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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

„Computer sind schnell. Gute Gedanken sind langsam.“ Wenn der Schriftsteller Peter Bamm mit dieser Bemerkung Recht hat, dann haben es gute Gedanken heute verdammt schwer. In einer Welt, die durch und durch von der EDV beherrscht wird, entwickeln sie sich einfach zu langsam.
Dabei hatte die Computertechnik doch versprochen, die Ideen zu beflügeln und den Dialog der Menschen zu fördern. Ganz selbstverständlich bediente sich diese Technologie des Begriffs der „Kommunikation“!
Ein besonders absurdes Beispiel dieser Art von Kommunikation erzählte ein Lehrerkollege nach einem Besuch an seiner amerikanischen Austauschschule. Dort saßen Lehrer und Schüler in einem Klassenraum über ihren Laptops. Per E-Mail stellte der Lehrer Fragen zu Shakespeares „Romeo und Julia“ und die Schüler antworteten ebenfalls über den PC. So sieht der Fortschritt im Unterricht aus!
Natürlich ist der Computer in vielerlei Hinsicht nützlich. Kaum einer wollte ihn noch missen. Der Glaube an seine Allmacht aber treibt schon merkwürdige Blüten! An vielen Arbeitsplätzen verdrängt er mehr und mehr das leibhaftige Gespräch unter Kolleginnen und Kollegen. Alltägliche Dinge, die man früher im persönlichen Dialog regeln konnte, müssen jetzt über die Datenbank laufen. Das ist angeblich viel schneller und kostengünstiger. Solange der Server mitspielt, versteht sich! Das Gefährliche an dieser Technisierung ist, dass sie von dem ablenkt, was den Menschen wirklich ausmacht und was er heute dringender braucht denn je: das persönliche Gespräch.
Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber hat das in den Satz gepackt: Alles wahre Leben ist Begegnung. Nur dort, wo Menschen sich wirklich treffen und miteinander sprechen, real und nicht virtuell, da entsteht Kommunikation, die diesen Namen verdient. In einem solchen Gespräch erwächst der Raum für „gute Gedanken“. Hier wird Sprache entwickelt, die über das eingeschränkte Maß von Mails und SMS hinausreicht.
Im Alltag könnte das ganz praktisch heißen: sich auch einmal bewusst der unpersönlichen Technik zu entziehen, statt der elektronischen Mitteilung den direkten, persönlichen Kontakt zu suchen.
Übrigens: In einigen amerikanischen Bundesstaaten haben die ersten Schulen die Computer in den Klassenräumen wieder abgeschafft ...

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20. Juli 1944: „Operation Walküre“. Oberst Stauffenberg verübt ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Der Putschversuch scheitert. Stauffenberg und viele Mitverschwörer werden hingerichtet.
Widerstand gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten gab es in den verschiedensten Bevölkerungsgruppen. Auch unter den Christen.
Wenn über die Rolle der Kirche im „Dritten Reich“ geurteilt wird, dann ist oft von Schweigen, Wegsehen und Versagen die Rede. Das ist leider wahr - aber auch nur die halbe Wahrheit! Inmitten eines Volks von Parteigenossen, Sympathisanten und Mitläufern gab es mutige Christen, Frauen und Männer. Sie stellten sich den Machthabern entgegen. Viele von ihnen wurden zu Märtyrern, vom 17jährigen Lehrling bis zum 74jährigen Bauern.
Rund 250 Priester und Ordensleute bezahlten den Widerstand aus dem Glauben mit ihrem Leben. Allein im KZ Dachau saßen fast 3.000 katholische Geistliche ein. Für sie gab einen eigenen „Priesterblock“.
Johannes Schulz und Josef Zilliken gehörten zu diesen Häftlingen. Beide waren in der NS-Zeit Pfarrer in der Osteifel, der eine in Nickenich, der andere in Wassenach. Bei den Nazis waren sie verhasst. Unerschrocken kritisierten sie in Predigten und Flugschriften die menschenverachtende Politik des Regimes. Ein vergleichsweise nichtiger Anlass genügte, um sie in Dachau einzusperren:
An einem Nachmittag im Mai 1940 saßen Schulz und Zilliken zusammen auf der Terrasse eines Ausflugslokals am Laacher See. Da tauchte überraschend Feldmarschall Göring mit Gefolge auf. Alle sprangen auf, um den prominenten Gast lautstark mit „Heil Hitler“ zu begrüßen. Die beiden Pfarrer aber verweigerten den „deutschen Gruß“ und ignorierten Göring demonstrativ. Noch am gleichen Abend wurden Schulz und Zilliken von der Gestapo verhaftet. Fast zwei Jahre mussten sie unter unmenschlichsten Bedingungen in Dachau arbeiten, immer wieder verhöhnt und geschlagen. Krank und abgemagert starben sie kurz nacheinander an den Folgen der Misshandlungen.
