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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Noch einmal Post.
Eine Rechnung. Nichts ist so oft im Briefkasten wie Rechnungen. Bitte keine Rechnungen einwerfen! Diesen Aufkleber erfinde ich demnächst. Manche Rechnungen erwartet man andere sind eine echte Überraschung. So wie diese.
Sie kommt von der Energie Südwest und stellt unseren Wasserverbrauch für ein ganzes Jahr in Rechnung.

Beinahe hatte ich vergessen, dass es nicht umsonst ist, das Wasser, auch wenn es so selbstverständlich fließt im ganzen Haus. Und im Garten. Diesmal ist der Gesamtbetrag höher als sonst, höher als unsere Abschlagszahlungen, und natürlich ist es wieder um 1 € teurer geworden als im Vorjahr im Vergleich.

Aber wenn ich dran denke, was wir sonst so ausgeben an der Tankstelle zum Beispiel jede Woche, dann ist das alles sehr überschaubar. Und alles andere als spektakulär. Was mir allerdings auffällt auf der Rechnung:
Da steht nicht einfach nur Wasser, das zu bezahlende Produkt heißt TRINKWASSER.

Dieses Wort steht für Qualität und Reinheit, es handelt sich also um ein Lebensmittel. Und um was für eins. Viele Prognosen deuten darauf hin, dass Wasser in Zukunft das wertvollste und womöglich rarste  Element auf diesem Planeten sein wird.

Noch merken wir das nicht, drehen ziemlich arglos den Hahn für Trinkwasser auf und stellen uns unter die Dusche.Aber in vielen Gegenden dieser Welt, wird das Wasser knapp oder ist es schon längst. Dort merken die Leute und wissen es:

Wasser ist Leben. Es ist der Stoff, der Leben erst möglich macht. Alles Leben kommt aus dem Wasser. Das steht schon in der Bibel so ganz am Anfang. Wasser ist göttlich geradezu. Unverzichtbar.

Im Jahre 20110 erklärte die UN Vollversammlung deshalb den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu einem Menschenrecht. Es gibt Länder wie z.B. Südafrika oder Ecuador, die haben das Recht auf Wasser in ihre Verfassung aufgenommen.

Wer 80 Jahre alt ist und regelmäßig die empfohlene Wassermenge getrunken hat, kommt immerhin auf über 55 000 Liter. Lebenswasser also ist das.

Darum taufen wir auch mit Wasser in der Kirche, gießen da sozusagen wie im Garten die kleinen Lebenspflänzchen an, damit sie Wurzeln fassen und bis in den Himmel wachsen. Unsere Wasserrechnung bezahle ich deshalb gern. Wirklich.

Seit sie ins Haus geflattert ist, achte ich wieder mehr auf tropfende Wasserhähne und dusche etwas zügiger. Vorerst. Eigentlich müsste man mit Wasser sogar anstoßen und es hochleben lassen. Vielleicht wird dann sogar Wein draus. Es wäre nicht das erste Mal.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22603

Ich habe Post bekommen.
Eine Ansichtskarte. Von der Nordsee. Blauer Himmel, Strand und Wellen. Und auf der Rückseite: ein Urlaubsgruß. Von Hand geschrieben. Wie schön, dass es diese Form des Grußes noch gibt.

Man sagt, der Verkauf sei zwar rückläufig, wegen der modernen Kommunikationsmittel und weil fast jeder mit seinem I Phon Bilder verschickt, aber es gibt berechtigte Hoffnung, dass sie nicht aussterben, die Ansichtskarten, Sie sind ja auch eine Freude für jeden Briefkasten und für die, die ihn leeren.

Sie transportieren nämlich eine persönliche Aufmerksamkeit, was man nicht von jeder Post behaupten kann.Die ersten hat es wohl in Frankreich und England geben, in Deutschland seit 1866. Und je mehr die Leute verreist sind, und je mehr Fortschritte die Fotographie und das Druckerhandwerk gemacht hat, um so mehr wurde sie zum Massenprodukt.

