neben abenteuerlichen Geschichten und manchen ärgerlichen Bibelstellen vor allem die Psalmen. Solche Gebete wie Psalm 31, da heißt es: „Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.“ Und weiter: „Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; denn du bist meine Zuflucht. In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.“
In Psalmen wird gebetet, gesungen, gelobt und gepriesen, gedankt und geklagt. In Psalmen wird gerungen – mit Menschen, aber auch mit Gott. Sie beinhalten Erfahrungen von Menschen, die schon lange tot sind – in deren Sorgen und Ängsten, Hoffnungen und Sehnsüchten ich mich aber heute noch wieder finden kann.
Manchmal stört mich die Sprache der Psalmen: Da soll Gott die Feinde zermalmen, in den Krieg gegen andere Völker ziehen und sie vernichten – das stößt mir ganz schön auf. Aber andererseits: Was weiß ich schon von den Gefühlen unterdrückter Menschen, die sich nicht anders zu helfen wissen, als ihre Ohnmacht im Gebet vor Gott zu bringen – mit zugegeben recht drastischen Worten. Und „kämpfe“ ich nicht auch gegen „Feinde“ – gegen Ängste, die mich quälen; gegen Ohnmachtsgefühle, weil ich manche Dinge einfach nicht ändern kann? Ich wünsche mir manchmal, Gott möge diese „Feinde“ zermalmen und vernichten.
Da gibt es Psalmen, die klagen Gott an, die erinnern ihn daran, dass er ein Gott ist, der den Menschen nahe sein will. Und Menschen wenden sich mit ihrer Klage an Gott und erwarten Hilfe und Rettung. Dabei gehen sie nicht gerade zimperlich mit Gott um. Sie fordern ihn heraus, sich gefälligst wieder an seine Verheißungen zu erinnern.
Und doch: Viele der sogenannten Klagepsalmen enden mit dem Lob Gottes. Klage und Not wenden sich, der Mensch findet durch die Not hindurch wieder zu Gott, seinem Felsen.
Die Theologin Dorothee Sölle hat mal über die Psalmen gesagt: Die Psalmen sind „eins der wichtigsten Lebensmittel. Ich esse sie, ich trinke sie, ich kaue auf ihnen herum, manchmal spucke ich sie aus, und manchmal wiederhole ich mir einen mitten in der Nacht. ... Haltet euch nicht lange bei dem auf, was ihr komisch oder unverständlich oder bösartig findet, wiederholt euch die Verse, aus denen Kraft kommt. ... Findet euren eigenen Psalm. Das ist eine Lebensaufgabe. ... Psalmen sind Gebetsformulare, du sollst sie ausfüllen. ... Du sollst deinen Namen eintragen und deinen Schmerz, deine Ängste ... und alles, was du liebst.“

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Die Kirchen denken heute an den heiligen Josef, den Vater oder Pflegevater Jesu. Wie bei anderen frühen Heiligen in der Kirchengeschichte, wissen wir auch von Josef aus Nazaret herzlich wenig, nur dass er Zimmermann war. Und bei der Verehrung, die seine Frau Maria in der Kirche erfährt, gerät er schnell in den Hintergrund.
In der Bibel gibt es beides: Da spricht Jesus von Gott als Vater. Andererseits wird für Jesus ein Stammbaum angeführt, der von König David bis hin zu Josef, seinem Vater geht. Und die Leute nennen Jesus auch oft den Sohn des Zimmermanns. Für mich ist Josef neben Maria ein Garant für die Menschlichkeit Jesu.
Da Jesus erst mit ungefähr dreißig Jahren öffentlich aufgetreten ist und seine Botschaft verkündet hat, nehme ich mal an, dass er nicht immer schon wusste, welchen Weg er zu gehen hat. Ich stelle mir vor, dass er als ganz gewöhnliches Kind in Galiläa aufgewachsen ist und als junger Mann einen Beruf, vielleicht den seines Vaters, gelernt und auch eine Weile darin gearbeitet hat. Dann hat er offensichtlich erkannt, dass er einen anderen Weg gehen muss und hat den Menschen von Gottes Liebe erzählt. Wie genau das alles passiert ist, das fände ich sehr spannend, aber das weiß ich leider nicht. Die späteren Texte der Bibel wie das Johannesevangelium schildern Jesus als jemanden, der immer schon alles weiß. Die Autoren haben sich das bei der göttlichen Abstammung Jesu wohl nicht anders vorstellen können. In anderen Texten allerdings erlebt man Jesus als Menschen, der seinen Weg finden muss. Da ist immer wieder die Rede davon, dass er in die Stille oder in die Wüste geht. Am Ende betet er sogar darum, dass der Kelch an ihm vorübergeht, dass er nicht leiden muss. Der Jesus, der mir da geschildert wird, das ist für mich ein wirklich Mensch gewordener Gott. In ihm kann ich mich wieder erkennen.
Und an dieser Stelle kommt für mich wieder Josef ins Spiel. Gemeinsam mit Maria und der ganzen Familie war er für Jesus ein Rückhalt, hier hat Jesus gelernt zu lieben. An Josef wird er erfahren haben, wie ein guter Vater ist. Und alles andere, was Menschen so lernen, bekommt Jesus auch aus seiner Familie mit.
Und für noch etwas möchte ich Josef gerne verantwortlich machen: dafür dass Jesus in seine jüdische Religion hineingewachsen ist, dass er die heiligen Schriften seines Volkes kennengelernt hat, auf ihnen aufbauen konnte. Jesus hat seinen Glauben als befreiend und stärkend erlebt, nur so konnte er Gott später als liebenden Vater verkünden Josef hat daran sicher seinen Anteil gehabt, und dafür bin ich ihm dankbar.