Seinem Gewissen zu folgen, das ist Gott sei Dank in unserem Land nicht mehr lebensgefährlich; so wie damals in der Diktatur. Dennoch ist es auch heute nicht einfach, gegen den Strom zu schwimmen. Wer sich nicht anpasst, erntet oft Unverständnis, Spott oder offene Ablehnung.
Beispiele wie Johannes Schulz und Josef Zilliken können Mut machen, seinen Überzeugungen treu zu bleiben.

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Müssen Katholiken bald wieder Latein lernen?
Wenn es nach Martin Mosebach geht, dann wohl schon. Der prominente Schriftsteller und mit ihm andere Traditionalisten fordern die Wiedereinführung der „alten Messe“. Die wurde im Zuge des II. Vatikanischen Konzils vor knapp 40 Jahren abgeschafft.
Mosebachs Vorwurf: Damals habe „die Kirche gegenüber der modernen Welt die Nerven verloren“, weil sie die Gottesdienstfeier in der jeweiligen Landessprache erlaubte.
Schaut man genauer hin, wird schnell klar, dass es im Kern gar nicht um die Sprache geht. Selbstverständlich dürfen und werden Messen auch heute lateinisch gefeiert. Das ist überhaupt kein Problem.
Kritiker wie Mosebach wollen zurück zur Form der alten Messe, so wie die Kirche sie im 16. Jahrhundert für verbindlich erklärt hatte. Danach konzentrierte sich der Gottesdienst ganz auf den Priester. Er allein vollzog das Opfer Christi. Die Gemeinde war gar nicht notwendig. Die Gläubigen wohnten der Zeremonie nur bei. Mit dem Rücken zum Kirchenvolk las der Priester die heiligen Texte, das Volk hörte zu. Selbst wer der lateinischen Sprache mächtig war, verstand meist nichts, weil der Zelebrant fern ab am Altar vieles still betete. Selbst das Evangelium wurde in halblautem Gemurmel vorgetragen.
Bis in die Gesten hinein war alles in diesem Ablauf streng geregelt: die Kniebeugen, die Verneigungen, die Armhaltung, insgesamt 34 Kreuzzeichen usw. So vollzog der Priester als Solist die vorgeschriebenen Riten. Die Gemeindemitglieder blieben Statisten. Eine wirkliche Beteiligung war nicht vorgesehen; Lektoren für Lesungen und Fürbitten genauso undenkbar wie Kommunionhelfer.
Ich selbst habe die alte Messe als Ministrant noch kennen gelernt. Für mich und für viele andere war es eine echte Befreiung, als Papst Paul VI. den Gottesdienst 1970 gründlich reformierte. Seither versteht die Gemeinde, was in der Messe vorgeht. Priester und Gläubige wirken zusammen. Gemeinsam bekennen und feiern sie ihren Glauben. Damit ist die neue Messe der Mahlfeier der frühen Christen viel ähnlicher als die lateinische des 16. Jahrhunderts.
Und übrigens: das letzte Abendmahl hat Jesus mit seinen Freunden auch nicht in Latein gehalten. Das war schließlich die Sprache seiner Henker!
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Irgendwie sehnt man sich anscheinend immer nach dem, was man nicht hat. Ich z.B. war vor kurzem „zu Hause“, das heißt in der kleinen Stadt am Rhein, in der ich geboren wurde und aufgewachsen bin. Einen Tag war ich mit meiner Klasse zusammen, also denen, die mit mir zusammen ab 1963 die Volksschule besucht haben. Es war toll, und ich habe mich -Entschuldigung - sauwohl gefühlt. „Hätte ja auch schön sein können, wenn ich damals hier geblieben wäre“, habe ich mir gedacht. Einer der Schulkameraden erzählt mir dann, dass er mich ein bisschen beneidet. „Weißt du, ich bin eigentlich nie hier raus gekommen. Das ärgert mich manchmal schon etwas.“ So ist das eben: jeder sucht das, was er nicht hat. Dabei haben wir „es“ eigentlich alle beide, nämlich das, was wir im Deutschen mit dem schönen Wort „Heimat“ bezeichnen. Mein Schulfreund sowieso und ich habe mich schon am Anfang festgelegt, als ich sagte: ich war „zu Hause“. Ich bin zwar eigentlich schon 30 Jahre weg, aber die ersten 20 haben doch ganz schön geprägt. Mich jedenfalls so, dass ich immer noch sage: ich komme heim. Das Entscheidende dabei sind natürlich die Menschen, die man dort trifft. Familienangehörige, alte Freunde, Bekannte. Nicht auszudenken, wie es wäre, „nach Hause“ zu kommen und niemand wäre da, den ich kenne. Dann wäre es kein richtiges „zu Hause“ mehr.