Ich selber schreibe auch gerne welche. Und ich weiß auch ganz genau, wer sich darüber freut. Nur an mich selber habe ich noch nie eine geschickt. Das aber habe ich in diesem Sommer zum ersten mal gemacht. Noch ist sie nicht angekommen, aber sie ist unterwegs. Womöglich kommt sie auch erst an, wenn ich sie längst vergessen habe.Und genau das ist auch der Trick an der Sache.

Denn, wenn man nachhause kommt, dann ist  gleich wieder so viel los, dass man schon nach wenigen Tagen alle getankte Ruhe und Gelassenheit vergessen hat. Der Alltag ist ein gnadenloser Energiefresser. Und jede Nachrichtensendung lässt uns den Atem anhalten und fragen, wie es mit uns weitergeht.

Da kann man schnell vergessen, wie schön es war, wie wertvoll, wie unvergleichlich friedlich und in Sicherheit. Ein Schonraum des Lebens. Und genau das ist dann auf einmal wieder da. Liegt im Briefkasten.

Eine Karte, handgeschrieben, in der wir uns noch einmal erinnern, an das, was so schön und erholsam gewesen ist. Ein wertvolles Beweisstück dafür, dass es kein Traum war, sondern wirklich so gewesen ist.

Ich freu mich schon auf diese Post von mir an mich. „Vergiss nicht, was Gott Dir Gutes getan hat!“ sagt die Bibel-nicht ohne Grund. Da will ich doch mal im guten Sinne nachkarten!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22602

Ich habe Post bekommen.
Von dem Malerbetrieb meines Vertrauens. Die stehen für Moderne Raumgestaltung, Individuelle Farbberatung, Kreative Maltechniken und Wärmedämmverbundsysteme. Mit Sachverstand und Präzision haben sie unsere Wohnung frisch gestrichen. Und jetzt ist die Rechnung da. Die bezahle ich gern. Schon allein aus Respekt für diese perfekte Dienstleistung.

Es wirkt alles, wie grad erfunden, Es macht Freude. Farbe im Leben, die brauchen wir. Nicht nur in unseren privaten Wohnräumen. Überall im ganzen weiten Lebensraum. Auch draußen vor der Tür und der Sommer hat viel davon. Dort haben wir noch einen anderen Meistermaler für moderne Raumgestaltung Der gestaltet all unsere Lebensräume. Der färbt uns die Schöpfung bildschön bunt. Der lässt die Natur strahlen für uns in allen Farben seiner Malerwerkstatt.

Und was Gott so besonders macht:

Bis heute hat er noch keine Rechnung geschickt. Er rechnet nur fest damit, dass wir sorgsam pflegend umgehen mit dem Farbkasten seiner Kreativität. Und als Autogramm seiner Liebesmüh schreibt er uns hin und wieder einen bunten Regenbogen an den Himmel, sozusagen im Vorübergehen.

Schaut her, schreibt er im Spektrum aller Farbenpracht, die es gibt, ich bescheinige  Euch meine gute Absicht, diese Welt weiterhin farbenprächtig auszustatten und zu bewahren.

Wenn ihr doch bitte auch so nett wäret, mich dabei tatkräftig zu unterstützten. Damit nicht alles grau in grau verschmutzt und leidet. Hegt und Pflegt den Lebensraum. Nützt und schützt Grund und Boden, Pflanzen und Tiere, Baum und Strauch auch.

Himmelblau und grasgrün, abendrot und Gerstengelb in allen Farben der Welt leuchtet uns das Leben entgegen. Wie frisch gestrichen. Und falls es doch einmal so etwas wie eine Rechnung geben sollte, dann eher so, wie Lothar Zenetti es sagt:

„Einmal wird uns gewiss
die Rechnung präsentiert
für den Sonnenschein
und das Rauschen der Blätter
die sanften Maiglöckchen
und die dunklen Tannen,
für den Schnee und den Wind
den Vogelflug und das Gras
und die Schmetterlinge
für die Luft
die wir geatmet haben
und den Blick auf die Sterne
und für all die Tage
die Abende und die Nächte.

