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SWR2 Wort zum Tag

„Ich bete für die verletzten Frauen und ich danke für die Frauen, die ihr Leben für andere einsetzen.“
Heute ist Weltgebetstag der Frauen. Das ist kein politischer Aktionstag für Frauen, sondern ein Tag des Gebets für die Anliegen von Frauen. In vielen Ländern der Welt begegnen sich heute Frauen, um gemeinsam zu beten. Frauen aus unterschiedlichen Konfessionen und Kulturen zeigen, wie wichtig das gemeinsame Gebet und der gemeinsame Glaube sind.
Auch in den Kirchen bei uns gibt es heute viele Gebetszeiten und Gottesdienste von Frauen für Frauen. Die Texte für die Gottesdienste haben Frauen aus Kamerun gestaltet mit dem Leitwort: „Alles, was Atem hat, lobe Gott.“
Das Lob an Gott, den Schöpfer, steht als Motto über diesem Tag. „Alles was Atem hat, lobe Gott.“ Ein Satz, der für mich Lebensfreude und Zuversicht ausdrückt. Dennoch bleibt das Beten nicht beim Loben stehen. Auch die Klage hat im Gebet ihren Platz. Deshalb wird am Weltgebetstag der Frauen nicht nur gebetet, sondern auch ganz konkret geholfen, dort wo es Klagen und Leid gibt. Dieses Jahr zum Beispiel wird Geld gesammelt für Frauenprojekte in Haiti und Kamerun. Frauen, die durch Erdbeben und andere Katastrophen alles verloren haben, sollen wieder ein neues Leben beginnen können.
Der Weltgebetstag ist für mich ein Tag der Hoffnung. Ich glaube daran, dass Gebete etwas verändern können. Ich bete, weil ich weiß, dass sich nicht alles von alleine zum Guten bessern kann. Ich habe das Vertrauen und ich hoffe darauf, dass Gott mithilft. Im Gebet kann ich alles vor Gott hinbringen, was mich bedrückt, aber auch alles, wofür ich dankbar bin. Ich glaube, dieses Vertrauen haben auch all die Frauen, die sich heute zum gemeinsamen Gebet treffen. Ich bin überzeugt, dass aus dem Gebet auch viele neue Impulse entstehen können.
Dass sich auch Männer für Frauen einsetzen wollen, sich für ihre Themen interessieren. Dass sie offen werden und wachsam, wenn Frauen Unrecht geschieht.
Der Weltgebetstag der Frauen ist für mich Anlass, für alle Frauen zu beten, denen es nicht so gut geht, auch hier bei uns:
„Ich bete für die verletzten Frauen. Ich bete für die ausgegrenzten Frauen, ich bete für die verstorbenen Frauen. Ich bete für die Frauen, die Hilfe brauchen. Gott ich danke dir für die Frauen, die mein Leben bereichern, ich danke dir für die Frauen, die ihr Leben für andere einsetzen. Alles, was Atem hat, lobe dich, Gott.“

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