Ich will diese Heimatgefühle nicht überbewerten. Ich weiß auch, dass das Leben oft ganz andere Wege geht und viele Menschen sich nicht aussuchen können, wo sie einmal wohnen und arbeiten. Und auch die Menschen, die mich umgeben, kann ich mir nicht immer selbst aussuchen. Aber wer einmal eine Heimat gefunden hat, der sollte sie sich bewahren, ganz egal, wo es ihn einmal hin verschlägt. Und er sollte Zeit finden, diese Heimat auch zu pflegen. Für mich heißt das, immer wieder einmal auf meinen Wegen eine Kurve einzuplanen, nach Hause zu fahren, Freunde und Verwandte zu besuchen.
Je mehr unsere globalisierte Welt nach Flexibilität schreit, umso mehr plädiere ich für „Heimat“. Und deshalb mein Wunsch heute an alle Menschen, die unterwegs sind, die einen nur kurz um die Ecke, die anderen vielleicht schon ein halbes Leben lang: Kommen sie gut nach Hause.
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Heute auf der 9. Etappe der „tour de france“ steht der höchste Berg der Tour auf dem Programm, bis auf 2.770 Meter geht es hinauf. Da hätte der Mann, von dem ich ihnen heute erzählen möchte, zu seiner Zeit ein wichtiges Wort mit zu sprechen gehabt. Gino Bartali, Profi von 1935 bis 1953, war einer der besten Radrennfahrer aller Zeiten. Besonders auf Bergetappen konnte er seine Gegner förmlich deklassieren. Es wird erzählt, manchmal habe er auf einer Passhöhe angehalten, um ein Gebet zu sprechen – was ebenso für seine Frömmigkeit spricht wie für seine Qualität als Bergfahrer. „Gino der Fromme“ wie ihn seine Kollegen gern nannten, machte bei jeder „tour“ einen Abstecher nach Lourdes, dem Marienwallfahrtsort im Südwesten Frankreichs. Während des Weltkrieges war er Mitglied einer christlich-jüdischen Untergrundgruppe. Er half mit, Hunderten von Juden die Flucht aus dem faschistischen Italien zu ermöglichen. Auf Trainingsfahrten schmuggelte er falsche Papiere im Rahmen seines Rennrades – praktizierte Nächstenliebe. „Es gibt Dinge im Leben, bei denen muss man etwas machen“, sagt er später einmal zu seinem Sohn. Kraft dazu holt er aus seinem Glauben und zwar ganz handgreiflich bei der Madonna von Ghisallo. Unter diesem Namen wird die Mutter Gottes seit mehreren Jahrhunderten nahe dem Dorf Magreglio verehrt, in Norditalien, oberhalb des Comer Sees. Der Pfarrer dort war ein guter Freund von Gino Bartali. Die beiden baten schließlich Papst Pius XII., die Madonna von Ghisallo zur Schutzpatronin der Radfahrer zu erklären; ihre Petition trug auch die Unterschriften vieler anderer berühmter Radrennfahrer. Heute ist die kleine Kirche zum weltweit bekanntesten Wallfahrtsort für Radsportler und Radfahrer geworden. Statt Fresken findet man an den Wänden Rennräder und Trikots – Zeichen des Dankes und des Vertrauens.
Aber auch Frankreichfreunde kommen nicht zu kurz.. 1989 führt die Tour de France direkt an der Kapelle Notre-Dame-des-Cyclistes, „Mutter Gottes der Radfahrer“ vorbei, auf der Fahrt von Bordeaux in die Pyrenäen. Auch diese Kapelle ist Wallfahrtsort, sie wird geschmückt mit den Rennrädern und Trikots bekannter und unbekannter Fahrer. Hier sitzen Menschen still in der Bank, zünden vielleicht eine Kerze an, beten und suchen– wie Gino Bartali sagt- „Kraft, für die Dinge im Leben, bei denen man etwas tun muss“.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=1721
Mit großformatigen Anzeigen wirbt der Gründer der Drogeriemarktkette „dm“, Götz Werner, für sein Modell eines garantierten Grundeinkommens. Jedem Bundesbürger steht allein aufgrund seiner Existenz ein Geldbetrag zu, von dem er leben kann. Dabei ist es zunächst einmal gleich, ob, was und wie viel er arbeitet. Wirklich himmlische Verhältnisse, wenn man bedenkt, welcher Druck von vielen Menschen abfallen würde, welche Energien für andere Dinge freigesetzt werden würden. Denn wer Tag für Tag um die nackte Existenzsicherung kämpfen muss, weiß, wie viel Kraft das kostet. Niemand müsste sich mehr rechtfertigen und würde zum Bittsteller. Alle wären zunächst einmal gleich. Himmlische Verhältnisse, aber ein Modell, das man durchrechnen kann und von Experten anscheinend als finanzier- und durchführbar angesehen wird.