Einmal wird es Zeit
dass wir aufbrechen und bezahlen.
Bitte die Rechnung.
Ohne den Wirt gemacht:
Ich habe euch eingeladen
sagt der und lacht,
soweit die Erde reicht:
Es war mir ein Vergnügen.“
Drum sind wir so farbenfroh!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22601

Ich habe Post bekommen.
Diesmal vom TÜV Rheinland. „Genau. Richtig.“ heißt deren Motto. Der Inhalt ist die Mitteilung:

Ihr persönlicher Erinnerungsservice an die Hauptuntersuchung für Ihr Fahrzeug LD – B 2929. Die Hauptuntersuchung für ihr Fahrzeug ist fällig. Bitte vereinbaren sie ihren persönlichen Wunschtermin für eine schnelle Prüfung. Freundliche Grüße und gute Fahrt.

Das hat mich überrascht. Von selber hätte ich nicht dran gedacht. Wie schnell immer die 2 Jahre vorbei sind.Dabei hätte ich nur aufs Nummernschild schauen müssen, aber wer macht das schon?Zudem ist das unser Wohnwagen. Der steht ja die meiste Zeit sowieso nur rum.

Aber natürlich kommt dann so ein Brief eine Woche vor dem Urlaub. Ein ganzes Jahr wär Zeit gewesen und jetzt muss alles auf einmal passieren. Aber ohne TÜV geht’s halt nicht.  Genau. Richtig. Gut, dass Sie geschrieben haben. Von wegen persönlicher Wunschtermin. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Während mich dieser unerwartete Zusatzstress ereilt, denk ich mir:

Wie das wohl wäre, wenn es so eine Art TÜV für unser Glauben, Hoffen und Lieben gäbe. Also regelmäßige Überprüfung, ob wir damit noch gut fahren können. Wie der Zustand ist, welche Mängelliste es gibt, was repariert gehört. Obs noch leuchtet, obs noch bremst, ob die Luft raus ist, oder nicht. TÜV für den Wohnwagen des Lebens, die Schutzhülle des Seele für unterwegs, dieses gefährdete Gefährt.

Natürlich müssten wir dann auch so ein Schreiben kriegen. Alle 2 Jahre meinetwegen. Auf zum GlaubensTÜV, als persönlichen Erinnerungsservice an die Hauptuntersuchung Ihres Lebens, weil die wieder mal fällig ist. Bitte vereinbaren sie einen persönlichen Wunschtermin für eine schnelle Prüfung.

Womöglich direkt vor dem Urlaub noch. Auf jeden Fall so bald als möglich. Und wo könnte das durchgeführt werden? Wo gibt es die Werkstatt für den LebensTÜV in Sachen Glauben, Hoffen, Lieben?

Ich denke, das kann ganz unterschiedlich sein. Das geht in einem Gespräch mit einem ziemlich besten Freund. Das kann womöglich unter Lebensgefährten stattfinden, indem man sich gegenseitig sagt, ob man spürt, wie die Spur verläuft. Manchmal brauchen wir aber auch professionelle Hilfe. Schließlich machen wir das mit den Fahrzeugen ja auch fachgerecht.

Es geht aber auch als Werkstattgespräch mit Gott in seinem großen Haus der Kirche, oder im stillen Kämmerlein. In der Bibel hat das jemand so gesagt:Gott, schau her, wies bei mir läuft, prüfe mich und guck mal wie ichs meine, und schau ob ich auf gutem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege.

In diesem Sinne: Freundliche Grüße und gute Fahrt!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22600

Ich habe Post bekommen.
Diesmal vom Polizeipräsidium Rheinpfalz, Zentrale Bußgeldstelle.