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Man hat ihn „Arbeiter-Papst" oder „Sozial-Papst" genannt. Das war 1891, nachdem Papst Leo XIII. seinen berühmten Brief an die Bischöfe der Welt geschrieben hatte, eine so genannte Enzyklika. Diese Sozial-Enzyklika handelte von den „neuen Dingen", lateinisch „Rerum Novarum": Mit der industriellen Revolution am Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Gesellschaft in Europa verändert - politisch, wirtschaftlich und sozial. Papst Leo XIII. sah, dass sich dabei die Gesellschaft immer tiefer in Arm und Reich spaltete. Vor allem aber bedrückte ihn, in welch großer Not und Unsicherheit Arbeiter und ihre Familien oft leben mussten. Er wollte sie weder dem freien Spiel von Markt und Kapital noch den „Irrlehren" der Sozialisten überlassen.

Vor kurzem wäre der Sozial-Papst 200 Jahre alt geworden. Am 2. März. Deshalb ein nur pflichtschuldiges historisches Gedenken? Für mich ist es mehr.

Natürlich, Papst Leo XIII. war ein Kind seiner Zeit. Und so kommt mir auch vieles fremd vor, was in der berühmten Sozialenzyklika steht - gleich ob es um die Rolle des Staates, den Machtanspruch der Kirche oder das patriarchale Familienbild geht. Aber es findet sich darin auch anderes: Die Arbeitgeber werden gemahnt, gerechten Lohn zu zahlen und die Staaten verpflichtet, Arbeiter und ihre Familien vor Ausbeutung zu schützen. Zwar sollen Arbeiter und Arbeitgeber frei sein, welchen Lohn sie miteinander aushandeln. Aber zugleich mahnt Papst Leo: Der Lohn dürfe nie so niedrig sein, Zitat, „dass er einem genügsamen, rechtschaffenen Arbeiter den Lebensunterhalt nicht abwirft."

Das klingt erstaunlich aktuell - gerade in diesen Tagen, wo wir wieder einmal so heftig streiten: über Mindestlöhne und den richtigen Abstand zwischen Lohn und Sozialhilfe. Ob es zu viele Faulenzer unter den Langzeitarbeitlosen gibt, zuwenig Anreiz zur Arbeit oder doch vor allem zuwenig Arbeitsplätze.

Auch die Kirche kann hier keine einfachen Antworten und Lösungen bieten. Und so wie zu Papst Leos Zeiten kann und will sie auch nicht mehr auftreten. Aus der gleichen Tradition aber, dem Evangelium und dem christlichen Menschenbild, erhebt sie mit guten Argumenten Einspruch: Dort, wo Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt bleiben, gerade etwa die Kinder so genannter Hartz IV-Empfänger. Sie verteidigt Langzeitarbeitslose, wo diese pauschal als arbeitsunwillig diffamiert werden. Und sie hilft auch konkret in ihren karitativen Einrichtungen: zum Beispiel eine Lebensperspektive zu suchen, wo Hoffnungslosigkeit schon in zweiter und dritter Generation vererbt wurde.

So kann die Erinnerung an Leo XIII ermutigen: Sensibel zu bleiben, für die aktuellen sozialen Fragen und Herausforderungen - auch unserer Zeit!