Mir gefällt daran besonders, dass es absolut ernst macht mit der Würde des Menschen. Denn jeder, egal wie und was er ist, ist nach diesem Modell im wahrsten Sinne des Wortes etwas wert. Jesus erzählt einmal die Geschichte vom Gutsherrn, der allen Arbeitern in seinem Weinberg den gleichen Lohn zahlt, egal ob sie acht oder nur eine Stunde gearbeitet haben. Denn das Geld zum Leben braucht jeder. Der Haken an der Geschichte: sie beginnt mit dem „Satz: Mit dem Himmelreich ist es wie…“. Ein Vergleich also, und „himmlische Verhältnisse“ haben auf unserer Erde wohl keinen Platz.
Wir brauchen heute viele kluge Menschen, die sich Gedanken machen, wie in unserer Gesellschaft gerecht mit Geld umgegangen wird und Löhne gerecht gestaltet werden. Wir brauchen auch Menschen mit Visionen, die auch schon mal die gängigen Systeme komplett auf den Kopf stellen, um eine gute Zukunft für unsere Gesellschaft zu sichern. Für Christen ist das „Reich Gottes“ von dem Jesus erzählt, ein Maßstab für geglücktes Leben auch schon hier und jetzt. Vielleicht würde Jesus ja seine Geschichte von den Arbeitern deshalb heute so erzählen:
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Land, in dem jeder einer menschenwürdigen Arbeit nachgeht, die ihm Freude macht und von der er gut leben kann. Denn für seine Grundbedürfnisse hat die ganze Gesellschaft vorher schon gesorgt, ohne dass er sich schuldig fühlen und ohne dass er sich in die Reihe stellen muss.“ Ich weiß: himmlische Verhältnisse, richtig. Aber auf den Weg dahin könnten wir uns doch heute schon machen.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=1720
Der Mann heißt Gottlieb Fromm, trägt einen Lendenschurz und über ihm schwebt ein Heiligenschein. „Hallo Leute“, sagt er, „ich will euch durch die Bibel CD führen. Klickt euch mal durch und viel Spaß.“
Drei Kinder und ich sitzen vor dem PC und erleben die Bibel mal etwas anders. Nach einigen „Klicks“ sind wir bei der Erzählung vom barmherzigen Samariter angekommen. Heute kann man das Original aus dem Lukasevangelium in den katholischen Gottesdiensten hören. Sie erinnern sich: Ein Mann fällt auf der Straße zwischen Jericho und Jerusalem Banditen in die Hände. Er wird ausgeraubt, zusammengeschlagen und bleibt hilflos liegen. Ein Priester und ein Levit, hoch geachtete Männer im alten Israel, sehen ihn und gehen ohne zu helfen weiter. Erst der Samariter hilft.
Die Bildergeschichte auf meinem Computer sieht natürlich etwas anders aus. Da kommt zuerst ein Auto vom Pizzadienst vorbei. Das hält mit quietschenden Bremsen. Dann fragt uns eine freundliche Stimme: „Na, hilft er, oder hilft er nicht?“ Und wir müssen die richtige Antwort anklicken. In lockerer Folge erscheinen dann Batman, ein Krankenwagen, Robin Hood, der Papst im Papamobil, ja sogar ein Ufo mit einem kleinen, grünen Männchen. Keiner hilft. Die Kinder klicken mit Feuereifer weiter, lachen sich kaputt, als Rotkäppchen auftaucht und sind erst zufrieden, als ein einfach gekleideter Mann mit einem Esel am Strick auftaucht, den Verletzten versorgt und mitnimmt. Der Samariter tut das, was man viel eher von den anderen erwartet hätte.
„Das stimmt ja eigentlich nicht“, sagt Simon hinterher. “Batman hilft jedem, und der Krankenwagen muss doch helfen, oder? Warum hat er das dieses Mal nicht getan?“ Und dann muss ich ihm die ganze Geschichte noch einmal erzählen, wie Jesus mit den Gesetzeslehrern debattiert und er ihnen mit einer Gleichnisgeschichte erklärt, was für ihn wahre Nächstenliebe ist. Und dass es eben nicht darum geht, was man ist und vorzuweisen hat, sondern was man hier und jetzt tut. Da hat sich wohl über die Jahrtausende nicht viel verändert. Denn anscheinend haben die, denen es wirklich dreckig geht, die größten Chancen bei den Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, nämlich von denen, die selbst nicht viel haben. Wer selbst weiß, was Armut und Leid bedeuten, ist am schnellsten bereit, denen beizustehen, denen es auch schlecht geht.
Aber das zu sagen, verkneife ich mir beim Computerspiel. Diese Erfahrungen müssen die Kinder noch selbst machen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1719