Sehr geehrter Verkehrsteilnehmer, steht da, Ihnen wird folgende Ordnungswidrigkeit vorgeworfen:
Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 8 km, berücksichtigte Toleranz 2km, Verwarnungsgeld 10 € und dann auch noch ein Bild: Von mir am Steuer!

Was für ein Blick! Wie viel Ernst und Entschlossenheit! So sehe ich also aus, wenn ich das Gesetz übertrete. Ich fühle mich ertappt und ärgere mich. Das passiert mir nicht zum ersten mal. Ich bezahle natürlich. Sonst gibt’s noch mehr Ärger.

Und ich nehm mir natürlich vor, dass es nicht mehr vorkommt. Das soll mir eine Lehre sein. Zu schnell fahren und das an einem Sonntagmorgen auf dem Weg zu einem Gottesdienst. Um Gottes Willen!

Aber der Bescheid beschäftigt mich weiter:

Nicht auszudenken, wenn wir immer dann eine Verwarnung ins Haus bekämen, wenn wir rasend unterwegs gewesen sind. Wenn wir zum Beispiel einander angefahren haben, oder gar überfahren, übergangen. Und das mit einem so entschlossenen, so böse dreinschauenden Gesicht. Da kämen wir über dem Bescheid ganz schön ins Grübeln. Weil wir es ja gar nicht gemerkt haben, wie das passieren konnte.

Wie oft sind wir aber einfach zu schnell unterwegs, nicht nur mit dem Auto. Auch mit dem Urteilen, Ablehnen, Richten, Übersehen. Mit mehr Langsamkeit könnten wir aufmerksamer wahrnehmen, was um uns herum geschieht. Auf die Schnelle lösen wir keine Probleme, fahren wir nicht gut, überholen wir uns selbst und fordern die Toleranz der anderen um mehr als 3 km/h heraus.

Gäbe es dieses Regelwerk von Ordnungswidrigkeiten auch für die Fahrpraxis des Alltages, im täglichen Umgang, dann wären unsere Briefkästen voll davon. Es geht also um die Entdeckung der Langsamkeit. Die Bibel sagt vorsorglich mahnend:

„Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn.“
(Jakobus 1,19)

Halten wir das mal fest fürs Protokoll.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22599

Ich habe Post bekommen.
Von meinem Zahnarzt. Eine Postkarte. Wunderschön. Aber überraschend. Man könnte es auch eine Ansichtskarte nennen. Denn vorne drauf das schönste Lächeln eines schönen Mundes zu sehen. Mit sehr schönen Zähnen.
Meine warens nicht, das hab ich gleich erkannt. Aber der Text, der ist mir  ans Herz gegangen.

Er schreibt mir nämlich, dass ihm mein Lächeln so am Herzen liegt und er gerne seinen Teil dazu beitragen möchte, dass sich mein sympathisches Erscheinungsbild weiterhin sehen lassen kann.
Um das zu gewährleisten, wäre es gut, meint er, wenn wir uns mal wieder treffen würden, ich, meine Zähne und er, am besten bei ihm in der Praxis.

Dort könnten wir dann nachschauen, ob ich noch was zu Lachen habe u.s.w. Und was soll ich sagen. Es hat funktioniert. Am selben Tag noch habe ich angerufen und lächelnd einen Termin ausgemacht. Der lachende Mund ist mir noch lange nachgegangen.

Und ich habe mich gefragt, wie das wohl wäre, wenn wir Pfarrerinnen und Pfarrer genauso fürsorglich an unsere Leute denken und ihnen regelmäßig eine freundliche Karte schicken würden, ein lachender Christ vornedrauf ein freundlicher Text hintendrauf. Etwa so:

Hallo,

mir ist an ihrem lachenden Glauben viel gelegen. Damit ihnen der nicht verloren geht, würde ich gerne meinen Teil dazu beitragen. Es wäre es vielleicht gut, wenn wir uns mal wieder treffen würden, Sie, Ihr Glaube und ich, am besten bei mir hierin meiner Praxis will sagen, in unsrer schönen Kirche.