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„Wer seid ihr, wunderbares Geheimnis, was tragt ihr in euch?“ so fragt der polnische Kinderarzt und Waisenhausvater Janusz Korczak in seinem Buch „Wie liebt man ein Kind?“ „Wunderbares Geheimnis“ - Ich finde das passt zu Kindern: denn sie haben viel mehr noch als wir Erwachsene etwas, das sich nicht fassen lässt, weder mit Händen noch mit Begriffen. Etwas das erst mal da ist, nicht von außerhalb hervorgebracht, etwas, das wir achten müssen, das ganz neu ist, manchmal auch fremd. Korczak geht deshalb noch einen Schritt weiter, vom Achten zum Lernen: “Werden wir neugierig zu ergründen, was sich hinter diesem Geheimnis verbirgt? Wollen wir Lernende sein, die sich von dem Kind an die Hand nehmen lassen, um Einblick in seine Welt nehmen zu dürfen? (vgl. S. Tschöpe-Scheffler, Würde des Kindes. In: B. Dorst u.a. Hgg., Würde. Eine psycholog. und soziale Herausforderung, Patmos 2009, 172)
Von Kindern, besser noch mit Kindern lernen. Das ist eine Herausforderung. Ich als Erwachsene weiß noch nicht alles. Nicht ich habe ein Konzept wie Leben geht und versuche mehr oder weniger trickreich das Kind dahin einzuspuren. Sondern mit diesem neuen Leben entsteht Lebenssinn neu. Im Dialog mit denen, die schon leben.
Aber ist das nicht hoffnungslos romantisch? Kinder sind anstrengend. Kinder brauchen Fürsorge, jetzt und für später. Wir müssen sie vor Gefahren schützen und ihnen helfen, lebenstüchtig zu werden.
Korczak hat drei Grundrechte für Kinder formuliert, und die klingen ganz anders. Vor allem das erste. Er fordert nämlich das Recht des Kindes auf den Tod. (ebda 175)
Diese Forderung schockiert mich immer wieder. Wie kann man das Recht des Kindes auf den Tod fordern? Das Kind lebt doch gerade erst! Und dann sind mir Kinder eingefallen, die mutig und unternehmungslustig klettern und balancieren, und andere, die von sehr vorsichtigen Eltern immer wieder ermahnt werden und sich viel weniger trauen. Ich glaube, was Korczak meint, ist: zum Leben gehört Wagnis, zum Leben gehört Risiko. Kinder haben das Recht, auch damit Erfahrungen zu machen, auch darin Eigenverantwortung zu lernen. Mit zuviel Angst und Vorsichtsmaßnahmen versperren wir Kindern das Leben.
Janusz Korczak musste den Tod von Kindern erleben, die ihm anvertraut waren, und er ist bei den Kindern geblieben. Zunächst im Warschauer Ghetto, in das sein Waisenhaus verlegt wurde, und dann bis nach Treblinka. Beobachter berichteten, dass die Kinder mit Würde und gefasst ihren letzten Weg gegangen sind.
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Knapp fünf Jahre lang war ich fast täglich im Pflegeheim, um meine Mutter zu besuchen. Seit sie tot ist, muß ich, kann ich das nicht mehr. Viele der Menschen, die ich dort getroffen habe, sind mir noch immer vor Augen. Manche Eindrücke aus dieser Zeit lasten noch auf mir, für andere bin ich sehr dankbar. Da ist die zierliche Frau, die auf dem Gang oder im Café Hand in Hand mit ihrem Mann Operettenmelodien singt. Die andere, die jedem zuwinkt, der vorbeigeht, und wenn ich nah genug herankam, hat sie mich natürlich ungeniert festgehalten. An manchen Tagen hatte ich das Gefühl großer Einsamkeit, dass da jeder nur für sich und entwurzelt im Zimmer saß, im Bett lag oder ruhelos umherlief. An andern Tagen fühlte ich mich an meine Zeiten im Studentenheim erinnert, da war Gemeinschaft zu spüren, angefangen von dem Grüppchen, das immer am Eingang saß.
Natürlich spielte die Art, in der das Personal von der Hauswirtschaft bis zur Pflege mit den Bewohnern lebte, eine große Rolle. Aber mir scheint, dass Entscheidendes von den alten Menschen selbst kam, von ihrer Hilflosigkeit, ihrem Angewiesensein, ihrem langsamen Weggehen von den Lebenden. Und genauso auch von einer gewissen Heiterkeit und Weisheit, einer rührenden Sorge füreinander entsprechend den geringen Kräften. Deutlich vor Augen ist mir auch noch die Szene, in der 2 alte Frauen mit ihren Gehwagen sich Aug in Aug kämpferisch gegenüberstanden: jede wollte, dass die andere Platz macht.
Was soll diese Lebensphase „Alter“, die den Alten und denen um sie herum soviel abverlangt und gleichzeitig bei vielen von ihnen soviel Stärke freilegt?
Bei aller inneren Abwehr und Angst hatte die Begegnung mit den sehr alten Menschen für mich auch eine ähnliche Faszination wie die mit kleinen Kindern. Beide tragen etwas in sich vom Geheimnis jener anderen Welt, der Welt, aus der wir kommen und der Welt, in die wir unterwegs sind. Sie wissen oder ahnen mehr und anderes als die, die von diesen beiden Polen entfernter leben. „Ich werde bald gehen“, „ich möchte nach Hause“, in solchen Sätzen ist das Unvorstellbare Realität. Alte Menschen, die solche Sätze sagen oder sie in anderer Weise ausdrücken, oft ohne Worte, nur in ihrem langsamen sich entfernen, sie lassen auch für mich das Unvorstellbare realer werden, das Ende dieses Lebens und den möglichen Blick darüber hinaus.
„Jeder der geht, belehrt uns ein wenig über uns selber“, hat die Dichterin Hilde Domin geschrieben. „Nur einmal sterben sie für uns, nie wieder. Was wüssten wir je ohne sie?“