Und dann könnten wir mal nachsehen, ob er noch Biss hat und Glanz, ihr Glaube. Wie viel Sie zu kauen haben, an allerhand Unglück und Zweifelei, an dem sie sich die Zähne ausbeißen. So ungefähr. Sprechstunde für die müde Seele. Ich überlege, ob ich Ihnen mal probeweise so eine Karte schicke…

Sie wissen ja jetzt Bescheid und dann testen wir mal, bis zum nächsten Sonntag. Das wäre doch gelacht….

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22598

Heute ist Sonntag. Ein guter Tag, um einen Besuch zu machen. Ein Besuch bei Gott.
Sonntags ist nämlich Gottesdienst. Fast überall. Am Sonntag kann man Gott in der Kirche besuchen, sozusagen bei sich zuhause, schauen ob er dort zu finden ist.

Ich glaube schon, aber beweisen kann ichs nicht. Beweisen ist ohnehin so eine Sache, wenn es um Gott geht. Die sogenannten Gottesbeweise sind allesamt sehr geschraubte Gedankengänge, sehr theoretisch.
Die verursachen eher Kopfschmerzen, als Klarheit. Philosophen und Theologen aller Jahrhunderte haben es versucht, plausibel zu machen, dass es einen Gott geben muss.

Weil es einfach nichts Größeres geben kann. Weil es eben eine höhere Macht geben muss. Weil die Schöpfung einen Schöpfer braucht. Und die Geschöpfe erstrecht!
Weil sich nichts bewegen kann, was nicht von jemandem angestoßen worden ist.
Und außerdem muss der Mensch einfach an etwas glauben, weil er chronisch gläubig oder abergläubisch ist.
Es muss doch gehen zu glauben, ohne unterwegs dabei den Verstand zu verlieren.

Haben sich die großen Denker gesagt. Glauben oder Wissen, das soll kein Gegensatz mehr sein. Und mit den Gottesbeweisen soll das endlich mal bewiesen werden.
Glauben mit Herz und Verstand zusammen, das müsste doch gehen. Schluss mit dem Klischee:

Hier die Gläubigen und Naiven, dort die Ungläubigen und Vernünftigen. Aber alle Gottesbeweise haben es nicht geschafft, das zu beweisen. Bis auf einen! Der überzeugt mich total. Ich nenne ihn den klerikalen Gottesbeweis. Der ist für mich schlagend und plausibel und gegen jeden Zweifel erhaben. Und der argumentiert so:

Wenn es heute noch die Kirche gibt trotz allem menschlichen Versagen, Scheitern und Verirren, dann kann das unmöglich an uns Menschen liegen. Das kann nicht unserer Leistung zu verdanken sein. Schon der alte Kirchengeschichtler Loisy hat gesagt:

„Jesus Christus hat das Reich Gottes verkündigt und was gekommen ist, ist die Kirche.“

Das heißt, die Idee, die Jesus hatte und die Umsetzung durch sein Bodenpersonal stimmen nicht überein. Ganz selten jedenfalls. Darum kann es nur so sein:

Die Kirche ist ein Beweis dafür, dass es Gott wirklich gibt.

Ohne ihn wäre sie nämlich längst untergegangen, die Kirche, wenn man bedenkt, was sie sich im Laufe der Geschichte alles geleistet hat. Darum haben wir allen Grund, Gott am Sonntag dort zu besuchen, wo er wohnt, im Gotteshaus

Und am Werktag danach zu leben im Menschenhaus. Dort können wir es dann beweisen, dass es Gott gibt- und zwar in der freien Wildbahn des Lebens. Und darauf kommt es an, wenn der Sonntag vorbei ist.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=22597