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In letzter Zeit erlebe ich immer mehr Gespräche, in denen Menschen sich über die Kirche beklagen. Manche tun das heftig, damit kann ich ganz gut umgehen. Andere tun es achselzuckend, resigniert: Früher hat mir die Kirche viel bedeutet, früher habe ich mich engagiert, aber das ist vorbei, das interessiert mich nicht mehr, sagen sie. Die Kirche ist doch dabei, sich selber abzuschaffen.
Diese Art von Kritik schmerzt mich. Ich höre da viel Enttäuschung. Und ich höre, dass da der Kirche Menschen verloren gehen, Menschen, die einmal mit viel Kraft und Herzblut dabei waren. Und ich denke daran, wie viel ich selber der Kirche verdanke. Nicht nur den eigenen Beruf mit all seinen Höhen und Tiefen und Begegnungen. Sondern vor allem sehr früh schon die Geschichten von Gott, die Geschichten vom Glauben, die Ahnung, die Sehnsucht nach mehr als was ich sehe, höre, greifen, berechnen, mir vorstellen kann. Die Begegnung mit christlichen Traditionen und mit dem Glauben anderer Religionen. Langjährige Freundschaften, Weggemeinschaften, die in den Kirchengemeinden entstanden sind, in denen ich gelebt habe. Begegnung mit Priestern, Ordensfrauen, Lehrerinnen und Lehrern, die integer waren, die Lebenskraft ausgestrahlt, mich gefördert haben.
Das Schlimme ist, gerade wenn ich die resignierte und oft depressive Kirchenkritik höre: ich muss in vielen Punkten erst mal beipflichten. Es ist schwerer geworden, sich in einer Gemeinde zu beheimaten. Es ist schwerer geworden, Menschen aus kirchlichem Kontext zu treffen. Viele Themen, die z.B. in Rom wichtig sind, interessieren hier niemanden im eigenen Alltagsleben, rufen oft einfach Kopfschütteln hervor.
Natürlich spielen hier Erwartungen an kirchliche Amtsträger und Strukturen mit, die heute unrealistisch geworden sind. Aber Strukturen und Autoritätsansprüche sind ja einmal von der Kirche aufgebaut worden. Und der Verweis auf das allgemeine Priestertum, auf die Mitverantwortung und Glaubenskompetenz aller wirkt oft nicht überzeugend, sondern der Not geschuldet.
Ich habe für all das keine Lösung. Allerdings eine hartnäckige Hoffnung, dass auch diese Entwicklungen ihren Sinn haben. Dass wir Altes hinter uns lassen. Dass wir neue Formen finden, uns auszutauschen über die zentralen Fragen des Lebens. Neue Formen, im Sinne des Evangeliums Gemeinschaften zu bilden und Gott zu verehren. Zu feiern, dass unsere Welt in Gott ist, und Impulse zur Verantwortung zu bekommen. Ich finde es sinnvoll, dabei auch die kirchlichen Strukturvorschläge als sinnvolle Möglichkeiten zu prüfen – was der Not – sprich dem Mangel an angestellten Mitarbeitern – entspringt, kann trotzdem Chancen haben. Und ich finde es sinnvoll, ohne Berührungsängste die Gemeinschaft mit Menschen zu suchen, denen am Glauben liegt.

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